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Tim Adam

Tim Adam und Reingard Winkler
Künstler aus Kählstorf

Seit gut einem Jahr wohnen die Projektentwicklerin Reingard Winkler und der Dipl. Designer und Künstler Tim Adam in Kählstorf. Sie sind bereits nach dieser kurzen Zeit in Berkenthin recht gut bekannt geworden, da sie wesentlichen Anteil an der Aktion „Salzfisch“ hatten, die die ganze Kanalregion des Kreises umfasste. Ihr Ideenreichtum und ihre Erfahrung in der Organisation solcher Veranstaltungen trug entscheidend dazu bei, dass diese Aktion ein großer Erfolg wurde.

Wir befragten Reingard und Tim zu ihren bisherigen Kulturprojekten und zu ihren weiteren Plänen.

BB: Wie entstand die Idee zum „Salzfisch“ und wie beurteilt ihr in der Rückschau die Aktion?

Wir beteiligen uns an Arbeitsgruppen des LeaderPLUS und der LSE, die sich u.a. mit der touristischen Entwicklung unserer Region befassen. In Zusammenarbeit mit der Vorsitzenden des Kulturausschuss der Gemeinde, Gisela Bockholdt, entstand dabei die Idee zu der Aktion. Wir wollten damit an die vorangegangenen Kanaljubiläen anknüpfen, und so das „Wir“-Gefühl der Gemeinden am Kanal weiter verstärken. Vielleicht ist das eine gute Grundlage, um gemeinsam Pläne für einen „sanften“ Tourismus zu entwickeln. Rückblickend können wir sagen, dass die Veranstaltungen der Aktion „Salzfisch“ überwiegend sehr erfolgreich waren, vor allem auch in Berkenthin. Die enge Zusammenarbeit mit dem Kulturausschuss trug dazu bei, dass das Fest hier zu einem der Höhepunkte der Aktion geriet, darüber hinaus entstanden viele gute menschliche Kontakte.

BB.: Es ist euer Anliegen, Kultur und Tourismus miteinander zu verknüpfen. Welche Möglichkeiten ergeben sich dafür nach eurer Erfahrung?

Wir haben bereits zwei erfolgreiche Kulturprojekte durchgeführt. Im Jahre 1999 das projektNULL, ein Kunstpfad zwischen Selent und Plön, und das projektEINS im Jahre 2000, ein Kunstpfad am historischen Ochsenweg zwischen Nortorf und Rendsburg. Beide Projekte, die sich über viele Kilometer erstreckten, konnten zu Fuß oder mit dem Fahrrad „erwandert“ werden und entwickelten sich zu kleinen touristischen Attraktionen. Die Erfahrungen, die wir dort gesammelt haben, würden wir hier gerne einbringen, weil wir meinen, dass unsere Region gute Voraussetzungen für ähnliche Projekte bietet.

BB: Habt ihr schon konkrete Pläne dazu entwickelt?

Wir denken dabei besonders an den Ratzeburger See, der landschaftlich wie historisch zur künstlerischen Gestaltung vielfältige Möglichkeiten bietet, in die aber auch unsere Region mit einbezogen werden kann. Wir stellen uns vor, dass die Kunstwerke eines Kunstpfades dort teilweise wechseln, teilweise aber auch dauerhaft installiert werden, um so den Pfad zu einer ständigen Einrichtung werden zu lassen.

BB: Welche Chancen seht ihr für die Verwirklichung eines solchen Projektes?

Zur Zeit sehen wir wenig Möglichkeiten zur Umsetzung, da die Fördermittel im kulturellen Bereich sehr gekürzt wurden, z.T. wurden sogar bereits erteilte Zusagen zur Unterstützung nicht eingehalten. Dadurch wird unsere Arbeit oft erschwert, und es kann auch schon mal dazu führen, dass man den Mut verliert. Auch aus Mitteln für den Tourismus werden Kulturprojekte nur begrenzt gefördert. Da wir aber bei kleineren Gemeinden in der Regel viel Unterstützung fanden, hoffen wir weiter auf ihre Hilfe bei unseren Aktionen, mit denen wir Verständnis für künstlerische Arbeit entwickeln wollen. Unsere Pläne für den Ratzeburger See liegen im Augenblick nur auf Eis, abgeschrieben haben wir sie nicht.

BB: Wie könnte unsere Gemeinde mit euch in naher Zukunft zusammenarbeiten?

Wir würden gerne dazu beitragen, Berkenthin zu einem kleinen künstlerischen Zentrum unserer Region zu entwickeln und planen für das nächste Jahr ein Bildhauersymposion hier in Kählstorf. Es wäre uns jedoch lieber, wir könnten es in Berkenthin durchführen, um eine breitere Öffentlichkeit damit zu erreichen. Vielleicht kann uns die Gemeinde einen Raum zur Verfügung stellen, der es ermöglicht, uns bei der Arbeit zuzusehen und so Einblick in künstlerisches Schaffen zu erhalten. Wir wissen aus Erfahrung, dass die Presse gerne über Kunstprojekte berichtet, damit Besucher zusätzlich einen Reiz erhalten und so auch dazu beitragen, für die Kanalregion zu werben. Davon können wir alle in vielfacher Hinsicht profitieren.

 
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