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Übergänge statt Umwege

Veröffentlicht am 26.11.2013, 23:45 Uhr     Druckversion

Simone Lange und die SPD-AfB luden Experten zur Diskussion

Experten fordern Bündnis gegen Jugendarbeitslosigkeit

 

Auf Einladung der SPD-Landtagsabgeordneten Simone Lange und der Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) fand am vergangenen Montag, den 18.11.2013, eine Expertendiskussion zum Thema Übergang Schule - Beruf statt, auf der die in Schleswig-Holstein erprobten Instrumente gegen Jugendarbeitslosigkeit und ihre Wirksamkeit unter die Lupe genommen wurden.

 

"In Schleswig-Holstein ist der Übergang von der Schule in den Beruf gleich der Teilsperrung einer Brücke. Die Jugendlichen mit besonderen Belastungen müssen oft große Umwege nehmen", stellte die einladende SPD-Landtagsabgeordnete und SPD-Vorsitzende Flensburgs Simone Lange fest.

 

Uwe Gaul aus der Hamburger Schulbehörde sowie Manfred Marwede von der Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB)  in der SPD machten deutlich, wie groß der Handlungsdruck ist. 842 Jugendliche waren in Flensburg im September 2013 arbeitslos, 12.000 Jugendliche in ganz Schleswig-Holstein haben nicht einmal eine abgeschlossene Berufsausbildung. Von den ca. 110.000 arbeitslos gemeldeten Erwachsenen in Schleswig-Holstein hatten in Februar 2012 ca. 49.000 keine abgeschlossene Berufsausbildung.

 

"Daraus kann man doch nur die Forderung ableiten", so der Landesvorsitzende der AfB, Ulf Daude, "dass alle jungen Menschen in eine Berufsausbildung überführt werden müssen, um ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sicherzustellen."

 

Manfred Marwede forderte, den jetzigen Zugang für die berufsschulpflichtigen Jugendlichen nach dem Bewerbungsprinzip zu Gunsten eines Zugangs zu den Bildungsangeboten abzulösen, der sich an der Individualität des jungen Menschen orientiert. Für Jugendliche ohne Berufsausbildung sollen, je nach individueller Ausgangslage, möglichst passgenau anrechenbare, berufsqualifizierende, berufsvorbereitende und auch produktionsorientierte (Arbeiten und Lernen) Bildungsangebote vorgehalten werden. "Zum  Auftrag der Berufsschule soll der Übergang in eine Berufsausbildung gehören“, so Manfred Marwede weiter.

 

In Hamburg hat die Reform der Beruflichen Bildung 2011 genau diesen Gedanken umgesetzt. „Jeder Jugendliche, erhält in Hamburg eine Berufsausbildung, entweder in einem Betrieb oder in einer staatlich finanzierten außerbetrieblichen Bildungsstätte“, so Uwe Gaul. Ohnehin hat Hamburg sich schon vor Jahren im Rahmen einer umfassenden Schulreform der Herausforderungen des Übergangs Schule – Beruf gestellt. Mit der Botschaft „Niemand zurücklassen“ wurde ein datengestütztes und ein didaktisch-methodisches Konzept für die Berufsorientierung an den allgemein- und berufsbildenden Schulen im Rahmen eines groß angelegten Dialoges erarbeitet.

 

Das neueste Konzept beinhaltet Jugendberufsagenturen, in der Mitarbeiter aus unterschiedlichsten öffentlichen Einrichtungen in einem Haus zusammenarbeiten. So gibt es für Jugendliche und Eltern zukünftig nur noch eine Anlaufstelle für Unterstützungsleistung der Schul- und Berufsberatung, des Jobcenter sowie der Kinder- und Jugendhilfe pro Stadtteil. „Dieses Angebot hat sich schon jetzt bewährt“, so Uwe Gaul und empfiehlt eine solche rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit auch in Flensburg.

 

Thomas Dau-Eckert macht deutlich, dass die Stadt Flensburg in den Startlöchern steht.

 

Dr. Sven Mohr, Schulleiter und Geschäftsführer des Regionalen Berufsbildungszentrums Eckener-Schule in Flensburg, wies auf die Notwendigkeit hin, dass mehr Bildungszeit für die Benachteiligten zur Verfügung zu stellen ist. Jugendliche, die noch nicht „ausbildungsreif“ sind, benötigen eine umfassende Persönlichkeitsentwicklung, damit sie auch berechtigt eine Berufsausbildung aufnehmen können.

 

Gabi Schwohn, Vorsitzende des DGB-Stadtverbandes Flensburg, forderte für Flensburg und Schleswig-Holstein einen umfassenden Dialog für die Schnittstelle Übergang Schule Berufsausbildung.

 

Auch Ines Neumann, Leiterin des Jugendaufbauwerks Flensburg, stellte klar: Das JAW steht für eine außerbetriebliche Ausbildung als Partner bereit, damit jeder Jugendliche eine Ausbildung erhält.

 

Simone Lange, MdL

Homepage: AfB Schleswig-Holstein


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