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Asbest

Vorgeschichte

Die Region Hannover will bzw. wollte im November 2011 die Wunstorfer ehemalige Fulgurithalde abtragen und auf zwei Sondermülldeponien nach Rondeshagen und nach Schönberg (Mecklenburg) abtransportieren lassen.
Auf der Fulgurithalde lagern Asbestabfälle. Es sollen mindestens 170 000 Tonnen  transportiert werden. Asbestfasern in der Luft können Krebs erzeugen. Die beiden Gemeinden Rondeshagen und Schönberg und die Dörfer wehren sich gegen die  Transporte, die mindestens acht bis zwölf Millionen Euro kosten.   

Es liegt seit Dezember 2011 ein Rechtsgutachten aus Mecklenburg über die Unzulässigkeit der Transporte vor. Im April 2012 hat ein Verwaltungsericht in Schleswig-Holstein auch erklärt, dass Transporte über die Straßen Schleswig-Hosteins in der bisher geplanten Form verboten sind.

Lesen Sie dazu auch die Kurzberichte über die Informationsveranstaltung der BI gegen die Asbesttransporte im Berkenthiner Sportzentrum am 22.11.2011 und die Demonstration am 27.11.2011 im Berkenthiner Boten Nr. 21. Unten einige Aufnahmen von der Informationsveranstaltung der BI und der Demonstration gegen die Asbestransporte.

 

Im Mai 2012 hat die Region Hannover das Scheitern der Asbesttransporte aus Wunstorf-Luthe auf die zwei Deponien, Rondeshagen und Schönberg in Mecklenburg-Vorpommern, eingestanden. (Siehe auch Hannoversche Allgemeine Zeitung vom Dienstag, 15. Mai 2012, S. 14)

Es ist nach wie vor unverständlich, dass das Land Niedersachsen diese Transporte vorher genehmigte, obwohl ein älteres Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg Transporte in dieser Form für nicht zulässig erklärte. Jetzt endlich kommen auch auf Druck der Bürger Regionspolitiker in Zugzwang, die Erben der früheren Firma Fulgurit für die Sanierung der Asbesthalde vor Ort in Haftung zu nehmen. Vorher hatte die Verwaltungsspitze diese Möglichkeit immer zurück-gewiesen.

 

 

Erklärung der SPD Berkenthin

erschienen am 5. November 2011 im "Markt" Ratzeburg/Mölln, Seite 9

 

SPD Berkenthin gegen Lagerung des Asbest-Schlammes im Norden

Ursprünglich sollte der Asbestschlamm, der jetzt in Rondeshagen und in Schönberg gelagert werden soll, auf einer Deponie in Hannover-Lahe entsorgt werden. Anwohner hatten jedoch gegen die lokale Anlieferung der Schlacke geklagt und Recht bekommen. Anschließend wurde auf Betreiben des Landes Niedersachsen die entsprechende Richtlinie Abfall geändert, so dass der Transport von Asbestschlamm bei Anfall von großen Mengen auch unverpackt erfolgen darf, sofern er angefeuchtet ist.

Das Land Niedersachsen hat jetzt also dafür gesorgt, dass mit größeren Mengen nicht so sorgfältig umzugehen ist! Der verseuchte Schlamm kann ab jetzt über größere Entfernungen transportiert, er muss nicht verpackt werden.

Das ist für uns der Skandal! Nach dem St.-Florians-Prinzip verschiebt Niedersachsen seine Entsorgungsprobleme an die Nachbarn. Was vorher nicht so recht passte, wird nun passend gemacht. Das Urteil des OVG Lüneburg wird dadurch ausgehebelt, indem durch die Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen (nun zu Gunsten des Landes Nieder-sachsen und deren aufgebrachter Bürger vor Ort) der Mülltourismus zugelassen wird. Und das alles ist anscheinend äußerst lukrativ.

Nach unserer Kenntnis wird der Asbestschlamm als zäher Brei nass transportiert. Wer hat sich eigentlich mit der Gefahrenabwehr befasst? Sind die örtlichen Behörden davon in Kenntnis gesetzt worden, das hier ab kommender Woche täglich ca. 1.000 Tonnen Asbestschlamm in unsere Region kutschiert werden; d.h. bei einem 12,5 Tonnen LKW sind das pro Tag 80 LKWs. Was passiert, wenn ein LKW verunglückt und seine Ladung als zäher Brei sich über die Straße ergießt? Sind unsere Feuerwehren vor Ort informiert und wissen, was dann zu tun ist? Nicht nur beim Transport, auch beim Laden und Entladen können Asbestfasern freigesetzt werden. Die Bewohner in der Umgebung und auch die Arbeiter sind davon betroffen. Die gesundheitliche Gefährdung der Bürger ist sehr hoch, wie auch der Kieler Toxikologe Dr. Hermann Kruse erläutert hat. Er hält das für nicht hinnehmbar.

Wir fordern deshalb:
Die Anlieferung muss gestoppt werden! Wir fordern keine weiteren Asbestschlämme nach Rondeshagen und Schönberg. Unsere weitere Forderung ist: Schluss mit der Deponierung in Rondeshagen 2015, wie in der Vergangenheit immer versprochen wurde.


Michael Grönheim SPD Berkenthin 
Werner Rosche SPD Berkenthin

 

Aufnahmen von der Informationsveranstaltung im Sportzentrum und von der Demonstration (Alle Fotos: SPD Berkenthin)

 
ÖPNV Streckenplan Berkenthin

  Steckenplan ÖPNV Hsg. SPD Berkenthin

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Kathrin Wagner-Bockey