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Marion Muth

 

Marion Muth, Leiterin der Sozialstation Berkenthin
 

Kranken und pflegebedürftigen Menschen in schwerer Zeit Tag für Tag beizustehen und ihnen und ihren Angehörigen zu helfen, das ist das hohe Ziel der Sozialstation Berkenthin.

Auf dem Weg zu den Patienten fällt das rote Auto mit dem blauen Diakoniekreuz in und um Berkenthin immer wieder auf. Michael Grönheim unterhielt sich mit der leitenden Pflegefachkraft, Schwester Marion Muth, über die Arbeit der Sozialstation.

BB: Frau Muth, wie lange existiert bereits die Sozialstation?

Muth: Die Sozialstation in ihrer heutigen Form existiert seit 1995, dem Jahr der Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung. Die Ursprünge gehen aber auf die Gemeindepflegestationen der Diakonie zurück, die früher hier im ländlichen Raum die pflegerischen Aufgaben übernahmen. 1995 schlossen sich die Kirchengemeinden Nusse, Behlendorf, Berkenthin und Krummesse zusammen, um die Nachfrage nach Pflege abzudecken. Heute ist die Kirchengemeinde Berkenthin der alleinige Träger der Sozialstation. Es ex-istiert ein Versorgungsvertrag für die Gemeinden der Ämter Berkenthin und Nusse. Durch die Zusammenarbeit mit der Diakoniestation Ratzeburg ist unser Einzugsgebiet sehr groß und deckt fast das gesamte nördliche Kreisgebiet ab.

BB: Wieviele Mitarbeiterinnen beschäftigen Sie derzeit?

Muth: Wir garantieren eine 24 Stundenbetreuung, sind also rund um die Uhr zu erreichen. Die Sozialstation beschäftigt insgesamt 15 Mitarbeiterinnen. 7 examinierte Pflegefachkräfte sowie 7 Fachkräfte als Pflege- und Haushaltshilfen. Hinzu kommt mit Frau Römer eine Verwaltungsfachkraft. Täglich ist das Fahrzeug der Sozialstation auf vier einzelnen Touren unterwegs. Sternförmig fahren wir nach Nusse, Kastorf, Krummesse und Berkenthin und nehmen die häusliche Pflege wahr.  So erreichen wir pro Tag ca. 40 – 45 Patienten, im vergangenen Jahr waren es über 200 Betreuungsverhältnisse.

BB: Wie sieht es mit der Qualität der Pflege aus?

Muth: Einer unserer Leitsätze lautet: „Gewinnen durch gute Leistungen“. Durch ständige Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter können wir eine sehr hohe Qualität der Pflege sicherstellen. Zudem haben wir seit vergangenem Jahr unsere Organisation zukunftssicher auf eine
eventuelle Zertifizierung umgestellt. Wenn es zur Pflicht wird, so wie vom Gesetzgeber vorgesehen, dass alle Pflegestationen ein Pflegesiegel nachweisen müssen, haben wir die Vorarbeiten hierzu schon geleistet. Auf diesem hohen Niveau wollen wir weiter unsere Arbeit anbieten und dies wird von unseren Patienten auch anerkannt!

Wir leisten ganzheitliche, geplante, aktivierende und rehabilitierende Kranken- und Altenpflege. Zu unserem Angebot gehört auch die Haus- und Familienpflege, zum Beispiel war unser jüngster Patient 3 Wochen alt, da seine Mutter durch einen Unfall beide Handgelenke gebrochen hatte und unsere Hilfe dringend benötigte. Ferner leisten wir Beratung in sozialen Angelegenheiten, die die Pflege betrifft und die Betreuung Sterbender und ihrer Familienangehörigen.

BB: Sie erwähnten gerade einen Leitsatz. Welche Leitbilder hat die Sozialstation noch?

Muth: Unsere Dienstleistungen werden unabhängig von Religion, Nationalität, Lebensalter und Erkrankung erbracht. Wir wollen allen Hilfesuchenden ein Leben möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung ermöglichen. Wir orientieren uns an den Werten: Menschenwürde, Ehrlichkeit, Toleranz und Vergebung. Wir weisen keinen Hilfe- oder Ratsuchenden ab. Unsere Mitarbeiter setzen sich dafür ein, dass Alter, Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Behinderung und Sterben als würdevolle und lebenswerte Zeit erfahrbar werden.

BB: Zum Schluss noch eine persönliche Frage. Was zog Sie nach Berkenthin?

Muth: Aufgewachsen bin ich in einer kleinen Gemeinde in Rheinland-Pfalz. Nach einer Ausbildung zur Krankenschwester und Examen zog es mich nach Lübeck. Dort arbeitete ich als Pflegefachkraft im Krankenhaus. Aber es fehlte mir auf Dauer der persönliche Umgang mit den Patienten und so entschloss ich mich für die ambulante Pflege. In unserem Team hier in Berkenthin schätze ich vor allem den sehr herzlichen Umgang unter uns Mitarbeiterinnen und die Arbeit für unsere Patienten.

BB: Frau Muth, wir bedanken uns für das Gespräch.

 
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