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Chronologie Köhlerkoppel

Dokumentation Köhlerkoppel

Der Bebauungsplan Köhlerkoppel hat die Mitglieder der SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung von Mitte 2009 bis Ende 2011 beschäftigt. Wir haben versucht in die Planungen Aspekte einzubringen, die für die nachhaltige Entwicklung der Gemeinde wichtig sind. Leider ist uns dies nur in sehr geringem Umfang gelungen. Nachfolgend finden Sie eine chronologische Zusammenstellung der Beiträge aus dem Melsdorf aktuell und unserer Homepage zu dem Thema.


Juli 2009: Melsdorf entwickelt sich - Planungen für ein Baugebiet „Köhlerkoppel“

Melsdorf ist ein lebens- und liebenswertes Dorf. Immer mehr Menschen suchen hier ihr Zuhause. Es ist deshalb nicht weiter verwunderlich, dass ein Investor an die Gemeinde herangetreten ist und seine Ideen für ein neues Baugebiet vorgestellt hat. Diese betreffen die Bereiche der Hofstellen Baasch/Wriedt. Der Bauausschuss hat sich intensiv mit diesen Überlegungen auseinander gesetzt. Grundsätzlich wurde von allen Fraktionen eine weitere Entwicklung Melsdorfs befürwortet.

Wir von der Melsdorfer SPD wollen die Bürgerinnen und Bürger über die aktuellen Entwicklungen zeitnah informieren und - soweit dies möglich ist - in die Planungen einbeziehen. Deshalb informieren wir Sie schon heute, in einer noch sehr frühen Phase des Entwurfs.

Der Bauausschuss hat nach seinen Beratungen beschlossen, der Gemeindevertretung vorzuschlagen, eine Änderung des Flächennutzungsplans (F-Plan) und die Erstellung eines Bebauungsplanes (B-Plan) aufzustellen. Was bedeutet das?

Die Planungen stehen noch ganz am Anfang. Sie als Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit ihre Anregungen und Anmerkungen bei der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung und der öffentlichen Auslegung einzubringen. Nutzen Sie diese Chance. Mit dem Aufstellungsbeschluss legt die Gemeindevertretung fest, dass für die Flächen, die im  Geltungsbereich des B-Plans liegen, ein Bebauungsplan angefertigt werden soll. Der Aufstellungsbeschluss regelt noch keinerlei Details.

Die einzigen konkreten Aussagen, die bisher getroffen wurden, sind der Name des Gebiets, die Lage des Gebiets und dass es sich um ein Wohngebiet handeln soll. Alles Weitere wird im Rahmen der Bauleitplanung diskutiert und abschließend von der Gemeindevertretung festgelegt.

Ihre SPD-Gemeindevertreter werden sich bei der Planung für eine größtmögliche Transparenz einsetzen. Uns ist es wichtig, dass bei der Aufstellung des B-Plans Köhlerkoppel soziale und ökologische Fragestellungen intensiv diskutiert und erücksichtigt werden. So finden wir es wichtig, dass die Planung verschiedene Wohnformen ermöglichen sollte. Wir plädieren dafür, dass neben attraktiven großen Grundstücken auch kleinere Flächen für junge Familien angeboten werden. Außerdem sollten auch preiswerte Wohnungen, z.B. in Reihenhäuser angeboten
werden. Besonderes freuen würde es uns, wenn es im Gebiet Köhlerkoppel endlich gelingen würde seniorengerechte Wohnungen und Häuser zu bauen.

Ein Neubaugebiet mit 30 bis 50 Wohneinheiten verursacht eine Menge zusätzlichen Verkehr. Bei der durchschnittlichen Zahl von 2 Autos je Einheit, kann das bis zu 100 PKW bedeuten. Es ist deshalb aus unserer Sicht wichtig, ein besonderes Augenmerk auf die Verkehrsführung und die Anbindung an die vorhanden Straßen zu richten. Es hat sich gezeigt, dass z.B Straßenführung und -querschnitt der Straßen sowie Baumpflanzungen einen wichtigen Einfluss auf den Verkehr und die Lebensqualität im Wohngebiet haben.

