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Feste Fehmarn-Belt-Querung – Chancen und Risiken

Veröffentlicht am 14.03.2012, 17:57 Uhr     Druckversion

Foto: Tobias von Pein Für eines der zentralen Infrastrukturprojekte Schleswig-Holsteins der nächsten Jahre sind mutige und verantwortungsvolle Entscheidungen zum Schutz von Mensch und Natur gefragt. Über den aktuellen Stand des Projektes informierten jetzt die SPD Großhansdorf und Landtagskandidat Tobias von Pein. Sie hatten zahlreiche Entscheidungsträger und Experten im Großhansdorfer Studio 203 versammelt. Über 70 Gäste wurden von Reinhard Niegengerd, SPD, begrüßt.

Das Tunnelprojekt wurde mit neuesten Planungen von Obinna van Capelleveen von der staatlich, dänischen Femern A/S Planungsgesellschaft sehr plastisch an Hand von Planungen und Prognosen vorgestellt.
Folgende drei Arbeitsschwerpunkte sind fĂĽr 2012 geplant:
Ausarbeitung der Planfeststellungsunterlagen (UVS)
Vorbereitung der Ausschreibung der Hauptbauaufträge
Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Fehmarnbelt Region

Mit dem weiteren Vorgehen: 2013 voraussichtliche Vorlage des Baugesetzes im dänischen Parlament, 2014 voraussichtlicher Baubeginn und 2020 voraussichtliche Eröffnung der Querung!

Ute Plambeck, Konzernbevollmächtigte der DB AG stellte die Bahnplanungen, speziell die Lärmschutzplanungen der DB, mit folgender Zielsetzung vor: „Den vom Schienenverkehr ausgehenden Lärm bis 2020 im Vergleich zum Jahr 2000 zu halbieren – auch unter Berücksichtigung der zu erwartenden Verkehrssteigerung!
Abschnittsweise stehen im weiteren Streckenverlauf Richtung Lübeck voraussichtlich und vorbehaltlich der Ergebnisse der technischen Prüfung und gesetzlichen Verfahren folgende Schritte an und dazu werden verschiedene Maßnahmen angewandt, wie „klassischer" Schallschutz (z.B. Lärmschutzwände (auch evtl. als Gabionen) oder Schallschutzfenster), Ausrüstung von Güterwagen mit „Flüsterbremse" und Entwicklung und Erprobung innovativer Maßnahmen an Fahrweg und Fahrzeugen (z.B. niedrige Schallschutzwände).
Auf Basis der Förderrichtlinie Lärmsanierung Schiene besteht die Möglichkeit, Lärmsanierungsmaßnahmen an der Strecke 1120 zwischen Hamburg und Lübeck umzusetzen
Nach Abschluss der schalltechnischen Untersuchungen prüft die DB AG entlang der Strecke in unterschiedlichen Abschnitten in welchem Umfang Lärmsanierung erforderlich ist und ob die Maßnahmen technisch umgesetzt werden können
Auf der „Hamburger Seite" der Strecke ist mit der Umsetzung bereits begonnen worden (z.B. Rahlstedt)
Abschnittsweise stehen im weiteren Streckenverlauf Richtung LĂĽbeck voraussichtlich folgende Schritte an:

– Zwischen 3. Quartal 2011 und 1. Quartal 2012 Start technischer Entwurfsplanung
– Zwischen 3. und 4. Quartal 2012 Einleitung Baurechtsverfahren
– Voraussichtlich ab 1. Quartal 2013 Vergabe der Bauleistungen
– Voraussichtlich zw. 3. Quartal 2013 und 2. Quartal 2014 Baubeginn!"

Regina Poersch, MdL, Wirtschafts- und Verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion:
„SPD als Moderator: Wir sagen ja zum Projekt, aber erwarten, dass die Risiken begrenzt werden. Wir nehmen die Interessen der Betroffenen auf und bringen sie in den Planungsprozess ein. Der Bund ist uns gegenüber in der Pflicht!"

Malte Siegert als Vertreter des NABU und des Bündnisses gegen die Fehmarnbeltquerung war aus grundsätzlichen und ökologischen Gründen, speziell auch für Ost-Holstein, gegen das Projekt!

Landrat Klaus Plöger: „Chancen nutzen, Risiken minimieren. So, wie Stormarn das immer macht." Außerdem rang er Ute Plambeck von der DB-AG die Zusage ab, über den Schienenpersonennahverkehr zu einer separaten Veranstaltung nach Stormarn zu kommen.

Chancen nutzen und Risiken minimieren - Das war das Résumé für den Kreis Stormarn. Wir wollen sichere, dauerhafte und gute Arbeitsplätze für die Bürgerinnen und Bürger mit guter Infrastruktur sowie eine Stärkung der Wirtschaft zwischen den Metropolen Hamburg und Kopenhagen für eine gute nachbarschaftliche Zukunft mit Skandinavien und möglichst geringen Belastungen durch Verkehr und Lärm unterstüzen!

Homepage: SPD-Stormarn


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