Neuer Schwung in der Stadt-Umland-Politik

Veröffentlicht am 30.04.2018, 21:03 Uhr     Druckversion

Auf Einladung des SPD Amtsverbandes Hürup kam die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange zu einem Gespräch über die Stadt–Umland Politik am 25.04.2018 in den Freienwill Krug.

In der gut besuchten und vom SPD-Kreistagskandidaten Burkhard Gerling moderierten Veranstaltung ging zunächst Jörg Damberg auf die bisherigen Ansätze der Stadt–Umland Kooperationen ein.
Gerd Stehr verdeutlichte die jeweiligen Interessenlagen der Stadt Flensburg und des Umlandes, wies auf die bestehenden Verflechtungen hin und zeigte aktuelle Problementwicklungen und Handlungsherausforderungen auf: den Bedarf an Gewerbe- und Bauflächen in Flensburg sowie in den Umlandgemeinden, Stadt- und Landflucht, Konkurrenzen um „zahlungskräftige“ Einwohner und die Anpassung der politischen, kulturellen und sozialen Infrastrukturen. Das noch unter dem Vorgänger von Simone Lange herbeigeführte Zerwürfnis zwischen der Stadt Flensburg und erstem Siedlungsring müsse durch eine erneuerte gemeinsame Politikgestaltung und Handlungskoordination beendet werden.
Unter der Fragestellung, wie der Stand heute sei und was politisch angeschoben werden müsste, referierte Simone Lange ihre Vorstellungen zur Stadt-Umland Kooperation, die sie zur Chefsache erklärt hat. Es sei gerade im Wettbewerb mit anderen Regionen erforderlich, eine regionale Perspektive einzunehmen und in regionalen Zusammenhängen politisch zu denken. Sie sei offen für eine Entwicklungspartnerschaft mit beiderseitigem Nutzen, wobei Interessenausgleiche unabdingbar seien. Als Beispiel für eine gelingende Stadt-Umland Kooperation wurde die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Handewitt genannt. Man benötige
entsprechende Kommunikationsstrukturen wie zum Beispiel die Stadt-Umland-Konferenz und Wohnraumkonferenzen. Über Verhandlungen könnten Vereinbarungen herbeigeführt und Verträge beispielsweise bezogen auf Gewerbeflächen, Bauflächen und Wohnen geschlossen werden. Aktuelle Handlungsbedarfe bestünden bei größeren Gewerbeflächen. Vorrangig sei auch die kurzfristige Durchführung einer Wohnraumkonferenz mit den beteiligten Akteuren. Die Stadt-Umland Kooperation habe deswegen einen höheren Stellenwert bekommen und müsse belebt werden. Das Klima sei zurzeit günstig.
In der folgenden Diskussion wurden die bisherigen Kooperationsansätze kritisch reflektiert und viele Nachfragen gestellt. Es wurde deutlich, dass sowohl in der Stadt Flensburg als auch in den Umlandgemeinden zeitnahe Klärungen zur Stadt-Umland Kooperation anstehen. Dabei geht es um die Verschränkung und Weiterentwicklung der Planungen, um die Ausweisung von Gewerbe- und Bauflächen, die Klärung des Wohnungsbaus und der Versorgungsstrukturen im Gesundheitswesen und in der Jugendhilfe.
Burkhard Gerling resümierte, dass in der Diskussion große Übereinstimmungen deutlich geworden seien. Die Intensivierung der Stadt-Umland Kooperation beinhaltet viele Chancen, die auch von Seiten des Amtes entschlossen ergriffen werden müssten. Über die Neuaufnahme der Gespräche zu den aktuellen Themen hinaus könnten die Eingehung einer langfristigen strategischen Partnerschaft zwischen der Stadt Flensburg und dem Amt Hürup nach dem Vorbild der Vereinbarung zwischen der Stadt Flensburg und Handewitt sowie die Einrichtung eines interkommunalen Stadt-Land Netzwerkes mit dem gesamten Umland zukunftsweisende Schritte sein.




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