Durch Bebauung werden immer mehr Flächen versiegelt. Diese verlieren ihre wichtigen Funktionen für den Wasserhaushalt und die Natur. Wir sprechen uns deshalb dafür aus, die Versiegelung im Plangebiet so weit wie möglich zu minimieren. Wir sollten der Natur ein Stück zurückgeben und die Melsdorfer Au im Bereich des Bebauungsplans entrohren und renaturieren. Das würde dem Gebiet mit Sicherheit einen attraktiven Charakter geben. Deshalb wäre es auch wünschenswert, wenn bei der Energieversorgung neue Wege eingeschlagen werden könnten. Wir  denken dabei zum Beispiel an ein Blockheizkraftwerk, Erdwärme oder ähnliche zukunftsweisende Technologien.

Der Fußweg im Bereich Radebrüche zeigt, dass es in Melsdorf einen großen Bedarf für zusätzliche Wege abseits der Straßen gibt. Wir sollten deshalb im Bereich Köhlerkoppel einen Fußweg als Verbindungsweg und für Spaziergänger vorsehen. Vielleicht gelingt es ja, diesen Weg an den Kählenweg und das Bürgerhaus/den Kindergarten anzubinden.

Die Köhlerkoppel bietet Melsdorf die Möglichkeit sich weiter zu entwickeln und hilft den Bestand von Kindergarten und Schule zu sichern. Wir sollten die Chance nutzen und attraktive und zukunftsorientierte Baumöglichkeiten schaffen. Wir freuen uns auf einen intensiven Dialog mit den Gemeindevertretern, dem Investor, den Planern und den Melsdorfer Bürgerinnen und Bürgern. Bernhard Wax


13 Juli 2009 - Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung hat am 13. Juli 2009 den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 13 "Köhlerkoppel" und der damit verbundenen Änderung des Flächennutzungplanes beschlossen. Über die Ideen für die bauliche Entwicklung haben wir bereits in der letzten Ausgabe MA ausführlich berichtet. Unserem Vorschlag, die in die Planungen schon jetzt mögliche Ausgleichsflächen an der Melsdorfer Au mit einzuplanen, haben alle Gemeindevertreter zugestimmt. Wir werden uns bei den weiterenPlanungen dafür einsetzen,

  • dass ein attraktives Wohngebiet mit Möglichkeiten für
  • unterschiedliche Wohnformen entstehen kann,
  • dass eine nachhaltige Energieversorgung erfolgt,
  • dass ökologische Fragestellungen intensiv berücksichtigt werden und
  • dass unser Wanderwegenetz erweitert wird.

Dezember 2010: Wie geht es weiter auf der Köhlerkoppel?

Wir haben Sie seit mehr als einem Jahr in verschiedenen Ausgaben des Melsdorf Aktuell über das Baugebiet Köhlerkoppel informiert. Im Verlauf des Jahres 2010 wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Planungen weiter voran schreiten können. Es wurde der Entwurf eines Flächennutzungsplans erstellt.

In einer Informationsveranstaltung im Bürgerhaus wurden Sie von dem beauftragten Planungsbüro über den Entwurf informiert. Wie viele der Anwesenden festgestellt haben, legt der Flächennutzungsplan nur die mögliche Nutzung im Gebiet sehr grob fest. Das heißt, bezogen auf die Köhlerkoppel, dass im südlichen Teil Wohnungsbau möglich sein soll. Der hintere nördliche Teil soll Natur- und Ausgleichsflächen werden. Wie das Gebiet später einmal konkret aussehen soll, was für Häuser dort gebaut werden können, wie die Straßen und Grünanlagen ausgeführt sein werden, all das ist nicht Inhalt des Flächennutzungsplans. Im Rahmen der Anhörung konnten die Bürgerinnen und Bürger, sowie Behörden und die Träger öffentlicher Belange Stellungnahmen zu dem F-Plan-Entwurf abgeben. Diese werden dann von der Gemeindevertretung erörtert und es wird ein endgültiger Plan aufgestellt.

Die konkrete Nutzung und Ausgestaltung der Flächen wird in einem Bebauungsplan geregelt. Voraussichtlich am 11. Januar 2011 wird sich der Bauausschuss in öffentlicher Sitzung mit einem ersten Entwurf befassen. Sie können an diesem Termin teilnehmen und erste Eindrücke gewinnen. Nutzen Sie diese frühzeitige Informationsmöglichkeit.
Bernhard Wax


Juni 2011: Melsdorfer Dorfspaziergang - Interessante Informationen zum Baugebiet Köhlerkoppel

Eine große Resonanz fand der erste Melsdorfer Dorfspaziergang. Trotz dunkler Regenwolken am Himmel waren etwa 35 Melsdorferinnen und Melsdorfer - vom Kleinkind bis zum Senior - am Sonntag, 22. Mai zum Bürgerhaus gekommen.

