Vollbeschäftigung bis 2030, aber zu welchem Preis?
geschrieben von be_admin am 30.08.2017, 23:16 Uhr


Der Nortorfer Genosse Herbert Bracker hat sich im Zuge der anstehenden Bundestagswahl mit der Aussage der Kanzlerin Angela Merkel auseinandergesetzt, dass bis zum Jahr 2030 Vollbeschäftigung in Deutschland herrschen soll.



Seine Gedanken dazu können Sie entweder hier als PDF abrufen (Link anklicken) oder Sie klicken auf die Schaltfläche Mehr..., um den Artikel direkt zu lesen.



Vollbeschäftigung bis 2030, aber zu welchem Preis?



 



Angela Merkel strebt eine Vollbeschäftigung (Arbeitslosenquote unter 3%) bis 2030 an.



Wer profitiert davon, nur die Besserverdienenden?



Die Geringverdienenden, Leiharbeiter und Menschen, die nur den Mindestlohn bekommen,



werden wieder abgehängt.



Solange die Zahl dieser Arbeitnehmer ständig steigt, ist es vielleicht zu schaffen.



Die Zahl der Leiharbeiter / Leiharbeiterinnen hat sich in den letzten 20 Jahren vervierfacht, auf ca. 1 Million.



Das kann doch nicht die Lösung sein, auf dem Rücken der Geringverdiener, eine Vollbeschäftigung zu erreichen.



Bei einer Umfrage der Bild am Sonntag haben sich 70 % der Gefragten dafür ausgesprochen, die Altersarmut zu verhindern (Platz 2 der Umfrage).



Aber solange die CDU und FDP dagegen sind, die Vorgaben der Leiharbeit zu verändern,



gleiches Geld für gleiche Arbeit, ist es einfach eine Vollbeschäftigung anzustreben.



Vollbeschäftigung darf es nur geben, wenn alle Arbeitnehmer davon profitieren.



Es darf kein Arbeitnehmer, keine Arbeitnehmerin mehr geben, der/die eine Aufstockung beantragen muss, da ihr Verdienst unter der Armutsgrenze liegt.



Auch die Rentner/Rentnerinnen sollten nach 45 Arbeitsjahren eine Rente erhalten, die nicht unter der Grundsicherung liegt.



Eine Vollbeschäftigung darf erst angepackt werden, wenn kein Arbeitnehmer/keine Arbeitnehmerin oder Rentner/Rentnerin eine Aufstockung beantragen muss.



Dies ist nur zu erreichen, wenn die Vorgaben der Leiharbeit für den Arbeitnehmer verbessert werden, die Geringverdienenden weniger Sozialabgaben und Steuern zahlen und eine Mindestrente nach 45 Arbeitsjahren eingeführt wird.



Dies alles wird zur Zeit von der CDU und der FDP nicht unterstützt.



Die 70 % der Gefragten der Bild am Sonntag-Umfrage, die sich dafür aussprechen, dass die Altersarmut verhindert werden muss, sollten sich die Programme der Parteien genauer ansehen,



bevor sie ihr Kreuz machen. 



 



Fazit:



Vollbeschäftigung ja, aber nur wenn die Bezahlung der Leiharbeiter verbessert wird und Lösungen zur Verhinderung der Altersarmut beschlossen werden.



 



Herbert Bracker



Gedruckt aus: : http://www.spd-rd-eck.de
http://www.spd-rd-eck.de/mod.php?mod=article&op=show&nr=18665