150 Jahre SPD

Veröffentlicht am 22.04.2013, 22:36 Uhr     Druckversion

Foto: Hans Stiefenhofer

SPD Barsbüttel feiert am 4. Mai Hans Stiefenhofer

„Ein besseres Land kommt nicht von allein“ - Unter dieses Motto hat die SPD ihre Geburtstagsfeierlichkeiten gestellt. 2013 wird die deutsche Sozialdemokratie 150 Jahre alt. Grund genug für zahlreiche Veranstaltungen bundesweit. Die deutsche Sozialdemokratie hat in ihrer Geschichte viele Akzente gesetzt.

Zunächst als soziale Bewegung, später als Partei erkämpfte sie die Demokratie und trieb den Ausbau des Sozialstaats voran. Selbst angesichts der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und das SED-Regime blieb sie ihren Grundwerten treu.

Die SPD ist in Städten und Gemeinden mit über 10.000 Ortsvereinen vertreten. Die Ortsvereine in Schleswig-Holstein haben sich vorgenommen, am 4. Mai an vielen Stellen im Land die lokale Verwurzelung ihrer Partei aufzuzeigen. In Erzählcafés, bei Stadtrundfahrten oder anderen Veranstaltungen. Die SPD in Barsbüttel hat sich entschieden, am 4. Mai den Sozialdemokraten und ehemaligen Bürgermeister Hans Stiefenhofer (1902 - 1963) in den Mittelpunkt zu stellen, nach dem der Rathausplatz der Gemeinde benannt ist.

Am 4. Mai um 15.30 Uhr wird es zunächst einen kleinen Festakt vor dem Rathaus geben, bei dem Martin Habersaat, der stellvertretende Vorsitzende der SPD Landtagsfraktion und selbst Barsbütteler, auf das Leben und Wirken von Hans Stiefenhofer eingehen wird. Ab 16.00 Uhr soll dann gegrillt werden. Der Ortsvereinsvorsitzende Sebastian Bernt und Hermann Hanser, Vorsitzender der SPD-Fraktion Barsbüttel: „Für Bildung und Gemeinschaft in Barsbüttel hat die SPD viel erreichen können. Und wir haben auch noch viel vor. Zunächst aber freuen wir uns, am 4. Mai einfach mal mit allen zu feiern, die Lust dazu haben.“

 

Hans Stiefenhofer

22.10.1902

Hans Stiefenhofer wird in Hamburg geboren.

1916

Stiefenhofer muss das Gymnasium verlassen, nachdem sein Vater im Krieg gefallen war und seine Mutter das Schulgeld nicht mehr zahlen konnte. Sie gab ihren Sohn bei einem Schmied auf Fehmarn in die Lehre.

1920er 

Stiefenhofer wird Mitglied der Gewerkschaft Bau-Steine-Erden.

1930er

Im Gesangsverein der Hamburger Maurer erfährt Hans Stiefenhofer, dass in Barsbüttel von den Bauern günstige Grundstücke verkauft werden.

1934/35

Bau eines kleinen Steinhauses mit Hilfe von politischen Freunden auf dem Grundstück am 2. Bergredder; nach diversen Umbauten noch heute im Familienbesitz.

1939-45

Hans Stiefenhofer ist stark sehbehindert und damit für den Kriegsdienst untauglich. Er wird dienstverpflichtet und muss seinen Arbeitseinsatz in der Rüstungsindustrie in Glinde leisten. Er fährt täglich mit dem  Fahrrad nach Glinde.

Mai 1946

Gründung des SPD-Ortsvereins Barsbüttel. Die SPD ist die älteste Ortspartei in Barsbüttel. Zu den Gründungsmitgliedern gehört Hans Stiefenhofer. Es sind 25 Mitglieder. Erster Vorsitzender wurde kurz darauf Heinrich Heike (geb. 1912 in Leipzig), der von 1948 – 1982 auch Gemeindevertreter war.

Sep. 1946

-

Nov. 1948

Hans Stiefenhofer wird erster gewählter Bürgermeister von Barsbüttel, von der britischen Militärregierung bestätigt. Er ist nun Gewerkschaftssekretär bei der IG Bau-Steine-Erden.

11.11.1948

Gründung des BSV (Barsbüttler Sportverein).  Mitbegründer ist

Hans Stiefenhofer. Dessen Nachfolger als Bürgermeister wird Willi Johannsen.

1948-1955

 

Hans Stiefenhofer ist Gemeindevertreter, zeitweise SPD-Vorsitzender, Vorsitzender des Bauausschusses, BSV-Vorsitzender von 1949-1952.

1955 - 1962

Nach der Gemeindewahl 1955, bei der die SPD die Mehrheit erringt, wird Hans Stiefenhofer wieder Bürgermeister. 

Mit 185% ist Barsbüttel 1955 die am stärksten mit Flüchtlingen belegte Ortschaft in der Bundesrepublik.

1956 setzt Stiefenhofer den Bau der Frischwasserversorgung gegen die Stimmen der Bevölkerung durch.

1959 wird die erste Turnhalle der Gemeinde auf dem Schulgelände am Soltausredder eingeweiht.

In diese Jahre fallen die Erschließung des Baugebietes Ellerhoop und die Beschlüsse zur Bebauung der Thorkoppel.

1962

Die SPD gewinnt zwar die Wahl (8 Sitze), aber die CDU (6 Sitze) und die Wählergemeinschaft (3 Sitze) wählen Carl Bronsart von Schellendorff zu ihrem Bürgermeister. Mit der Stimme von Hans Dreher holt dieser seinen späteren Schwiegervater Hans Stiefenhofer vom Thron. Hans Dreher wird Amtsvorsteher und bleibt es bis zur Amtsauflösung 31.12.1973.

20.2.1963

Hans Stiefenhofer stirbt in Barsbüttel

1974

Im Rahmen der kommunalen Neuordnung werden Stellau, Stemwarde und

Willinghusen zur amtsfreien Gemeinde Barsbüttel eingemeindet. Bis dahin bildeten die eigenständigen Gemeinden das Amt Barsbüttel.

1976

Nach dem Bau des Rathauses an der Hauptstraße, das für die neue Gemeinde erforderlich geworden war, wird der Rathausmarkt „Stiefenhoferplatz“ benannt.

Homepage: SPD-Barsbüttel


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