Erstes Thema an diesem Nachmittag waren die Planungen zum Baugebiet Köhlerkoppel. Wie Bernhard Wax erläuterte, ist der Entwurf des Bebauungsplans so weit fortgeschritten, dass die Gemeindevertretung in ihrer nächsten Sitzung am Dienstag, 14. Juni den sogenannten Entwurfs- und Auslegungsbeschluss treffen wird. Das heißt, dass der Entwurf in das offizielle Anhörungsverfahren geht und jeder Melsdorfer Bürger die Möglichkeit hat, Anregungen und Bedenken in einem gesetzlich geregelten Verfahren vorzutragen kann. Mit diesen Rückmeldungen muss die Gemeinde sich dann auseinandersetzen und einen Abwägungsbeschluss treffen.
Wir hatten der Firma BÖTTCHERHAUS angeboten, im Rahmen des Dorfspaziergangs ihre Ideen für das Gebiet vorzustellen. Herr Böttcher hat deshalb kurz über die bauliche Umsetzungen der Planungen berichtet. Herr Polenski hat die Grundgedanken des ZEN und deren Umsetzung in die Gestaltung des Gebiets und der Häuser erläutert.

Im Anschluss an die Ausführungen entstand eine lebhafte Diskussion, bei der unter anderem die einheitliche Gestaltung des Gebiets sowie, die grundsätzlichen Überlegungen der Gemeinde erörtert wurden. Dabei hat die SPD ihre Vorschläge zur fußläufigen Anbindung des Gebiets an den Karkamp sowie die Renaturierung der Melsdorfer Au vorgestellt.
Thomas Fischer


Juni 2011: Die Melsdorfer Au fließt nur durch das Wappen naturnah

Im Bebauungsplan Köhlerkoppel wird die Chance vertan, „unserem“ Bach ein natürliches Bett zurück zu geben. Bäche sind die Lebensadern der Landschaft, doch wurden sie den Anforderungen der modernen Land- und Wasserwirtschaft angepasst: begradigt – eingetieft – gehölzfrei – verrohrt.

 
Auch die Melsdorfer Au ist in Teilbereichen verrohrt. Im Bereich der Köhlerkoppel verläuft sie zum Vorfluter degradiert zunächst am Knick, dann ein Stück nach Westen, um im weiteren Verlauf Richtung Quarnbek zu fließen. Es steht im B-Plan mehrfach geschrieben, dass der Bach ökologisch aufgewertet werden soll.

Der Bach hätte – würde er in die Planung mit einbezogen – dem neuen Wohngebiet eine besondere Note geben können. Wäre munter fließendes Wasser nicht auch eine positive Bereicherung und energetische Erfrischung in einer Zen-Siedlung?

Die naturräumlichen Gegebenheiten der Fläche sind nicht erkannt und aufgegriffen worden. Stattdessen ist ein Ausgleich vorgesehen, der lediglich rein rechnerisch den gesetzlichen Vorgaben Genüge tut. Echte, qualitative Verbesserungen für Natur und Mensch werden mit dem immer wiederkehrenden Argument der Kosten erschlagen.
Dorothea Barre


25. August 2011: Bauausschuss

Die Firma Böttcher hatte der Gemeinde mitgeteilt, dass aufgrund von Problemen bei der Vermarktung des nördlichen Bereichs des Gebiets (ZEN-Bereich) zu Änderungen der Planung kommen sollte. Deshalb wurde kein Abwägungs- und Satzungsbeschluss zur Beratung vorgelegt. Vielmehr wurden erste Skizzen der Änderungen präsentiert.

Hauptpunkt ist der Verzicht auf einen autofreien Bereich. Alle Grundstücke sollen mit dem Auto angefahren werden können und die Autos sollen dort auch stehen. Die Straße durch das Gebiet wird deshalb weiter nach Norden geführt. Die geplante Carportanlage entfällt. Hier entsteht ein zusätzliches Baugrundstück.

