SPD Osterrönfeld

Logistikdrehkreuz Osterr├Ânfeld
Neuer Hafen, neues Gewerbegebiet - Viel Platz und Möglichkeiten für neues Wachstum
 
Wer oder was ist REpower?
REpower Tech-Center
TechCenter in Osterrönfeld
 
Die REpower Systems AG ist Hersteller von Windkraftanlagen, wie sie auf Land (Onshore) und auf See (Offshore) betrieben werden. Die Branche gehört mittlerweile zu den am stärksten wachsenden Wirtschaftsbereichen unseres Landes. Klimawandel und steigenden Kosten für Rohöl und Gas machen die erneuerbaren Energien zur zukunftsträchtigen Alternative und schaffen gleichzeitig tausende neue Arbeitsplätze.
REpower hat seinen Hauptsitz in der Freien Hansestadt Hamburg und betreibt weitere Standorte in Husum, Trampe (beide: Produktion/Service), Osnabrück und Rendsburg (beide: Entwicklung). Neben dem neuen Standort in Osterrönfeld wird ebenfalls eine neue Produktion in Bremerhaven realisiert. REpower beschäftig weltweit ca. 2100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Stand: März 2010) und hat über dies zahlreiche Tochterfirmen, die überall auf der Welt anzutreffen sind. Der Umsatz des Unternehmens lag im Jahr 2009/2010 bei rund 1,3 Milliarden Euro.
 
Als Mitte 2007 die Nachricht publik wurde, dass sich das Windenergieunternehmen, REpower Systems AG, mit einem Technologie- und Produktionsstandort in Osterrönfeld niederlassen will, war der Optimismus kaum zu stoppen. So titelte die Landeszeitung am 13.07.2007: "Gesamt-Investitionen von fast 50 Millionen Euro, 400 Arbeitsplätze und fast grenzenloses Wachstum".
 
Grund der Euphorie war der Vertrag zwischen REpower, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rendsburg-Eckernförde sowie der Gemeinde Osterrönfeld mit dem die größte Gewerbeansiedlung der letzten Jahrzehnte in der Region beschlossen wurde.
 
Mittlerweile, wie schreiben das Jahr 2011, bewohnt REpower das neu errichtete Technologie- und Verwaltungsgebäude ("TechCenter") an der Osterrönfelder Albert-Betz-Straße bereits seit einigen Monaten, indem rund 500 Mitarbeiter u.a. die weltweite Flotte der Windkraftanlagen überwachen und steuern. Außerdem ist dort die gesamte Entwicklung der Windkraftanlagen konzentriert.
 
Der neue Schwerlast-Hafen ist unterdessen im Mai 2011 fertiggestellt worden. Und auch die Zufahrten zum neuen öffentlichen Hafengelände über die B 202 sind Ende August 2011 freigegeben worden. Einzig und alleine die Schwerlastkräne für den Hafenbetrieb stehen noch nicht zur Verfügung, sollen aber mit Bekanntgabe des externen Hafenbetreibers bereitstehen. Hierbei bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen sicherstellen, dass die Kräne rechtzeitig vor Ort sind, wenn die ersten Kunden den Hafen nutzen wollen. Nur so ist ein reibungsloser und zukunftssichernder Start im neuen Schwerlasthafen möglich, der dann auch weitere Hafenkunden anziehen wird.
Mit der Cap San Diego konnte im Juni 2011 mittlerweile das erste Schiff am neuen Schwerlasthafen begrüßt werden (siehe Artikel).
 
Aufgrund der zurückliegenden Wirtschaftskrise sowie starkem internationalen Kosten- und Wettbewerbsdruck hat sich jedoch der bereits mit dem Vertrag im Jahr 2007 angekündigte Bau der REpower-Produktionsstätte immer wieder verschoben. Mittlerweile wird davon ausgegangen, dass sich REpower trotz optimaler Standortbedingungen in Osterrönfeld zumindest in den nächsten Jahren nicht mit einer Produktion zusätzlich zum "TechCenter" niederlassen wird. Laut Unternehmensangeben müsse vermehrt auf eine internationale Wertschöpfungkette zurückgegriffen werden, etwa durch kostengünstigere Produktion in Asien, um im Wettbewerb bestehen zu können. Darüber hinaus wird auch der von der schwarz-gelben Bundesregierung gefahrene Zick-Zack-Kurs bei der Atompolitik eine Rolle gespielt haben, wurden die regenerativen Wirtschaftsbetriebe durch unklare Ziele vielfach verunsichert und damit bei Investitionsvorhaben vorsichtiger. Hinzukommt der Sanierungsstau bei den Kanal-Schleusen sowie beim Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals, der vom Bundesverkehrsminister derzeit noch verstärkt wird und damit dafür sorgt, dass der Kanal bei Unternehmen wie Reedereien zu einem Zukunftswagnis wird. Daher wird auch jede Investition in diesem Zusammenhang genauestens geprüft. Das macht es für den neuen Schwerlasthafen nicht gerade einfacher. Aus diesen Anlass beschloss die Osterrönfelder Gemeindevertretung Mitte September 2011 auf Antrag der SPD-Fraktion eine Resolution für Investitionen in den Nord-Ostsee-Kanal [zum Artikel].
 
