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Die lange Nacht der guten Bildung

Veröffentlicht am 12.02.2012, 18:24 Uhr     Druckversion

Foto: Bodenburg, Habersaat, Hanser, Hahne Drei Themenblöcke diskutierte die SPD Barsbüttel auf ihrer „Langen Nacht der guten Bildung“. Jeweils etwa 30 Interesssenten waren dabei. Etwas mehr Zulauf hätten sich die Organisatoren gewünscht, trotzdem zeigten sie sich zufrieden. Hermann Hanser, der Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Barsbüttler Gemeindevertretung: „Es war gut, mal so viel Zeit zu haben, um die Bildungsangebote in Barsbüttel gemeinsam mit Eltern und den Praktikern vor Ort zu diskutieren.Martin Habersaat, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, ergänzt: „Es ist uns gelungen, wissenschaftliche Betrachtungen und landespolitische Vorhaben auf die örtliche Ebene herunter zu brechen.“ Fazit: Barsbüttel steht gut da, kann aber noch besser werden.

U3 und Kita
Den Auftakt machte Dr. Inga Bodenburg; die Bildungsforscherin erklärte, wie Lernen funktioniert, unterstrich die Bedeutung der ersten drei Jahre in der Entwicklung eines Kindes („am wichtigsten ist der Anfang“) und erklärte die Bedürfnisse eines jungen Gehirns, das alles Dargebotene und Erlebte wie ein Schwamm aufsauge. Jedes Kleinkind sei auf persönliche Bindungen angewiesen und sollte viel Bewegung erfahren. Von diesen Überlegungen ausgehend beschrieb sie eine optimal ausgestattete U3-Gruppe, in der es beispielsweise mehrere von den Kindern selbst zu erklimmende Höhenebenen, viele Fenster und Gucklöcher geben müsse. Auch räumte sie mit dem Vorurteil auf, dass ein Kind am besten immer bei der Mutter sei: „Natürlich spielt die Mutter eine wichtige Rolle, aber jedes Kind kann sich leicht bis auf fünf Bezugspersonen einstellen. Selbst die beste Mutter kann nicht alles leisten, was ein gutes Team leisten kann.“ Joachim Hahne, zuständig für die Barsbüttler Kindertagesstätten, konnte berichten, dass die meisten dieser Anforderungen in den Barsbüttler Einrichtungen umgesetzt werden. Er wünschte sich jedoch für seine MitarbeiterInnen mehr Zeit für Fortbildung und Supervision.

Grundschule und Hort
Martin Habersaat, 1983-1987 selbst Schüler der Grundschule Barsbüttel, erläuterte eingangs einige Fachbegriffe, die mit der Entwicklung des Grundschulbereichs verbunden sind: verlässliche Grundschule, offene und gebundene Ganztagsschule und Hort, um nur einige zu nennen. Reinhard Kuhl, Schulleiter der Grundschule Barsbüttel und seit bald 40 Jahren im Schuldienst, fasste seine Erfahrungen mit der Bildungspolitik der vergangenen Jahre zusammen und äußerte zwei Wünsche: Erstens solle mehr Wert auf Bildung und Erziehung in jungen Jahren gelegt werden, zweitens solle die Politik die Schulartempfehlung am Ende von Klasse vier abschaffen: „Da gibt es noch Haupt- und Realschulempfehlungen. obwohl es diese Schularten gar nicht mehr gibt.“ Regina Meyer-Brookman stellte das Konzept der Ampelmännchen vor, die in Kooperation mit der Grundschule die Ergänzungszeiten am Vormittag und die Betreuung am Nachmittag organisieren. Sie freute sich über das erfolgreiche Wachstum der Ampelmännchen in den vergangenen Jahren und hatte schon wieder neue Ziele: Künftig wollen die Ampelmännchen vermehrt Angebote für Eltern machen.

Erich Kästner Gemeinschaftsschule
Das „längere gemeinsame Lernen“ ist das Ziel sozialdemokratischer Bildungspolitik. Individuelle Förderung und nicht das Sortieren von Schülern solle im Mittelpunkt pädagogischen Handelns stehen, beschrieb Martin Habersaat die Zielsetzung. In Barsbüttel findet das längere gemeinsame Lernen an der Gemeinschaftsschule statt. Schulleiter Hartmut Johann und sein Stellvertreter Thorsten Schöß-Marquardt erläuterten die wissenschaftliche Grundlage der Gemeinschaftsschule: Ausgangspunkt waren die PISA-Studien und Darstellungen von Prof. Andreas Schleicher. Die Erich-Kästner-Schule hat die notwendigen Konsequenzen aus den Studien gezogen und ein Konzept für langes gemeinsames Lernen umgesetzt. Mit großen Erfolg, wie auch die anwesenden Schüler des nächsten Abiturjahrgangs bestätigen. Hanser brachte es auf den Punkt: „Soziale Chancengleichheit führt bei einem fördernden und nicht selektierendem Schulwesen zu einer größeren Leistungsbereitschaft und –fähigkeit aller Bürger in unserer Gesellschaft. Diese benötigen wir, um unseren Lebensstandard in Deutschland halten zu können.“

In den Pausen zwischen den Themenblöcken gab es die Gelegenheit für viele Gespräche unter den Anwesenden, bei einem Imbiss oder einem Glas Wein wurde manche Idee diskutiert und mancher Plan für die kommenden Monate geschmiedet. Fazit der SPD Barsbüttel: „Wir können uns gut vorstellen, das zu wiederholen.

Homepage: SPD-Barsbüttel


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