SPD im Kreis Rendsburg-Eckernförde

Bundeswehrreform: Die Betroffenen nicht alleine lassen!

Veröffentlicht am 26.10.2011, 22:47 Uhr     Druckversion

Jubiläums-Transall des LTG 63 Die vom Bundesverteidigungsminister veröffentlichten Pläne zu Standortschließungen bei der Bundeswehr treffen die Region Rendsburg erneut hart. Bereits in den letzten Jahren waren Standorte in der Stadt geschlossen worden, was tausende Soldaten und Zivilbeschäftigte betraf und die jahrhundertelange Bundeswehrtradition in der Region nahezu auslöschte. Nun werden erneut fast 2000 Soldaten und Beschäftigte in Hohn/Alt Duvenstedt vor eine ungewisse Zukunft gestellt.
Betroffen davon sind auch zahlreiche Osterrönfelder, die bisher am dortigen Lufttransportgeschwader 63 (LTG 63) stationiert waren und gearbeitet haben. Viele in der Region hatten trotz Befürchtungen immer noch die Hoffnung gehabt, der Standort möge weitestgehend verschont bleiben. Es bleibt nun abzuwarten, wie die zeitlichen Abzugspläne aussehen, denn davon wird abhängen, wie lange die Transall-Maschinen noch in der Region bleiben und damit die berufliche Perspektive der dort arbeitenden Menschen sichern.

Wichtig ist nun, die Betroffenen nicht alleine zu lassen. Mit den Soldaten, Zivilbeschäftigten und ihren Familien müssen nun Pläne für die Zukunft entwickelt werden, um die beruflichen aber auch sozialen Entwicklungen zu sichern. Dabei werden die Menschen in der Region weiterhin hinter dem LTG 63 stehen und die Soldaten und Zivilbeschäftigten unterstützen. Das wurde erst beim jüngst zurückliegenden 50-jährigen Jubiläum des LTG 63 deutlich, das rund 20.000 Besucher vor Ort feierten.

Die Bundes- und Landesregierung sind nun gefordert, den Betroffenen schnell Klarheit über die weitere Entwicklung zu geben, um dann gemeinsam mit ihnen die Zukunft anzugehen. Die betroffenen Regionen müssen von Bund und Land finanzielle Unterstützung erhalten, um die Folgen der Standortschließungen abmildern zu können. Kaufkraftverluste, Umsatzrückgänge bei Unternehmen und Wohnungsleerstände sind nur einige der nun befürchteten Auswirkungen durch die geplante Standortschließung des LTG 63. Doch nicht nur wirtschaftlich und finanziell wird die Region Rendsburg stark beansprucht. Auch die sozialen und kulturellen Auswirkungen sind enorm. So sind die Soldaten und Zivilbeschäftigten etwa als Mitglieder von Feuerwehren, Vereinen und Verbänden stark in der Region verwurzelt und engagieren sich ehrenamtlich. Dieses Engagement ist nun in Gefahr und macht es daher notwendig, dass sich alle Kommunen in der Region zusammen der enormen Herausforderung stellen und sie mit allen Betroffenen gemeinsam angehen. Bis dahin bleibt die Hoffnung, dass der Standort in Hohn/Alt Duvenstedt möglichst lange noch Bestand hat, etwa bis die Transall-Maschinen durch neue Modelle des A400-M abgelöst werden. Damit bliebe genug Zeit, um mit allen Beteiligten die weiteren Schritte gemeinsam zu entwickeln und einzuleiten.

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Homepage: SPD-Osterrönfeld


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