Standort: → BerkenthinIm InterviewM. Dohrendorf
Navigation
Mitglied werden

QR-Code

Martin Dohrendorf

Martin Dohrendorf
Vorsitzender der Schützengilde Berkenthin

Es herrschte großer Andrang auf dem Schießstand im Sportzentrum.
Mannschaften zu je vier Personen aus Berkenthin und den umliegenden Gemeinden haben sich eingefunden, um an dem Pokalschießen um den Amtspokal der Schützengilde Berkenthin teilzunehmen. Mitten unter ihnen Martin Dohrendorf, gebürtiger Berkenthiner, Oberst der Schützengilde und somit Vorsitzender des hiesigen Schießsportvereins. Petra Rehse und Michael Grönheim führten mit ihm am Mittwoch vor Himmelfahrt das Interview.

BB: Herr Dohrendorf, auf dem Schießstand ist heute mächtig was los!

Dohrendorf: Ja, die Schützengilde hat traditionell in der Woche zu Himmelfahrt zum Amtspokal eingeladen und viele Mannschaften von Feuerwehren, Sportvereinen und Parteien, aber auch Firmen und andere Institutionen der umliegenden zum Amt gehörendenden Gemeinden haben sich angemeldet, um an dem Pokalschießen teilzunehmen. Dabei bilden vier Schützen eine Mannschaft. Jeder einzelne gibt auf eine Distanz von 50m mit einem Kleinkalibergewehr zehn Wertungsschüsse ab. Die jeweiligen Ergebnisse werden zusammengefasst und führen zu einer Mannschaftswertung. Im vergangenen Jahr ging der Amtspokal an die Freiwillige Feuerwehr Berkenthin, den diese jetzt verteidigen will.

BB: Wird der neue Schützenkönig jetzt auch schon ermittelt?

Dohrendorf: Nein, das findet bei uns in Berkenthin traditionell immer am Sonnabend vor Pfingsten statt. Dann geben die Königsanwärter einzeln und verdeckt jeweils ihre drei Schüsse ab. Das Ergebnis wird bis abends geheim gehalten. Gegen 21:30 Uhr steht dann fest, wer im kommenden Jahr die Berkenthiner Schützen „regieren“ darf. Die beim Schiessen jeweils zweit- und drittplatzierten Schützen werden zum 1. und 2. Ritter ihrer neuen Majestät ernannt und repräsentieren die Berkenthiner Schützengilde bei Einladungen und Umzügen befreundeter Schützenvereinen.

Es gibt noch vier weitere Königswürden zu erringen. Die Damen schießen ihre eigene Königin aus, ebenso die Jugend von 14 bis 21 Jahren. Neu hinzu kommen jetzt die Kinder, die einen eigenen Minikönig ausschießen. Seit dem Jubiläums-Schützenfest 2000 zum hundertjährigen Bestehen kann man in Berkenthin auch die Würde eines Volkskönig erlangen. Diese Königswürde wurde von Walter Peterson, Drosselweg, gestiftet und wird extra an Nichtmitglieder der Schützengilde vergeben und beinhaltet keinerlei Verpflichtung.

BB: Wie sehen Sie die Unterstützung der Gemeinde?

Dohrendorf: Die Unterstützung ist sehr gut. Bei der Planung des Sportzentrums wurden wir schon frühzeitig miteingebunden. Dies führte dazu, dass wir seit 1991 hier oben eine unterirdisch angelegte Schießanlage unterhalten, auf der wir die Möglichkeit haben, das ganze Jahr über zu trainieren. Seit diesem Zeitpunkt können wir auch die Pistolensparte anbieten. Die Kosten für die Inneneinrichtung und Unterhaltung trägt die Schützengilde selbst, erhält aber von der Gemeinde bzw. vom Amt und vom Kreis jährlich einen Zuschuss für die Arbeit der ausgebildeten Trainer.

Ein aktiver Schütze lebt, wie jeder andere Sportler auch, für seinen Sport. Dies beginnt, sich seine eigenen Waffen zuzulegen und hört damit auf, viel Freizeit für das Training und für die Wettkämpfe zu opfern. Allein die Kosten für Munition belaufen sich bei einem Sportschützen im Jahr auf gut 150 bis 200 EUR.

BB: Wie viele Mitglieder hat die Schützengilde derzeit?

Dohrendorf: Zur Zeit sind wir 165 Mitglieder, von denen rund 40 aktiv sind. Das Schützenfest ist zwar der jährliche Höhepunkt und hat eine gewisse Tradition. Die aktiven Sportschützen sind an unseren Übungsabenden, Montag, Dienstag und Donnerstag, zumeist auf unserem Schießstand anzutreffen. Geübt wird mit Luftgewehren und –pistolen sowie Kleinkaliberwaffen Als einzige Schützengilde im Kreis bieten wir das Schießen mit der olympischen Schnellfeuerpistole an. Unsere Schützen nehmen regelmäßig und erfolgreich an Wettkämpfen auf Kreis- und Landesebene teil. Besonderen Wert legen wir auf unsere Jugendarbeit, damit wir eine solide, langfristige und sportliche Entwicklungs- und Aufbauarbeit garantieren können.

Ich möchte besonders auf unser Anfänger- und Schnuppertraining hinweisen. Während unserer Trainingszeiten haben alle Interessierten Gelegenheit, unter fachkundiger Anleitung den Schießsport einmal aus nächster Nähe kennen zu lernen. Sportschützen mit langjähriger Erfahrung kümmern sich persönlich um alle "Neulinge" und die, die es vielleicht einmal werden wollen. Selbstverständlich müssen sie keine eigene Waffe mitbringen, die Vereinswaffen stehen allen Gästen zur Verfügung. Auch für Munition und Scheiben ist gesorgt. Auf unseren zehn Schießständen können unsere Gäste dann einige Probeschüsse absolvieren.

BB: Herr Dohrendorf, vielen Dank für das Gespräch und weiterhin „Gut Schuss!“

 
ÖPNV Streckenplan Berkenthin

  Steckenplan ÖPNV Hsg. SPD Berkenthin

Wetter in Berkenthin
Gabi Hiller-Ohm, MdB

Kathrin Wagner-Bockey