Auch wenn der neue Schwerlast-Hafen in Osterrönfeld aufgrund dem von REpower bis zuletzt beabsichtigen Bau einer Produktionsstätte errichtet wurde, sind die Verantwortlichen dennoch optimistisch, den Hafen mit anderen Nutzern auslasten zu können. Denn was teilweise in der Öffentlichkeit aufgrund der engen Verbindung zu REpower teilweise vergessen wird, ist, dass der Hafen für alle interessierten Unternehmen zugänglich ist und auch von Anfang an so geplant wurde.
 
 
Was REpower in Osterrönfeld plante
Neben dem bereits realisierten TechCenter plante REpower zusätzlich den Bau einer Produktionsstätte. Dort sollten u. a. die Maschinenhäuser für die 3,3 Megawatt (3.3M) Windkraftanlagen gebaut werden.
Auch wenn REpower den Bau einer Produktionsstätte in Osterrönfeld erst einmal verschoben hat, bleibt  doch derzeit noch die Hoffnung, dass sich das Unternehmen durch die Vorzüge des Osterrönfelder Standortes in einigen Jahren dennoch für den Bau der Produktionsstätte entscheidet. Dafür spricht, dass das Konzept von REpower von Anfang an die Konzentrierung von TechCenter und Produktionsstätte an einem Standort vorsah, nämlich in Osterrönfeld (Prinzip der kurzen Wege). Dieses Konzept wird erst aufgehen, wenn auch die Produktion in Osterrönfeld neben dem TechCenter angesiedelt wird.
 
 
Schwerlasthafen in Osterr├Ânfeld
Fertiggestellter Schwerlasthafen in Osterrönfeld
Was für den Osterrönfelder Hafen spricht
Als REpower seine Pläne im Jahr 2007 bekannt gab, sich für Osterrönfeld entschieden zu haben, um hier sowohl einen Produktions- als auch Technologiestandort zu errichten, hatte sich Osterrönfeld bereits gegen zahlreiche andere Städte und Gemeinden durchgesetzt. Ausschlaggebend für Osterrönfeld war die hervorrangende Infrastrukturanbindung u. a. an die Autobahn A 7 sowie A 210. Hauptkriterium war zusätzlich die direkte Lage am Nord-Ostsee-Kanal, die einen direkten Zugang zur Nord- als auch Ostsee ermöglicht. Diese Vorteile werden auch für alle anderen interessierten Unternehmen relevant sein, wenn sie über eine Ansiedlung in Osterrönfeld entscheiden werden.
 
 
Warum der Schwerlasthafen eine Chance für Osterrönfeld ist
Auch wenn der von REpower geplante Produktionsstandort nun erst einmal verschoben zu sein scheint, kann der Osterrönfelder Schwerlasthafen, als Einziger seiner Art in Schleswig-Holstein, eine zentrale Rolle für unterschiedlichste logistische Herausforderungen spielen.

Fl├╝gel f├╝r eine Windkraftanlage bei der Verladung
Flügel einer Windkraftanlage bei der Verladung
(Quelle: REpower Systems AG, Foto: REpower)
So ist die etwa Ende 2010 beschlossene Kooperation zwischen den schleswig-holsteinischen Nordsee-Häfen inkl. Osterrönfeld eine von mehreren Möglichkeiten, wie der Schwerlasthafen in Osterrönfeld genutzt werden könnte [mehr]. Möglich ist etwa, dass Osterrönfeld bei dem Bau der Offshore-Windparks in der Nordsee als Logistikdrehkreuz dienen könnte. Bisher werden viele Komponenten für Windkraftanlagen, etwa Flügel aus Dänemark, über die Autobahn A 7 transportiert. Auf dem Weg zum Hafen in Brunsbüttel, von wo aus der Bau der Offshore-Windparks logistisch abgewickelt werden soll, könnten nun durch die Einbeziehung Osterrönfelds erhebliche Vorteile entstehen. So wäre ein "Shuttle" zwischen den Häfen in Osterrönfeld und Brunsbüttel denkbar, sodass die zeitaufwendigen und umständlichen Transporte über die Autobahnen vermieden und durch den Transport via Schiff erleichtert werden könnten.
 
