SPD im Kreis Rendsburg-Eckernförde

Flüchtlinge: sie haben nichts...

Veröffentlicht am 16.01.2014, 22:56 Uhr     Druckversion

Sie haben nichts! Das ist die zentrale Aussage des Flüchtlingsbeirates Gettorf über Asylbewerber und Flüchtlinge bei ihrem Eintreffen im Amt Dänischer Wohld. Die Unterbringung der uns anvertrauten Menschen war zentrales Thema der heutigen Einwohnerversammlung in Gettorf. Und wenn wir "Unterbringung" sagen, dann ist es auch genau das: eben nur eine Unterbringung, so Vertreter des Flüchtlingsbeirates, die auch finden es sei "Christenpflicht", sich für die Flüchtlinge einzusetzen.

 

Diese "Unterbringung" erfolgt derzeit in Schinkelerhütten in einem amtseigenen Gebäude. Weitab von eigentlich allem, was man so zum Leben braucht. Bis zur nächsten Bushaltestelle nach Gettorf, der Bus fährt zweimal pro Woche, sind es 1,5 Kilometer Fußweg. Einkaufen, Arztbesuche oder gesellschaftliche Kontakte sind nur schwer möglich und wenn, dann hauptsächlich mit personeller und zeitlicher Unterstützung von ehrenamtlich tätigen Helfern des Flüchtlingsbeirates.

 

Aber es wurde auch viel erreicht, seit SPD und Bündnis90-Die Grünen Ende letzten Jahres einen Antrag zur Verbesserung der "Unterbringungssituation" an die Gemeindevertretung Gettorf stellten: so gibt es Kooperationen mit einigen örtlichen Sportvereinen, der Gettorfer TV hat sogar einen Beauftragten dafür ernannt. Es werden Fahrräder zur Verfügung gestellt. Das hilft, vorausgesetzt man kann auch Fahrradfahren. Außerdem: es stehen Dolmetscher zur Verfügung und die ehrenamtlichen Helfer bieten Deutschkurse an, laden zu sich nach Hause ein und sorgen für soziale Kontakte. Am wichtigsten jedoch: Amt und Gemeinde bemühen sich tatkräftig um Verbesserungen und es wurden vom Amtsausschuss zusätzliche Mittel dafür bewilligt.

 

Mein Fazit: Die Flüchtlinge brauchen unsere Hilfe, Fürsorge und unsere Begleitung. Sie müssen dort leben können, wo eine ausreichende Infrastruktur gegeben ist und Möglichkeiten zur Nutzung des ÖPNV bestehen. Integration muss gewollt und darf keine Worthülse sein. Den Gemeinden des Amtsbezirkes Dänischer Wohld wurden Wohnungen angeboten. Die gilt es zu nutzen und künftig so wenig wie möglich von weit abgelegenen Unterbringungsmöglichkeiten Gebrauch zu machen. Patenschaften können ergänzend helfen und sind bei dezentralem Wohnraum sinnvoll und notwendig.

 

Und noch etwas: ich war beeindruckt von der Hilfsbereitschaft und dem humanitären Engagement des Flüchtlingsbeirats-Teams um Pastorin Claudia Bruweleit. Die anschaulichen Berichte haben mich sehr bewegt.

 

Michael Janowski, Ortsvereinsvorsitzender SPD Gettorf

Homepage: SPD-Gettorf


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