SPD Osterrönfeld

Fahrradstra├čen in Osterr├Ânfeld
Ein Antrag der SPD-Fraktion aus der Gemeindevertretung Osterrönfeld vom 18.03.2010 mit dem Vorschlag, Fahrradstraßen in den Bereichen Schulstraße, Fährstraße und Dorfblick einzurichten.
 
Einrichtung von Fahrradstraßen in Osterrönfeld
 
Schmale Dorfstra├če in Osterr├ÂnfeldSeit Jahren ist die kritische Verkehrssituation für Radfahrer und Fußgänger in der Dorfstraße bekannt. Da eine bauliche Veränderung und eine Realisierung der Dorfkernplanung auf absehbare Zeit nicht zu erwarten ist, kann mit der Einrichtung von Fahrradstraßen im Dorfkern kurzfristig und kostengünstig wenigstens teilweise eine Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fahrradfahrer erreicht werden. Indem Verkehrsströme entflochten und auf die vorhandenen Straßen besser verteilt werden, profitieren letztendlich nicht nur die Fahrradfahrer, sondern auch Fußgänger und Kraftfahrer von der Maßnahme.
 
Fahrradfahrer können nur dann von der gewohnten Route entlang der gefährlichen Dorfstraße weggelockt werden, wenn die Attraktivität von alternativen Routen gesteigert wird. Eine derartige Attraktivitätssteigerung stellt die Einrichtung von Fahrradstraßen dar, weil Fahrradfahrer dort gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern bevorrechtigt sind.
 
Ihre Meinung zählt!
Wie kann die mangelhafte Verkehrssicherheit erhöht werden und wie beurteilen Sie die Lage?
Schreiben Sie uns über unser Kontaktformular oder per E-Mail.
 
Was ist eine Fahrradstraße?
  • Straßen, die als Fahrradstraße gekennzeichnet sind, dürfen nur von Radfahrern befahren werden.
  • Andere Fahrzeugführer als Radfahrer dürfen Fahrradstraßen nur benutzen, soweit dies durch ein Zusatzschild zugelassen ist. Sie haben sich dann dem Radverkehr unterzuordnen.
  • Auf Fahrradstraßen gelten die allgemeinen Verkehrsvorschriften.
  • Alle Fahrzeuge dürfen dort nur mit einer maximalen Geschwindigkeit von 30 km/h fahren.
  • Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, was im allgemeinen Straßennetz nur erlaubt ist, wenn sie den sonstigen Verkehr nicht behindern.
Durch die Kennzeichnung als Fahrradstraße wird die Fahrbahn primär dem Radverkehr zur Verfügung gestellt. Dies kann dort erfolgen, wo der Radverkehr die vorherrschende Verkehrsart ist oder dies alsbald zu erwarten ist. Der Kraftfahrzeugverkehr ist normalerweise ausgeschlossen, kann mit einem entsprechenden Zusatzschild aber zugelassen werden. Kraftfahrzeuge dürfen dann die Fahrradstraße mit maximal 30 km/h befahren. Da Fahrradstraßen die gesamte Fahrbahn umfassen können und andere Fahrzeuge nur ausnahmsweise zugelassen werden, sind sie eine besonders attraktive und sichere Lösung für die Führung des Radverkehrs.
 
Darüber hinaus können Fahrradstraßen den Radverkehr durch das Angebot attraktiver Verbindungen (z. B. „Dorfblick“ – Verbindungsweg über die Wehrau zur Bahnhofstraße) wirksam fördern und so dazu beitragen, die Fahrradnutzung zu steigern. Durch die gleichzeitige eingeschränkte Zulassung des übrigen Fahrzeugverkehrs sind Fahrradstraßen ein Element der kommunalen Verkehrsberuhigung und Verkehrsverlagerung.
 
Verkehrssicherheit
Die deutliche Kennzeichnung von Fahrradstraßen führt zu einer besonders vorsichtigen Fahrweise der ausnahmsweise zugelassenen Kraftfahrzeuglenker. Dadurch kommt es zu weniger Unfällen und auch die Unfallschwere nimmt ab. Durch die Einrichtung von Fahrradstraßen wird die Geschwindigkeit der Kraftfahrzeuge auf ein verträgliches Maß reduziert. Durch die Möglichkeit der Nutzung der gesamten Fahrbahnbreite für den Radverkehr wird auch die Gefährdung für den einzelnen Radfahrer vermindert, die sich aus bislang unzureichend dimensionierten Radverkehrsanlagen ergibt.
 