Das Planungsbüro hat für die Überarbeitung des Entwurfs um eine Entscheidung des Ausschusses zu einer Einwendung gebeten. Ein Anwohner hat die Anlage eines Fußwegs zwischen dem Gebiet und dem Karkamp als starke Beeinträchtigung seiner Interessen kritisiert. Aus Sicht der SPD ist das öffentliche Interesse an einem Fußweg stärker zu gewichten, als die vorgetragene Beeinträchtigung der Interessen eines Anwohners. Nach intensiver Diskussion hat sich der Ausschuss mit den Stimmen von CDU und AKWG und gegen die Stimmen der SPD für den Verzicht auf einen Fußweg ausgesprochen.


Oktober 2011: Zwei Schritte vor und einer zurück

Der Bauausschuss sollte sich auf seiner Sitzung am 25. August mit dem Abwägungs- und Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan befassen. Der Entwurf des Bebauungsplanes war vom 24. Juni bis zum 4. August öffentlich ausgelegt worden. Während dieser Zeit konnten Sie die Planungen konkret einsehen und Stellungnahmen zu den Planungen abgeben. Die Gemeinde hätte dann hierzu einen Abwägungsbeschluss treffen müssen. Aber dazu kam es nicht. Wie die Firma Böttcher mitteilte, gibt es erhebliche Probleme bei der Vermarktung der Grundstücke in dem nördlichen Bereich des Gebiets (ZEN-Siedlung). Hauptproblem sei die geplante Autofreiheit dieses Bereichs. Deshalb sei es aus Sicht der Firma notwendig, den Bebauungsplan zu ändern. Somit müssen diese Änderung neu beraten und ausgelegt werden – das Verfahren beginnt also von vorn.

Dennoch hat sich der Ausschuss mit einer im Auslegungsverfahren vorgetragenen Stellungnahme eines Bürgers befasst. Dieser sieht in dem Fußweg zwischen dem Karkamp und dem Baugebiet eine starke Beeinträchtigung seiner Interessen. Der Bauausschuss hatte in der Vergangenheit einstimmig für den Weg votiert. Das Planungsbüro hat den Bauausschuss gebeten, darüber zu beraten, ob der Weg auch in dem neuen Entwurf enthalten sein soll. Nach einer intensiven Diskussion hat sich der Ausschuss mit den Stimmen der CDU und der AKWG gegen den Fußweg entschieden. Wir von der SPD finden, dass das öffentliche Interesse an einer zusätzlichen fußläufigen Anbindung stärker zu gewichten ist als die vorgetragenen Interessen des Anwohners. Auch die Alternative eines Fußwegs im Bereich des Bürgerhauses wurde von CDU und AKWG abgelehnt. Wir bedauern sehr, dass durch den Verzicht auf einen Fußweg mehr Autoverkehr im Dorf entstehen wird. Auch leidet die Einbindung des Neubaugebietes und seiner neuen Bewohner in das Dorf, wenn diese nur über eine Anliegerstraße erreichbar ist.

Der Zeitplan für die Überarbeitung des B-Plans Köhlerkoppel sieht vor, dass der Bauausschuss am 24. Oktober einen überarbeitet Entwurf beraten soll. Die Gemeindevertretung soll hierüber dann am 26. Oktober beschließen. Dann würde der Entwurf etwa vom 7. November bis 2. Dezember ausgelegt. In dieser Zeit können dann alle Bürger und Behörden hierzu Stellung nehmen.  Am 12. Dezember würde dann der Bauausschuss abschließend beraten. Am 15. Dezember könnte dann die Gemeindevertretung den Satzungsbeschluss fällen, das heißt, dass in dem Gebiet dann gebaut werden könnte.
Bernhard Wax


24. Oktober 2011: Bauausschuss

Der überarbeitete Entwurf für den Bebauungsplan wurde dem Bauausschuss vom Planungsbüro vorgestellt. Wesentliche Abweichung zur bisherigen Planung ist der Wegfall des autofreien Gebiets im Norden und der Wegfall der Carportanlage. Auf der Grundlage der zum bisherigen Entwurf eingegangenen Stellungnahmen ist im neuen Plan kein Fußweg mehr vorgesehen. Auch soll nur noch 1 Parkplatz pro Grundstück festgesetzt werden.

