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Europa soll Fracking verbieten!

Veröffentlicht am 14.10.2013, 19:38 Uhr     Druckversion

Die NaturFreunde Deutschlands sind ein sozial-ökologischer und gesellschaftspolitisch aktiver Verband für Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport & Kultur. Als solcher setzen sie sich im Sinne des Brundtland-Report von 1987 für eine Nachhaltige Entwicklung, die den Bedürfnissen heutiger Generationen Rechnung trägt, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden, ihren eigenen Bedürfnissen nachzukommen, ein.

1895 in Wien von österreichischen Sozialisten gegründet, gehören heute etwa 500.000 Mitglieder in 21 Ländern zur internationalen NaturFreunde-Bewegung. Der Dachverband NaturFreunde Internationale (NFI) hat rund 40 Mitgliedsorganisationen.

Auf einer gemeinsamen Tagung mit NaturFreunden aus Frankreich am 28. September 2013 in Le Hohwald (Frankreich) haben sie folgende Resolution zum Thema "Fracking" verabschiedet:

Die NaturFreunde in Frankreich und in Deutschland setzen sich für ein europaweites Verbot des „Fracking“ (Hydraulic Fracturing zur Aufsuchung und Gewinnung unkonventioneller Gasund Ölvorkommen) ein. Sie fordern alle europäischen Institutionen (Europäisches Parlament, Europäischer Rat, EU-Kommission) auf, eine entsprechende Richtlinie zu erarbeiten und zu beschließen.

Die NaturFreunde fordern einen nachhaltigen Umgang mit Energie, dies beinhaltet einen geringeren Energieverbrauch für jeden. Begründung: Die Anwendung des Fracking zur Aufsuchung und Gewinnung unkonventioneller Gas- und Ölvorkommen stellt einen erheblichen Eingriff in die natürliche Umgebung dar, dessen Auswirkungen nur unzureichend abzusehen sind.

Fracking ist auch energiepolitisch keine Lösung und wirkt der Energiewende entgegen. Bisher vorliegende Gutachten machen deutlich, dass schwerste Umwelt- und Gesundheitsschäden nicht auszuschließen sind. Dazu gehören

  • ein hohes Risiko der Grundwasserverschmutzung (Hydrofracturing-Flüssigkeiten enthalten viele gefährliche Stoffe) und Rückfluss von Methan;
  •  ein enormer Flächenverbrauch;
  • die möglichen erheblichen Luftschadstoff-Emissionen durch Methan-Freisetzung;
  •  der Rückfluss der mit Schwermetallen und radioaktivem Material angereicherten Frackingflüssigkeiten aus der Lagerstätte, deren Behandlung problematisch ist;
  •  der Verbrauch von etwa 15 bis 20 Millionen Liter Frischwasser pro Fracking;
  •  Erdstöße in Folge des Auslösens bereits bestehender Spannungen oder in Folgezusammensackender, durch Risse geschwächter Gesteine;
  •  Gasemission nach Beendigung der Förderung.

Diese Auswirkungen summieren sich, da Schieferformationen mit einer hohen Bohrungsdichte erschlossen werden sollen. Die NaturFreunde wollen künftigen Generationen neben der Bewachung unserer abgebrannten atomaren Brennelemente (Atommüll) und dem durch unsere Lebensweise erzeugten Klimawandel nicht noch weitere dauerhafte Probleme hinterlassen.

Die NaturFreunde wenden sich gegen jeden Versuch, das Zeitalter der fossilen Energieversorgung fortzusetzen und dabei gleichzeitig erhebliche Risiken einzugehen. Sie fordern die Verantwortlichen auf, endlich den Übergang von atomarer und fossiler Energiegewinnung zu befristen und alle Bemühungen auf den Ausbau erneuerbarer Energien zu richten.

Die NaturFreunde begrüßen, dass Frankreich auf Druck von Bürgerinitiativen die Zulassung von Fracking verweigert hat. In Deutschland ist zwar die Entscheidung über eine Zulassung von Fracking noch vertagt worden, internationalen Konzernen werden jedoch bereits Aufsuchungserlaubnisse erteilt. In der Europäischen Union ist bis heute noch keine Entscheidung gefallen, es gibt allerdings starken Druck aus Polen und der Erdöl verarbeitenden Industrie, zu einer positiven Entscheidung zu kommen und Erleichterungen bei der Umweltverträglichkeitsprüfungs-Richtlinie zu erreichen.

Die deutschen und französischen NaturFreunde fordern die EU auf, die Aufsuchung und Gewinnung von Schiefergas und Schieferöl zu untersagen und die Gesetzgebung im Bereich des Natur- und Umweltschutzes zu stärken. Diese Position verteidigen wir auf allen Ebenen, insbesondere bei der Europawahl.

Homepage: SPD-Umweltforum


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