SPD im Kreis Rendsburg-Eckernförde

Unterbringung von Flüchtlingen, Asylbewerbern und Spätaussiedlern in Gettorf

Veröffentlicht am 08.10.2013, 20:44 Uhr     Druckversion

Amtsvorsteher Kurt Arndt (SPD)

 

Gettorf, 08.10.13. Unterbringung von Flüchtlingen, Asylbewerbern und Spätaussiedlern durch das Amt Dänischer Wohld an die Gemeindevertretung Gettorf und das Amt Dänischer Wohld - Gemeinsamer Antrag von SPD und Bündnis 90 / Die Grünen.

 

 

Die Gettorfer Fraktionen von SPD und Bündnis 90 / Die Grünen haben einen Antrag zur Unterbringung von Flüchtlingen, Asylbewerbern und Spätaussiedlern gestellt. Hintergrund ist ein Bericht des Flüchtlingsrates über die problematische Unterbringung der betroffenen Menschen in Schinkelerhütten. Der Antrag ist an den Bürgermeister der Gemeinde Gettorf Jürgen Baasch, den Amtsdirektor Matthias Meins und an Sie, den Amtsvorsteher des Amtes Dänischer Wohld gerichtet.

 

Fragen an den Amtsvorsteher Kurt Arndt:

 

SPD Gettorf: Herr Arndt, konnten Sie sich bereits mit dem Inhalt des Antrages vertraut machen? 

Kurt Arndt: Natürlich, zumal ich als Vorsitzender der SPD-Fraktion Gettorf auch an der Entstehung des Antrages beteiligt war. Ich unterstütze ihn in jeder Hinsicht. Es geht darum, dass Menschen, die in ihrer Heimat verfolgt und bedroht sind, hier so untergebracht werden, dass sie sich willkommen fühlen.

 

SPD Gettorf: Und das ist in Schinkelerhütten nicht gegeben?

Kurt Arndt: Nein, leider nicht. Das liegt hauptsächlich an der Lage des Hauses in Schinkelerhütten. Zu Recht beklagen das die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Flüchtlingsrates, die sich aufopferungsvoll um die zurzeit 14 Flüchtlinge kümmern. Aber für viele Wege müssen sie PKW-Fahrten organisieren, Ärzte, Schulen und alle Versorgungsmöglichkeiten befinden sich in Gettorf. Ich meine: dort gehören auch die Flüchtlinge hin. Wir wollen sie schließlich bei uns integrieren und ihnen gute Gastgeber sein. 

 

SPD Gettorf: Was bedeutet das konkret?

Kurt Arndt: Das bedeutet, dass die bisher in Schinkelerhütten untergebrachten Flüchtlinge und Asylbewerber vorrangig in Gettorf untergebracht werden sollen.

 

SPD Gettorf: Wie stellen Sie sich das vor?

Kurt Arndt: Die Gemeinde Gettorf soll die Verfügbarkeit entsprechender Unterbringungsmöglichkeiten als Dauerlösung prüfen. Das wäre nicht nur aus meiner Sicht beispielsweise in dem nicht mehr genutzten Alten- und Pflegeheim im Hainweg möglich. Hier möchte ich, dass die Gemeinde Gettorf bzw. die Verwaltung des Amtes Dänischer Wohld Gespräche mit dem Träger, der Brücke e.V. RD-ECK, aufnimmt.

 

SPD Gettorf: Befürchten Sie Schwierigkeiten mit den Anwohnern?

Kurt Arndt: Ehrlich gesagt: Nein! Schließlich sind die Menschen, die dort wohnen werden, unsere Gäste. Wir haben eine gesellschaftliche Verpflichtung, für sie zu sorgen. Diese Menschen brauchen unsere Hilfe und unsere Fürsorge. Es ist noch gar nicht lange her, dass auch wir Deutschen solche Solidarität erfahren haben. Ich glaube daran, dass die Gettorferinnen und Gettorfer das auch so sehen. Integration und Gastfreundschaft funktioniert nur dort, wo sich die Menschen als Nachbarn in Augenhöhe begegnen. Das wird auch bei uns so sein. Ich finde es aber wichtig, dass unser Vorhaben immer transparent ist und wir umfassend informieren. Darauf werde ich achten.

 

SPD Gettorf: Wer wird die Unterbringungskosten tragen?

Kurt Arndt: Das ist für mich klar: Alle Gemeinden des Amtes Dänischer Wohld müssen sich entsprechend der auch jetzt schon bestehenden Vereinbarung an den Kosten beteiligen. 

 

SPD Gettorf: Die Betreuung der Flüchtlinge und Asylbewerber wird hauptsächlich durch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Flüchtlingsrates sichergestellt. Reicht das?

Kurt Arndt: Nein. Eindeutig nein! Deshalb beinhaltet der SPD-Bündnis90/Die Grünen-Antrag auch die Forderung, dass immer dann, wenn die ehrenamtliche Arbeit an ihre Grenzen stößt, diese in Absprache mit dem Flüchtlingsrat durch professionelle Dienste ergänzt werden soll.

 

Mit dem Amtsvorsteher Kurt Arndt sprach Michael Janowski, Ortsvereinsvorsitzender der SPD Gettorf.

 

Bild: Amtsvorsteher Kurt Arndt (SPD)

Homepage: SPD-Gettorf


Kommentare
Keine Kommentare
 
Abgeordnete

Ulrike Rodust
Ulrike Rodust
EU-Abgeordnete
www.ulrike-rodust.de


Serpil Midyatli
Landtagsabgeordnete
http://serpil-midyatli.de 

Dr. Ralf Stegner
Ralf Stegner
Landtagsabgeordneter
www.ralf-stegner.de

Kai Dolgner
Kai Dolgner
Landtagsabgeordneter
www.dolgner.info

Sönke Rix
Sönke Rix
Bundestagsabgeordneter
für RD-ECK, WK 04
www.soenke-rix.de

Landesarbeitsgemeinschaften
SPD Umweltforum
QR-Code