Der Bauausschuss hat zu dem Entwurf folgende Änderungen beschlossen:

  • Private Stellplätze - Um zu verhindern, dass bei nur einem Stellplatz die Straße zum Parkplatz verkommt, wird eine Mindestgröße von 30 qm für Parkplätze auf den Grundstücken vorgeschrieben.
  • Dachformen - Die ursprüngliche Idee zu den Gebäudeformen soll beigehalten werden. Allerdings sollen  auf dem Bereich, der direkt an die Dorfstraße angrenzt auch Walm- und Krüppelwalmdächer erlaubt sein.
  • Außenwände - Im nördlichen Teil war bisher ungeputzes Mauerwerk (Klinker) nicht zulässig. Zukünftig soll das für untergeordnete Bauteile möglich sein.
  • Artenschutzmaßnahmen - Die Ersatzquartiere für Fledermäuse müssen dauerhaft gesichert sein. Deshalb sollen Quartiere nicht wie bisher geplant in privaten Gebäuden, sondern in einem Gebäude der Gemeinde geschaffen werden.

Der B-Plan soll in dieser Fassung für die Öffentlichkeitsbeteiligung ausgelegt werden.


12. Dezember 2011: Bauausschuss

Aufgrund der eingegangenen Stellungnahmen bzw. zwischenzeitlicher Entwickungen waren folgende Änderungen notwendig:

  • Das Schmutzwasserkonzept wurde dahingehend ergänzt, dass nicht mehr das Hauptpumpwerk im Karkamp genutzt werden soll, sondern das Schmutzwasser direkt in die Druckleitung Richtung Mettenhof gepumpt werden soll.
  • Im B-Plan werden die Empfehlungen des schalltechnischen Gutachtens (Anordnung von Schlafräumen, schallgedämpfte Lüftungen) eingefügt.
  • Die Grünfläche um den Teich wird als öffentliche Grünfläche in der Planzeichnung ausgewiesen.
  • Die Ausgleichsmaßnahme für die Breitflügelfledermaus wird im Schulgebäude erfolgen.

15. Dezember 2011: Gemeindevertretung

Der B-Plan Köhlerkoppel wurde mit den Stimmen von CDU und AKWG endgültig beschlossen. Die stimmberechtigten SPD-Mitglieder haben sich der Stimme enthalten. Wir finden, dass wichtige Interessen der Allgemeinheit im Plan nicht berücksichtigt wurden. Da wir aber der Meinung sind, dass eine bauliche Entwicklung in Melsdorf grundsätzlich richtig ist, haben wir uns entschieden diese trotz unserer Bedenken nicht zu blockieren.


Januar 2012: Köhlerkoppel was bleibt

Am 15.12.2011 wurde der Bebauungsplan-Plan für die Köhlerkoppel Nr. 13 verabschiedet. Nach vielen Problemen sind doch alle erleichtert, dass die Bauarbeiten beginnen können. Bei nüchterner Betrachtung sind jedoch mindestens zwei Illusionen den Bach runter gegangen.
Nicht eine Sekunde lang wurde die Renaturierung der Au ernsthaft in Erwägung gezogen. Der größte Nachteil wären die Kosten gewesen, denn Platz wäre in der Ausgleichsfläche vorhanden gewesen. Wie leider so oft war die Betrachtungsweise kurzsichtig! Es geht jedoch nicht nur um 150 m Au in Melsdorf. Es geht um Nährstoffeinträge in die Ostsee und um landesweit verhunzte Lebensräume in unseren Bächen. Und es geht auch um Kosten, die in Zukunft gespart werden könnten: ein Bachlauf, der nicht geräumt werden muss weil Ufergehölze ihn beschatten, ein Bach der weniger Kosten verursacht, weil er mäandrieren kann.

Bedauerlich ist auch, dass es nicht gelungen ist einen kurzen Weg für kurze Beine zwischen dem Baugebiet und dem Karkamp (Kindergarten, Sportplatz) festzulegen. Hundekot (argumentativ immer nützlich), Entwertung der Grundstücke und Gefahren durch parkenden Verkehr, durch den die Kinder hindurch müssten! wurden unter anderem ins Feld geführt. Jedes Argument könnte umgekrempelt und entkräftet werden, denn wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Auch wenn dieser Weg direkt am Bürgerhaus verlaufen sollte.

Wir haben einen B-Plan für ein normales Wohngebiet verabschiedet, welches sich nicht von anderen Neubaugebieten abhebt. Für den Ausgleich ist nur das vorgesehen, was nach geltendem Recht erforderlich ist. Und weil der Fußweg Grundstücke entwerten könnte wurde an den öffentlichen Bedürfnissen vorbei geplant.
Dorothea Barre