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Veröffentlicht am 18.09.2012, 17:50 Uhr     Druckversion

Auf dem Umweltgipfel der Vereinten Nationen 1992 in Rio de Janeiro beschlossen die Staaten der Welt sich eine Agenda21 zu geben und forderten dazu auf, dass Kommunen in der ganzen Welt sich eigenhändig lokale Projekte vornehmen sollten, um Nachhaltigkeit vor Ort umzusetzen. 20 Jahre danach ist dieser Gedanke und das Motto „global denken – lokal handeln“ aktueller denn je. Mit der Umsetzung hapert es jedoch oft sehr. Zu abstrakt sind manchmal die Themen, zu kompliziert das Erklären von Zusammenhängen und das Umsetzen konkreter Vorhaben.
Auch aus diesem Grund startete im Mai 2012 das Projekt „Inlandsarbeit“ des Bündnis Eine Welt, dem entwicklungspolitischen Dachverband in Schleswig-Holstein. Das Projekt soll Eine-Welt-Themen „in die Fläche“ bringen, auf Ungerechtigkeiten aufmerksam machen, Initiativen bündeln und Engagierte zusammenbringen.
Der Faire Handel ist Eine Möglichkeit praktisch auf globale Zusammenhänge hinzuweisen. Der Kauf von fair-hergestellten Produkten hier im „Norden“ hat massive Auswirkungen auf die Lebensrealität von Menschen im Globalen „Süden“. ProduzentInnen erhalten einen gerechten Preis für ihre Produkte, langfristige Verträge und so eine Zukunft für sich und ihre Familien.
Doch nicht nur wir als KonsumentInnen können durch den Kauf von Fair-Trade-Produkten lokal handeln, sondern auch die Politik kann etwas tun: Die Öffentliche Beschaffung stellt mit einem Volumen von jährlich 360 Milliarden Euro in Deutschland eine erhebliche Marktmacht dar. 50 Milliarden dieser öffentlichen Ausgaben gehen direkt in Entwicklungsländer. Würde dieses Geld in ökologisch und sozialer Art und Weise eingesetzt, könnten weltweit die Lebensbedingungen von vielen ProduzentInnen und die Umweltbedingungen vor Ort erheblich verbessert werden.
Dabei ist öffentliche Beschaffung eine Gemeinschaftsaufgabe von allen Verantwortlichen in Politik und Verwaltung. Volksvertreter und Parteien sollten diese Aufgabe geschlossen angehen und Stellung für Globale Verantwortung beziehen. Viele tun das schon seit längerem: Die SPD hat auf ihrem letzten ordentlichen Parteitag 2011 den Beschluss „Fortschritt für Globale Gerechtigkeit“ gefasst, in dem das Ziel sozialdemokratischer Politik bekräftigt wurde, auf allen staatlichen Ebenen sowohl ökologische, als auch soziale Kriterien bei der Beschaffung umzusetzen. Es ist Zeit, dieses Bekenntnis in den Kommunen des Landes Realität werden zu lassen.
Jede Kommune kann dabei ein Zeichen setzen und Verantwortung übernehmen. In Deutschland haben z.B. knapp 300 Kommunen einen Beschluss gegen den Kauf von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit verabschiedet. Fast 100 Städte sind bundesweit schon als Fair-Trade-Stadt ausgezeichnet worden, in Schleswig-Holstein erste eine einzige. Die Möglichkeiten zum Handeln sind vorhanden und die Kriterien für jede Stadt im Land erfüllbar. Viele Akteure müssen zusammenkommen und sich gemeinsam der Kampagne annehmen. In Eckernförde hat dies erstaunlich gut geklappt: In nur kurzer Zeit wurden alle Kriterien erfüllt und im Oktober wird die Stadt zur 100. Fair-Trade-Town Deutschlands ausgezeichnet. Warum also nicht in anderen Städten Schleswig-Holsteins? Warum nicht in einem ganzen Kreis? Das Bündnis Eine Welt will diesen Prozess weiter vorantreiben, Erfahrungen und Ideen austauschen und damit zeigen, dass auch Kommunen einen Beitrag zu einer gerechteren Welt leisten können. Überzeugend Umsetzen müssen es aber die Menschen in den Städten selbst. Was es dazu braucht, sind engagierte Politiker und Bürger, denen es nicht egal ist, wenn mit ihren Steuergeldern Ausbeutung finanziert wird.

Markus Schwarz
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI)
Fachpromotor für nachhaltige Beschaffung und Fairen Handel
Mail: markus.schwarz@bei-sh.org

Homepage: SPD-Umweltforum


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