Förderung des Radverkehrs
Fahrradstraßen unterstützen die Fahrradnutzung. Radfahrer erleben auf Fahrradstraßen, dass sie hier bevorrechtigte Verkehrsteilnehmer sind und von der Kommune als solche auch erwünscht sind. Mit der Einrichtung von Fahrradstraßen wird die bislang selbstverständliche Bevorzugung des motorisierten Verkehrs bezüglich der Flächenzuweisung und verkehrsrechtlichen Bevorzugung umgekehrt. Dies trägt zu einer verstärkten Nutzung des Fahrrades bei und fördert den Umstieg von anderen Verkehrsmitteln auf das Rad.
 
Kennzeichnung
Das Zeichen 244 StVO kennzeichnet eine Fahrradstraße. Mit Zeichen Z 244a wird das Ende der Fahrradstraße ausgeschildert. Mit einem Zusatzschild 1020-30 "Anlieger frei" kann der Kraftfahrzeugverkehr mit den schon erwähnten Beschränkungen zugelassen werden.
Fahrradstra├če Eingangsschild
Fahrradstra├če Zusatzschild f├╝r Anliefer frei
Fahrradstra├če Ende
Z 244: Fahrradstraße
1020-30: Anlieger frei
Z 244a: Ende der Fahrradstraße
Nach den "Empfehlungen zur Radverkehrsplanung" (ERA 95) sollen Fahrradstraßen Vorfahrt gegenüber anderen Erschließungsstraßen erhalten.
 
Einrichtung von Fahrradstraßen
Radfahrer sind in Fahrradstraßen die Bevorrechtigten und dürfen nebeneinander radeln. Durch die Kennzeichnung als Fahrradstraße wird anderer Fahrzeugverkehr in der Regel ausgeschlossen. Damit im Zuge von Fahrradstraßen liegende Grundstückszufahrten und ggf. sonst erforderliche Verbindungen auch weiterhin erreichbar sind, wird es erforderlich sein, Kraftfahrzeugverkehr unter bestimmten Bedingungen zuzulassen. Dieser ist auf Fahrradstraßen Gast und muss sich entsprechend dem Radverkehr unterordnen. Die Verwaltungsvorschrift zur StVO regelt, unter welchen Bedingungen anderer Fahrzeugverkehr als Radverkehr dort zugelassen werden kann. Der zugelassene Kraftfahrzeugverkehr soll sich nach Möglichkeit auf den Anliegerverkehr beschränken. Die Einhaltung der maximal zulässigen Geschwindigkeit von 30 km/h für alle Fahrzeugführer könnte zusätzlich, insbesondere wenn die Fahrradstraße als Vorfahrtstraße gekennzeichnet wird, durch bauliche Maßnahmen (z. B. Aufpflasterungen, Markierungen) unterstützt werden.
Dem ruhenden Verkehr ist im Bereich der Fahrradstraßen bzw. im Verlauf von Fahrradrouten allgemein besondere Aufmerksamkeit sowohl bei der Planung als auch bei der Überwachung zu widmen.
 
Fahrradstraßen müssen entsprechend ihrer Zweckbestimmung auch für den Ortsfremden eindeutig erkennbar und nach Beschaffenheit und Zustand für den Radverkehr zumutbar sein. Die bauliche Gestaltung des Beginns und des Endes einer Fahrradstraße ist neben der Anordnung der Verkehrszeichen wichtig für ihre schnelle und sichere Erkennbarkeit und somit für die Verkehrssicherheit. Meistens werden hervorgehobene straßenbauliche Gestaltungselemente (wie Aufpflasterungen, Fahrbahnverengungen) ausreichen. Die Fläche für den ausnahmsweise ein- und ausfahrenden Kraftfahrzeugverkehr sollte dabei so klein wie möglich bemessen werden. Gleiches gilt im Verlauf der Fahrradstraße an jeder die Fahrradstraße kreuzenden oder einmündenden Straße.
 

Der SPD-Antrag wurde in der Gemeindevertretung am 18.03.10 diskutiert und zur weiteren Beratung in den  Werk- und Verkehrsausschuss verwiesen. Dort wurde der Antrag nun bereits mehrfach beraten.   Es soll nun ein Planungsbüro weitere Analysen und Lösungsvarianten erstellen.
 
Weitere Infos zum Thema erhalten Sie auf der Hauptseite zur Verkehrssicherheit [mehr].
 
Verkehrskonzept
Verkehrskonzept: Ideen und Hinweise gesucht!
UNTERSCHRIFTENAKTION
Wetter in Osterr├Ânfeld
Osterr├Ânfeld im Blick

Amtsverwaltung Osterr├Ânfeld

Die Amtsverwaltung...

Neu erschienen unter www.spd-osterroenfeld.de