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Atomausstieg

Diese Veranstaltung wurde gemeinsam mit dem SPD-Ortsverein Berkenthin durchgeführt


Einladung zur Diskussionsveranstaltung am 3. Mai 2011

Energiewende jetzt! Den Atomausstieg gestalten

Energiepolitische Konzepte für ländliche Regionen

Liebe Genossinnen und Genossen,
die nukleare Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat uns auf tragische Weise erneut gezeigt, dass Atomkraft nicht beherrschbar ist. Der Ausstieg aus dieser gefährlichen Technologie, den die SPD-Bundestagsfraktion seit langem fordert und unter rot-grüner Regierungszeit bereits beschlossen hatte, ist dringend geboten.
Denn eines ist klar: Es gibt Alternativen zur Atomkraft! Dazu muss der Umbau unseres Energieversorgungssystems hin zu den erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz verstärkt vorangetrieben werden.
Energie wird, insbesondere in Schleswig-Holstein, bereits zu großen Teilen aus Wind, Sonne und nachwachsenden Rohstoffen gewonnen. Und auch zur Verringerung des Energieverbrauchs ist hier - beispielsweise durch die energetische Sanierung von Gebäuden - in den vergangen Jahren einiges geschehen.

Viele Dörfer im Herzogtum Lauenburg setzen bereits auf erneuerbare Energien und streben eine eigenständige dezentrale Energieversorgung an. Dazu gehören unter anderem auch der Anbau und Einsatz von Pflanzen zur Gewinnung von Biogas. Dies stößt jedoch zunehmend auf Kritik in der Bevölkerung und bei Fachleuten. Monokulturen und eine Verödung von Landschaften werden befürchtet.

Gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Waltraud Wolff, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und Mitglied der Arbeitsgruppe Energie der SPD-Bundestagsfraktion, dem Landtagsabgeordneten Olaf Schulze, Energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, dem Kreistagsabgeordneten Michael Grönheim, Ausschussvorsitzender Umwelt und Planung der Gemeinde Berkenthin und dem zweiten stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Klempau, Onno Boerma, sowie Christoph Otte, Diplom Sozial-Wissenschaftler und Experte für Energiepflanzen, möchte ich mit Euch darüber diskutieren, wie der Ausstieg aus der Atomenergie gelingen kann, ohne dass er zu Lasten der Natur und der Verbraucher geht.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Hiller-Ohm, MdB in Zusammenarbeit mit dem
SPD-Ortsverein Berkenthin

 

Kurzbericht über die Veranstaltung
Den Atomausstieg gestalten

Die Veranstaltung begann mit Kurzreferaten, anschliessend gab es eine lebhafte Diskussion über wichtige Aspekte der Energieerzeugung.

Waltraud Wolff stellte einige Leitfragen zur Energieversorgung
Warum brauchen wir die Energiewende? Die Rohstoffe für die Energieerzeugung sind knapp und sind nicht umweltfreundlich, Atomenergie wird durch Kraftwerke erzeugt, die große Risiken zeigen.

Woher kommt der Strom, die elektrische und auch Wärme-Energie der Zukunft? Die dezentrale Energieversorgung mit hocheffizienter Strom- und Wärmeerzeugung und Versorgung ist ein Weg. Das bedeutet auch, dass z. B. die elektrische Energie nicht mehr in Großkraftwerken erzeugt wird, sondern die Erzeugung vor Ort übernommen wird, z. B. durch Stadtwerke oder andere Unternehmen. Dazu zählen auch Biomasse-Anlagen, die aber in der Leistung begrenzt sein müssen. Hier stelle sich die Frage, ob sie ökologisch vertretbar sind.

Für den Bürger wird es immer wichtiger, wie Energie gespart werden kann, z. B. im Haushalt oder auch für die Hauseigentümer mit einer Gebäudesanierung.

Olaf Schulze erläuterte, dass 1% der Flächen in SH für Windparks genutzt werden kann. Heute werden oft alte Windenergieanlagen abgebaut und durch höhere ersetzt. Es fehlen aber immer mehr Netze, die die Energie von den Windparks weiterleiten können, z.B. in den Süden der Bundesrepublik.

Christoph Otte setzte sich mit den Problemen der Biogasanlagen auseinander. Er stellte die Frage, wie umweltfreundlich Biogasanlagen überhaupt sind. Er forderte, die Förderung herunterzufahren.

Michael Grönheim forderte, die Biogasanlagen auf 500 kW zu begrenzen und auch auf eine Fruchtfolge festzulegen, um eine Vermaisung der Landschaft zu vermeiden. Gegebenenfalls müssen auch andere Maßnahmen überlegt werden.

Onno Boerma aus Klempau stellte eine privilegierte Biogasanlage bis max. 500 kW elektrischer Leistung vor. Mit einem BHKW  mit 150 kW elektrischer Leistung am Standort der Biogas-Anlage, und einem zweiten BHKW mit 350 kW elektrischer Leistung am Standort der Gärtnerei Jordt in Richtung Krummesse. Diese Anlage wird über eine Mikrobiogasleitung durch die Biogasanlage aus Klempau versorgt. Die anfallende Abwärme  heizt im Winter die Großgärtnerei und das Wohngebäude. Große Mengen an Heizöl werden hierdurch eingespart und verbessern die Umweltbilanz! Besonderen Wert legte die Gemeindevertretung von Klempau auf die standortnahe Güllenutzung (dadurch keine Gülletransporte), Verarbeitung von nachwachsenden Rohstoffen,  Nahwärmenutzung und geringen und gelenkten Anlieferverkehr von Biomasse. 

In der Diskussion spielte die Weiterleitung der Energie durch Freileitung und Erdkabel eine große Rolle. Die fehlenden Stromtrassen bremsen den Ausbau der regenerativen Energie. Die großen geplanten großen Windparks, z.T. auf See und die Solaranlagen benötigen für den Transport nach Süden diese Stromtrassen. Biomasse- und Erdwärmeanlagen haben mehr dezentrale Bedeutung.

 

Einige Fotos der Veranstaltung (Fotos: SPD Berkenthin)

Gabriele Hiller-Ohm, MdB

 

 

Michael Grönheim, Kreistagsabgeordneter, Gemeindevertreter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Onno Boerma, SPD Berkenthin, stellv. Bürgermeister Klempau

Diskussionsrunde

 

 
ÖPNV Streckenplan Berkenthin

  Steckenplan ÖPNV Hsg. SPD Berkenthin

Wetter in Berkenthin
Gabi Hiller-Ohm, MdB

Kathrin Wagner-Bockey