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Seniorenhaus

Am 17. Mai 2008 hatte die SPD-Kreistagsfraktion in Zusammenarbeit mit dem SPD-Ortsverein Berkenthin zu einer Veranstaltung in das Seniorenhaus Berkenthin zu einer Veranstaltung "Wohnen im Alter" eingeladen.

Alte Menschen lassen sich nicht gern verpflanzen

„Alte Menschen lassen sich nicht gern verpflanzen – aber vielfach geht es nicht mehr ohne diesen Einschnitt.“ Dies war eine Aussage von Helmuth Schmidt, Vorsitzender des Seniorenbeirats der Stadt Mölln auf einer Podiumsdiskussion, zu der die SPD-Kreistagsfraktion unter Leitung von Monika Brieger in das DRK Seniorenhaus Berkenthin eingeladen hatte. Das Thema der Veranstaltung lautete „Wohnen im Alter – aktiv bleiben in einem seniorengerechten Umfeld“.

Helmuth Schmidt ist sein Leben lang aktiv geblieben. Seit nun mehr fast 17 Jahren tritt er als Sprachrohr für die Belange älterer Menschen nicht nur in Mölln, sondern auch auf Kreisebene und darüber hinaus im Seniorenparlament des Landes Schleswig-Holstein auf. Er plädiert dafür, rechtzeitig mit eigener Willensfähigkeit und ohne Druck mit seinen nahen Angehörigen das Thema Pflege und Wohnen im Alter zu besprechen und zu regeln. Dazu bietet sich die Patientenverfügung an.

Silke Amrhein berichtete von ihrer Arbeit im Pflegeberatungsbüro in Mölln. Diese Anlaufstelle steht pflegenden Familienangehörigen mit Rat zur Seite. Auch Frau Amrhein kennt den Wunsch vieler Pflegender und Pflegebedürftiger, in ihrem vertrauten Umfeld weiterhin wohnen zu bleiben. Doch spätestens, wenn eine 24-Stunden-Rundumbetreuung unumgänglich wird, muss als Alternative ein Betreuungsplatz in einem der Pflegeeinrichtungen im Kreis bereit stehen. Dann hilft das Pflegeberatungsbüro sehr gerne.

Elisabeth Bartsch, als Leiterin des DRK Seniorenhauses in Berkenthin, die Hausherrin an diesem Abend, stellte ihre Einrichtung vor. Das Haus hat 80 Pflegebetten mit einem sehr hohen Qualitätsstandard, der in der Vergangenheit bei externen Prüfungen immer erreicht und übertroffen wurde. Es ist eindeutig festzustellen, dass der Pflegebedarf überdurchschnittlich in den vergangenen Jahren angestiegen ist, die Zahl der Pflegebetten diesem Anstieg aber nicht gerecht wird. Vor allem die Pflegefälle mit einer Demenzerkrankung nehmen rapide zu. Dem muss die Politik Rechnung tragen.

Staatssekretär Dr. Hellmut Körner nahm diesen Hinweis auf und berichtete von den Bemühungen der Landesregierung und des zuständigen Sozialministeriums. Er zeigte Lösungsansätze – vor allem auch für ältere Menschen auf dem Land – auf. Das Leben von mehreren Generationen unter einem Dach ist immer noch ein Leitbild. Er verwies als Beispiel auf die Planungen zu einem Miteinanderleben im sogenannten „Zukunftsdorf“ im benachbarten Bliestorf. Auch hat die Mobilität im Alter eine große Bedeutung für die Generation 60 plus.

Monika Brieger fasste die Ergebnisse des Informationsabends zusammen: Die Politik vor Ort muss die Rahmenbedingungen schaffen für eine selbstbestimmte Lebensführung im Alter. Dienstleistungen und die Weiterentwicklung von Diensten müssen sich an den Bedürfnissen der älteren Menschen orientieren. Die Qualität der Pflege darf nicht stillstehen, sondern muss sich konstant weiterentwickeln.

Zum Foto (Kreis SPD):

von links nach rechts: Elisabeth Bartsch, Dr. Hellmut Körner, Monika Brieger, Silke Amrhein und Helmuth Schmidt

 
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