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Rolf Römer

 

Rolf Römer

Vorsitzender des
Kirchenfördervereins Berkenthin e.V.

 

 

Einer der jüngsten Vereine in Berkenthin ist der 2002 gegründete Kirchenförderverein. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, hauptsächlich die evangelische Kirchengemeinde des Kirchspiels Berkenthin tatkräftig zu unterstützen. Friedrich Fiedler und Michael Grönheim sprachen mit dem Ideengeber, Gründungsmitglied und ersten Vorsitzenden Rolf Römer aus Berkenthin.

Herr Römer, wie kamen Sie auf die Idee, einen Förderverein in Berkenthin zu gründen?

Als Angehöriger des Bundesgrenzschutzes wurde ich 1997 aus dem Rheinland nach Lübeck versetzt. Seit 1999 wohnen meine Frau und ich hier in Berkenthin. Von Anfang an war uns beiden klar, dass wir uns auch sozial und kirchlich engagieren wollen. Ich bekam dann die Diskussion der Kirchengemeinde zur Renovierung der Kirchenfenster mit. Ich war vor allem sprachlos über rund 75.000 Euro, die diese Maßnahme die Kirchengemeinde kosten sollte, wovon die Berkenthiner gut 25.000 Euro hätten alleine aufbringen müssen.

In meiner früheren Kirchengemeinde im Rheinland hatten wir damals einen Kirchenbauverein gegründet, der sich u.a. um die Finanzierung der Kirchenglocken gekümmert hat. Diese Idee stellte ich dem Kirchenvorstand in Berkenthin vor und bekam eine positive Resonanz. Im Februar 2002 wurde der Kirchenförderverein Berkenthin e.V. mit 11 Mitgliedern gegründet. In den vergangenen zweieinhalb Jahren sind wir mittlerweile auf 43 Mitglieder angewachsen und es dürfen in der Zukunft ruhig mehr werden.

Der Verein soll also stetig weiter wachsen?

Ja, durchaus. Die Kirchengemeinde umfasst das sogenannte Kirchspiel Berkenthin mit den zugehörigen Gemeinden Rondeshagen, Klempau, Göldenitz, Niendorf, Sierksrade und Düchelsdorf. Unsere derzeitigen Mitglieder kommen zu gut 80 % direkt aus Berkenthin. Ich wünsche mir gerne mehr Mitglieder aus den anderen Gemeinden, dies fördert vor allem das Zusammengehörigkeitsgefühl. Es ist auch mein Anliegen, den Verein offen für alle, unabhängig von einer Religionszugehörigkeit, zu halten. Es gibt einige Mitglieder unseres Vereins, die nicht mehr Angehörige der evangelisch-lutherischen Kirche sind, die sich aber trotzdem bewusst für eine Mitgliedschaft in unserem Förderverein entschieden haben, weil sie wissen, das ihr Beitrag bzw. ihre Spende direkt der Kirche vor Ort zugute kommt. Das ist ihnen wichtig.

Im Sommer hatte der Verein ein erstes, wichtiges Ziel erreicht!

Richtig! Im September, rechtzeitig zu unserem Förderfest „Rund um die Kirche“, konnten wir Pastor Runge einen Scheck über 10.000 Euro für die Kirchenrenovierung überreichen. Das ist schon eine beachtliche Summe, die in den zweieinhalb Jahren zusammengekommen ist!

Grundsätzlich ist der Verein eigenständig in seinen Entscheidungen, welche Dienst- und Sachleistungen wir der Kirchengemeinde zur Verfügung stellen. Deshalb wollen wir dringend notwendige Erhaltungsmaßnahmen ebenso realisieren wie auch die Unterstützung in der Jugendarbeit, die Seniorenbetreuung und die Förderung der Kirchenmusik. Auf Initiative des Kirchenfördervereins hat sich in diesem Jahr ein Kinderchor gegründet. Im vergangenen Jahr konnten wir die Jugendgruppe mit einem CD-Player für ihren Gruppenraum unterstützen. Und im ersten Jahr stellte der Kirchenförderverein bei der Umweltlotterie BINGO einen Förderantrag und erhielt eine Zuweisung von über 7.500 Euro für die Kindergärten in Berkenthin zur Umgestaltung der Spielplätze.

Welche Aktivitäten planen Sie für die Zukunft?

Im vergangenen September haben wir zum ersten Mal ein Kirchenkino in der Kirche organisiert, das gut ankam. Wir wollen deshalb am 25. Februar 2005 zu einem weiteren
Abend einladen. Wir haben einen Kalender für 2005 zusammengestellt. Das Besondere daran: Er zeigt 12 Motive aus Berkenthin und dem Norden, die von Kursteilnehmern /-innen meines Malkurses der evangelischen Kirchengemeinde gestaltet wurde. Andreas Voßgrag aus Berkenthin hat sich bereit erklärt, die Kalender zu drucken.

Zu Sonntag, den 29. Mai planen wir ab 11:00 Uhr einen Jazz-Früh-schoppen auf dem Pastoratsvorplatz, zu dem wir viele Bürger erwarten. Wir werden uns auch im kommenden Jahr auf dem Kanalfest mit einem eigenen Stand präsentieren. Dort stellen wir unsere Arbeit vor, werben für neue Mitglieder und Interessierte können den Förderverein unterstützen mit dem Kauf von bedruckten T-Shirts, Taschen, Aufklebern und vieles mehr.

Ein wichtiges Datum ist schon jetzt der 4. Dezember im nächsten Jahr. An diesem Tag will der Kirchenförderverein rund um die Berkenthiner Kirche einen Weihnachtsmarkt organisieren, auf dem alle Berkenthiner Vereine und Institutionen ausstellen sollen. Auch hier ist für uns wichtig, ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu schaffen.

Herr Römer, wir bedanken uns  für das Gespräch!

 


 

 
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