SPD Osterrönfeld

Antrag gegen die Schlie├čung der Anschlussstelle West

Gemeindevertretersitzung vom 11.10.2007

Erhalt der Anschlussstelle "Osterrönfeld-West" an der Bundesstraße 202

Die SPD-Fraktion Osterrönfeld hat beantragt, dass die Gemeindevertretung sich in ihrer Sitzung am 11.10.2007 gegen die Schließung der Anschlussstelle "Osterrönfeld-West" aussprechen möge.

Die Resolution sollte folgenden Wortlaut haben:

"Die Osterrönfelder Gemeindevertretung spricht sich für den Erhalt der Anschlussstelle ‚Osterrönfeld-West’ auch über den Bau einer neuen Anschlussstelle hinaus aus. Die Anschlussstelle ‚Osterrönfeld-West’ ist unverzichtbarer Bestandteil der Bauleitplanung Osterrönfelds und dient der Erschließung von Wohngebieten und eines geplanten Gewerbegebietes. Die Leistungsfähigkeit der Anschlussstelle wurde erst in jüngster Vergangenheit durch den Bau eines Kreisverkehrs und die Erneuerung des Straßenbelages nachhaltig verbessert. Dabei wurden Steuermittel in erheblichem Umfang eingesetzt. Die Gemeindevertretung Osterrönfelds befürchtet, dass die Schließung der Anschlussstelle ‚Osterrönfeld-West’ gravierende Nachteile für die Einwohnerinnen und Einwohner Osterrönfelds mit sich bringt. Zusätzliche Umwege und die Verlagerung von Verkehrsströmen ins Dorfzentrum würden die Verkehrssicherheit und die Wohnqualität in Osterrönfeld negativ beeinflussen. Die Gemeindevertretung lehnt deshalb die Schließung der Anschlussstelle ‚Osterrönfeld-West’ an der Bundesstraße 202 ab."

B202 Anschlussstelle West Osterr├Ânfeld 
 
In den letzten Wochen tauchte bei den Osterrönfelderinnen und Osterrönfeldern immer wieder die Frage auf, ob die bestehende Anschlussstelle "Osterrönfeld-West" an der B 202 demnächst tatsächlich geschlossen werde.

Unbestritten ist, dass im Zuge der Ansiedlung der Firma REpower eine zusätzliche Anbindung des geplanten Firmenstandortes an die B 202 erforderlich wird. Die Idee einer weiteren Anschlussstelle mit Brücke über die B 202 ist jedoch nicht neu. Bereits im Zuge der Planung eines interkommunalen Gewerbegebietes mit Rendsburg (B-Plan Nr. 31) wurde erkannt, dass neben der bestehenden Anschlussstelle "Osterrönfeld-West" ein weiterer kreuzungsfreier Anschluss den Verkehr dieses Gewerbegebietes aufnehmen müsste. Dabei waren sich die beiden beteiligten Kommunen Rendsburg und Osterrönfeld klar darüber, dass sie die erforderlichen finanziellen Mittel für einen solchen Anschluss selbst aufbringen müssten.

Erst die Diskussion über die Ansiedlung der Firma REpower erbrachte die Möglichkeit einer finanziellen Beteiligung des Bundes beim Bau neuer Auf- und Abfahrten. Allerdings verknüpfte die zuständige Straßenbauverwaltung eine mögliche finanzielle Beteiligung des Bundes mit der Bedingung, bestehende Anschlussstellen zu schließen. Dies lehnt die SPD-Osterrönfeld ab. Warum?

  • Erst vor wenigen Jahren wurde mit erheblichen Steuermitteln ein leistungsfähiger Kreisverkehr gebaut, der sowohl die neuen Baugebiete "Lüttmoor" und "Franz-Pantel-Ring" als auch den ersten Bauabschnitt des interkommunalen Gewerbegebietes (B-Plan Nr. 31) an die B 202 anbindet. Mit der Schließung der Anschlussstelle "Osterrönfeld-West" würde dieser Kreisverkehr seine Funktion vollständig verlieren. Auch mit Blick auf die kürzlich durchgeführte Erneuerung der Asphaltdecke würde die Schließung der Anschlussstelle "Osterrönfeld-West" eine erhebliche Verschwendung von Steuermitteln darstellen.
  • Die Schließung der Anschlussstelle "Osterrönfeld-West" zum jetzigen Zeitpunkt würde sowohl für Einwohnerinnen und Einwohner als auch für den Lieferverkehr längere Umwege mit sich bringen. Deshalb ist die Verlagerung von Verkehrsströmen ins Dorf und eine Beeinträchtigung der Wohnqualität zu befürchten. Auch zusätzlicher Ausweichverkehr durch die ohnehin schon stark belastete Dorfstraße ist nicht auszuschließen.
  • Die Realisierung und Finanzierung einer zusätzlichen Anschlussstelle war von Anfang an als gemeinsames Projekt von Osterrönfeld und Rendsburg geplant. Da auch der Kreis und das Land größtes Interesse an einer raschen Ansiedlung der Firma REpower haben, würden mit großer Wahrscheinlichkeit jetzt sogar das Land und der Kreis in die Finanzierung einer neuen Anschlussstelle mit einsteigen.
  • Die Gemeinde Osterrönfeld hat eine relativ starke Verhandlungsposition und sollte sich vom Bund nicht mit Zuschussmitteln ködern oder erpressen lassen. Die Interessen der eigenen Einwohnerinnen und Einwohner sowie der Nachbargemeinden dürfen nicht zu Gunsten rein wirtschaftlicher Überlegungen geopfert werden.
  • Die SPD unterstützt ausdrücklich die Aussagen des Bürgermeisters, "die Gemeinden südlich des Kanals seien sich einig und müssten zusammenstehen" und es sei ein "Schulterschluss" notwendig. In der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am 27.08.2007 bzw. in der Einwohnerversammlung am 10.09.2007 hat der Bürgermeister weiterhin geäußert, dass "leistungsfähige Anschlussstellen erhalten bleiben sollen" und dass die "Schließung von Anschlussstellen nicht erfolgen solle".

Mit ihrem Antrag zur Erhaltung der Anschlussstelle "Osterrönfeld-West" unterstützt die SPD-Osterrönfeld zudem den Vorschlag des Bürgermeisters aus der letzten Einwohnerversammlung, es solle "Druckpotenzial durch die Bevölkerung" aufgebaut werden.

Es ist höchste Zeit, Osterrönfelder Standpunkte deutlich darzustellen und die Interessen vieler Einwohnerinnen und Einwohner zu unterstützen.

Der Antrag wurde von der OWG, CDU und FDP abgelehnt.
 
 
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