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Mehr Wald verhindert Jakobskreuzkraut

Veröffentlicht am 25.06.2015, 20:15 Uhr     Druckversion

Das Umweltforum der SPD Schleswig-Holstein teilt die Kritik des NABU Schleswig-Holstein am „Aktionismus“ von Umweltminister Robert Habeck bei der Bekämpfung des Jakobskreuzkrauts (JKK). „Aktionen, welche die von Minister Habeck erhoffte Reduzierung von Jakobskreuzkraut  gar nicht erreichen, schaden auf der anderen Seite Natur und Mensch“, erklärte Wolfgang Vogel, der Sprecher des Forums.

 

Für die im Umweltforum organisierten SPD-Naturschutzexperten ist klar, dass das Auftreten von Jakobskreuzkraut eine vorübergehende Folge einer jahrzehntelangen ökologischen Destabilisierung durch nährstoffintensive Landwirtschaft ist. Die von Minister Habeck vorgeschlagenen Maßnahmen würden die bereits in der Landschaft sichtbare Verarmung der Arten weiter verstetigen, da die natürliche  Entwicklung standorttypischer, stabiler Pflanzengesellschaften durch den massiven Vernichtungseinsatz gegen das Jakobskreuzkraut unterbunden werde.

Das JKK werde erneut die bevorzugten, konkurrenzarmen Offenstandorte gewissermaßen vom Minister auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler geliefert bekommen. Es würden Steuermittel für die Vernichtung des ebenfalls mit Steuermitteln finanzierten Schutzzwecks ausgegeben. Das JKK habe immerhin Bedeutung für 170 Insektenarten, darunter 130 Schmetterlinge. Bei der Haushaltslage des Landes ist das nach Ansicht des Umweltforums  nicht zu rechtfertigen.

Das Umweltforum teilt die fachliche Auffassung des NABU, dass eine intensive, flächendeckende Bekämpfung oder gar Ausrottung des JKK in der Praxis nicht möglich ist. Beispiele in Schleswig-Holstein zeigten auf, dass das JKK bei einer Wiedereinstellung einer standorttypischen Vegetation bis zum gänzlichen Verschwinden zurückgedrängt werden könne. Der Erhalt von Biodiversität sei vorrangiges Ziel und auch gesetzlicher Auftrag der Stiftung Naturschutz. Die Stiftung brauche Zeit, die standorttypische Flächenentwicklung vor Ort mit den beteiligten Fachleuten durchzuführen. Die Landwirtschaft könne zur Entschärfung der Debatte  einen guten Beitrag zur Vermeidung der Ausrottung weiterer Arten leisten. „Der Erhalt von Vielfalt in der Natur wird nicht mit Pflug oder Giftspritze, sondern mit der Stabilisierung der Abläufe in der Natur erreicht. Besser  als Mulchen und Umbrechen ist für Natur und Mensch auch die Entwicklung von Wald oder Wildnisflächen“, sagte  Wolfgang Vogel.

 

Homepage: SPD-Umweltforum


Kommentare
RE: Mehr Wald verhindert Jakobskreuzkraut, Hans-Christian Koch, (20.08.2015, 19:21 Uhr)
RE: Mehr Wald verhindert Jakobskreuzkraut, Manfred Berke, (27.06.2015, 09:38 Uhr)
RE: Mehr Wald verhindert Jakobskreuzkraut, Hans Hinrich Hatje, (26.06.2015, 17:24 Uhr)
 
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