Der Hafen in Osterrönfeld ist jedoch auch für andere Firmen abseits der Windkraftbranche interessant, so etwa für sämtliche Logistikdienstleiter sowie andere Firmen, die auf einen Schifftransport nicht verzichten können. Hierbei ermöglicht es das angrenzende neue Gewerbegebiet, dass sich interessierte Firmen direkt vor Ort ansiedeln und somit sämtliche Vorteile des Standortes Osterrönfeld ausnutzen können (siehe Kasten).
 
Nach Fertigstellung des Schwerlasthafens wird dieser durch einen Hafendienstleister betrieben. Hierzu findet derzeit noch das Findungsverfahren statt, befindet sich aber kurz vor dem Abschluss.

Viel Platz für weitere Gewerbeansiedlungen
Gewerbegebiet s├╝dlich der B202

Gewerbegebiet am neuen Hafen:

  • Grundstücksgröße gesamt: 150.000 m²
  • Terminalfläche (multiuserfähig): 40.000 m²
  • Fläche für hafengebundene Industrieansiedlung: 110.000 m²
  • Grundstücksgröße interkommunales Gewerbegebiet: 800.000 m²

 

Quelle: Neuer Hafen Kiel-Canal GmbH
www.neuer-hafen.de

Der Hafen in Osterrönfeld:

  • Kaianlage Länge: 300 m
  • max. Tiefgang: 9,50 m
  • Liegeplätze: 2
  • Umschlagkapazität, Stückgut/Tag: 20.000 t
  • Verkehrsachsen: Kiel-Canal/A7/A210
  • Fertigstellung: Mai 2011
Hafengel├Ąnde und Repower
 
Wie es für Osterrönfeld weitergeht
 
Dass der zur erwartendene Stopp beim Bau eines Produktionsstandortes von REpower für Osterrönfeld alles andere als erfreulich ist, ist kein Geheimnis. Allerdings muss trotz aller jetzt aufkommenden negativen Meldungen festgehalten werden: auch wenn REpower das Produktionsgebäude erst einmal nicht in Osterrönfeld bauen wird, ist REpower durch das TechCenter bereits größter Arbeitgeber in Osterrönfeld. Damit verbunden sind auf mittlere Sicht auch Gewerbesteuereinnahmen, die der Gemeinde zu Gute kommen werden. Außerdem engagiert sich das Unternehmen bereits jetzt bei  diversen Osterrönfelder Vereinen und Verbänden sowohl durch die Mitgliedschaft der in Osterrönfeld wohnenden Mitarbeiter als auch als Sponsor in finanzieller Hinsicht.
 
Landwirtschaftskammer SH
Landwirtschaftskammer SH in Osterrönfeld
Es gilt jetzt, die enormen Vorteile des Osterrönfelder Schwerlasthafens offensiv zu vermarkten und Interessenten für diesen zu finden. Durch den Hafenbetreiber, der bald abschließend vertraglich engagiert wird, ist darüber hinaus zu erwarten, dass tragfähige Konzepte und weitere interessierte Firmen (Kunden) für den Hafen gefunden werden. Der Bund als Eigentümer des Nord-Ostsee-Kanals muss darüber hinaus dafür sorgen, dass der Kanal für die Zukunft gerüstet wird. Die Schleusen müssen daher dringend saniert, eine fünfte Schleuse wie geplant gebaut und der Kanal insgesamt wie ebenfalls seit Jahren fokussiert ausgebaut werden [zur Resolution der SPD Osterrönfeld]!
 
Dass das gesamte Gebiet um den neuen Hafen lukrativ und interessant für unterschiedlichste Branchen ist, zeigt u. a. die Ansiedlung der schleswig-holsteinischen Landwirtschaftskammer (Bild rechts) sowie des Bauernverbandes, die sich jeweils mit neuen Bürogebäuden direkt gegenüber von REpower und dem neuen Hafen niedergelassen haben. Außerdem ist das seit August 2010 eröffnete Berufliche Gymnasium für Energie [mehr] eine Erfolgsgeschichte in Osterrönfeld, war der Start der in Schleswig-Holstein einzigartigen Schule doch ein voller Erfolg, wodurch nun auch der Ausbau dieses Angebotes vorgenommen wird.



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