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Pro ÖPNV


Auszug aus dem Berkenthiner Boten

Pro ÖPNV — Für Berkenthin und Umgebung

Seit langem beklagen wir schon die schlechte Einbindung Berkenthins in den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Wir hatten die Hoffnung, dass sich durch die Neuplanung des Kreises zum Fahrplanwechsel im August 2010 etwas verbessert. Doch leider müssen wir feststellen, dass sich zwar das Grundliniennetz in Verbindung mit der Schülerbeförderung verfeinert hat, aufgrund der nur halbherzigen finanziellen Ausstattung durch den Kreistag diese „Reform“ aber bereits jetzt die Luft ausgeht, indem zwar ein Angebot erweitert, aber von vielen Bürgern nicht als attraktiv angesehen wird. ÖPNV ist nicht kostendeckend, wird immer bezuschusst werden! ÖPNV gehört zur weitgehend unabhängigen Mobilität eines jeden einzelnen sein! Wir befürchten aktuell, dass die neuen Verbindungen nicht angenommen werden.
Warum nutzen so wenig Bürger die Busse? Woran liegt es? Vielleicht fahren sie nicht oft genug, zur unpassenden Zeit oder sie fahren nicht pünktlich oder zuverlässig? Andererseits, wenn sie fast leer fahren, besteht vielleicht gar kein Bedarf, die Busse einzusetzen? Tatsache ist weiterhin, die Busse haben zu wenige Fahrgäste. Dabei fehlt uns ein häufiger und regelmäßiger ÖPNV im ländlichen Raum; denn
·  viele Bürger haben kein Auto,
·  Familien sind gezwungen, zwei Autos zu unterhalten,
·  Touristen erreichen nur schlecht nahe gelegene Orte,
·  der CO2-Ausstoß und ein hoher Energieverbrauch belasten die Umwelt.
Ein großes Problem ist zudem die Frage: Wann fahren Busse und wohin?
Wer einmal versucht hat, mit dem ÖPNV von Berkenthin nach Mölln, Bad Oldesloe oder Lübeck und zurück zu fahren, weiß, wovon die Rede ist.
Ein anderes Problem sind die Tarife. Wenn man den Bus in Richtung Lübeck nutzen will, wird in ein anderes Tarifgebiet gewechselt, vom HVV in das Gebiet der Stadtwerke Lübeck.
Beispiel 1: Linie 8770 Berkenthin - Lübeck Fegefeuer oder ZOB mit umsteigen in Kronsforde 4,10 €.
Beispiel 2: Linie 8771 Berkenthin – Krummesse 2,25 € (Auskunft Dahmetal) und dann Linie 16 (Stadtwerke Lübeck Krummesse Tannenweg (Endstation) 2,70 € = 4,95 €
Wir fordern: Das Tarifgefüge muss weiter entwickelt werden. Es muss ein Fahrplan erstellt werden, der alle Bus-Verbindungen für den Nordkreis mit Umsteigemöglichkeiten aufzeigt, einschließlich der Verbindungen mit der Bahn in Ratzeburg und Mölln. Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) sollte auf diese Verbindungen mit Umsteigemöglichkeiten auf den Fahrplänen an den Haltestellen deutlicher hinweisen. Diese Fahrpläne sollten beim Amt und in den Geschäften erhältlich sein. Sicher werden dann auch mehr Fahrgäste diese Busse nutzen.
Wir haben eine Arbeitsgruppe gebildet und werden dem HVV unsere Vorschläge und Forderungen unterbreiten.

Aus dem Berkenthiner Boten, Ausgabe 20, Januar 2011

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Presseerklärung vom 18. Mai 2010, erschienen im "Markt" Mai 2010

CDU und FDP gegen Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs im Nordkreis

Direkt im Anschluss an die Sitzung des Regionalentwicklungsausschusses des Kreistages referierte der Fachplaner der Kreisverwaltung, Andrew Yomi, in einer öffentlichen Veranstaltung der SPD Berkenthin und stellte in einer gut ausgearbeiteten Präsentation die Verkehrsplanung für den Norden des Kreises Herzogtum Lauenburg vor. Die drei Lösungsvarianten wurden auch von den LN in der Ausgabe vom 12. Mai 2010 umfassend dargestellt.
In der Berichterstattung wird angeführt, dass sich CDU und FDP bereits für die kleinste aller Lösungen im Öffentlichen Personennahverkehr stark machen, der Variante 3. Die SPD Berkenthin kritisiert entschieden diese Festlegung. Dadurch wird sich die Verkehrssituation von Berkenthin und den umliegenden Gemeinden weiter verschlechtern. Es ist für uns nicht hinnehmbar, dass die für Berkenthin schlechteste Lösung ausgewählt werden soll. Damit würden viele Orte im Norden vom öffentlichen Nahverkehr abgehängt werden. Im Süden des Kreises sind viele Verbindungen gut aufeinander abgestimmt worden. Wenn die von der CDU und FDP bevorzugte Variante 3 umgesetzt werden sollte, wären nur 64 % der Bevölkerung des Nordkreises im Liniennetz erreichbar.
Michael Grönheim (SPD), der Vorsitzende des Ausschusses Umwelt und Planung der Gemeindevertretung Berkenthin und bürgerliches Mitglied im Regionalausschuss des Kreises, sprach sich nachdrücklich für eine verbesserte Versorgung Berkenthins und den Umlandgemeinden aus. Der Zentralort Berkenthin ist schlecht mit den umgebenden Orten verbunden. Zurzeit gibt es z.B. von Rondeshagen über Berkenthin an Schultagen nur 6 Verbindungen am Tag nach Lübeck. In der Gegenrichtung sind auch nur 6 Fahrten am Tag möglich. Viele Bürger würden gern auf das zweite Auto verzichten, wenn die Busse öfters am Tag fahren würden. Am Wochenende gibt es bereits gar keinen Busverkehr nach Lübeck.
Besonders wichtig ist für die Bevölkerung der Ausbau der Verbindung nach Krummesse im Stundentakt, dort ist dann der Anschluss nach Lübeck durch den Stadtverkehr gegeben. Die SPD Berkenthin fordert grundsätzlich eine stündliche Anbindung nach Lübeck, Ratzeburg, Mölln und Bad Oldesloe von Montags bis Freitags von morgens 6.00 Uhr bis abends 20.00 Uhr. Auch am Wochenende müssen Berkenthin und seine Nachbarorte erreichbar sein. Für das Wochenende fordern wir Sozialdemokraten dann einen 3-Stundentakt bis 24 Uhr.
Das entspricht zum Teil der Variante 1, die Herr Yomi vorgestellte. Sehr wichtig für die SPD Berkenthin sind verlässliche Busverbindungen. Nur dann wird die Bevölkerung auf dieses Verkehrsmittel Bus umsteigen. „Wir brauchen eine nachhaltige und zukunftsgemäße Verkehrsplanung, die ökologisch und gesamtwirtschaftlich sinnvoll ist und die Beweglichkeit der Bürger sicherstellt, auch für die, die kein Auto besitzen“, so der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Werner Rosche.

Siehe auch Berkenthiner Bote Ausgabe 19, Juli 2010

 
ÖPNV Streckenplan Berkenthin

  Steckenplan ÖPNV Hsg. SPD Berkenthin

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Gabi Hiller-Ohm, MdB

Kathrin Wagner-Bockey