SPD im Kreis Rendsburg-Eckernförde

Ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft stärken

Veröffentlicht am 29.01.2011, 17:45 Uhr     Druckversion

Am 21. 01.2011 haben die Sprecherinnen und Sprechern für Agrarpolitik der SPD-Fraktion(en) des Bundestages, des Abgeordnetenhauses, der Bürgerschaften und Landtage sowie der SPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament in Berlin folgende Resolution verabschiedet:

Die Nachfrage nach ökologisch hergestellten Produkten wächst in Deutschland, in Europa und weltweit. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher setzen auf eine gesunde und möglichst schadstofffreie Ernährung.

Seit mehr als zwanzig Jahren ist die ökologische Landwirtschaft ein Erfolgsmodell. Sie hat sich in dieser Zeit als eine krisenfeste betriebswirtschaftliche Alternative zur konventionellen Landwirtschaft entwickelt. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Artenschutz. Und sie trägt in besonderem Maß zur Erhaltung der Boden- und Wasserqualität bei.
Die biologische Landwirtschaft schützt und bewahrt erkennbar gesellschaftlich bedeutsame Güter. Die Autoren des Weltagrarberichts schreiben ihr eine wichtige Rolle zu, die drängenden Herausforderungen in der Landwirtschafts-, Umwelt- und Ernährungspolitik zu meistern.
Die ökologische Lebensmittelwirtschaft und der Ökolandbau in Deutschland hatten in den letzten Jahren deutlich positive Impulse auf den Arbeitsmarkt. Mittlerweile sind in der deutschen Biobranche knapp 180.000 Menschen vor allem in den ländlichen Regionen beschäftigt.
Wir appellieren an alle politischen Ebenen in Europa, dem Bund und den Bundesländern, die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass die Potenziale des Ökolandbau und der ökologischen Lebensmittelwirtschaft weiter ausgebaut und die gesellschaftlichen Leistungen der Biolandwirte verlässlich honoriert werden.
Dazu gehört u. a.:

  • ab 2014 innerhalb einer modular strukturierten 1. Säule die gesellschaftlichen Leistungen des ökologischen Landbaus ausreichend und dauerhaft zu fördern,
  • zweite Säule der europäischen Agrarpolitik zu stärken,
  • den Weltagrarbericht von 2008 zu unterzeichnen,
  • das ursprüngliche Bundesprogramm Ökologischer Landbau ohne finanzielle Kürzungen ausschließlich in den dort festgeschriebenen Bereichen fortzuführen,
  • im Rahmen der Agrarumweltprogramme die verlässliche Finanzierung der Extensivierungs-, Umstellungs-, Anreiz- und Beibehaltungsprämien zu gewährleisten,
  • Wissenschaft, Forschung und Beratung insbesondere darauf auszurichten, die Effizienz der ressourcenschonenden ökologischen Anbausysteme zu erhöhen,
  • die Forschung für die über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehende artgerechte Tierhaltung in den bundeseigenen Forschungseinrichtungen zu verstärken und diese mit einem eigenen Label speziell zu bewerben.

Berlin, 21. Januar 2011

Homepage: SPD-Umweltforum


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