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„Käfigverbot für Legehennen konsequent durchsetzen“

Veröffentlicht am 20.10.2011, 12:58 Uhr     Druckversion

Ulrike Rodust Agrarministerrat muss mehr liefern als leere Versprechungen

Brüssel: „Wenn sich jetzt bewahrheitet, dass ein Duzend Mitgliedstaaten die Umstellung auf ausgestaltete Käfige nicht fristgerecht einhalten werden, ist Europa um einen handfesten Tierschutz-Skandal reicher“, erklärte die schleswig-holsteinische Europaabgeordnete Ulrike Rodust am Donnerstag in Brüssel. Anlässlich des in dieser Woche in Luxemburg stattfindenden EU-Agrarministerrats verlangt die SPD-Politikerin von den Landwirtschaftsministern endlich zu handeln und die Einhaltung eines Käfigverbots für Legehennen ab dem 1. Januar 2012 sicherzustellen.

„Angesichts der mehr als ein Jahrzehnt währenden Übergangsfrist muss das Europäische Parlament den Behörden und Ministern für den bisherigen Umgang mit dem Thema skandalöse Untätigkeit attestieren, schließlich wurde die Abschaffung der `Batteriehaltung´ bereits 1999 beschlossen“, so Rodust. Der zuständige EU-Kommissar John Dalli hatte Anfang Oktober vor dem Landwirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments erklärt, dass sich Belgien, Bulgarien, Frankreich, Polen, Portugal, Rumänien und Zypern nicht im Stande sähen, die konventionelle Käfighaltung bei Legehennen auszusetzen, während Griechenland, Italien, Lettland, Spanien und Ungarn nicht einmal ausreichende Daten nach Brüssel geschickt hätten, um die Situation zu bewerten. „Dazu müssen sich jetzt die Agrarminister äußern und erklären, wie sie derartig viel Zeit sinnlos verstreichen lassen konnten“, betonte Rodust.

Innerhalb der nächsten Wochen noch gute Lösungen für die betroffenen Länder zu entwickeln hält Rodust für extrem schwierig. „Ich habe erhebliche ethische Probleme damit, die nach dem 1. Januar illegal in Legebatterien produzierten Eier in großem Maßstab vernichten zu lassen“, so Rodust. Den Vorschlag des Kommissars, den Verkauf dieser Eier an industrielle Verarbeitungsbetriebe zuzulassen, hält die SPD-Agrarpolitikerin aber für ebenso problematisch: „Wie müssen uns schließlich auch Fragen, wie das bei den Betrieben ankommt, die sich an die Regeln halten und durch die fristgerechte Umstellung teilweise erhebliche Kosten zu tragen hatten.“ Es müsse deshalb unbedingt vermieden werden, dass noch irgendein Profit mit Eiern aus Käfighaltung gemacht werden könne. „Vielleicht stellt hier der Vorschlag einiger NGOs, die illegal produzierten Eier zu Trockenei für die Notfallhilfe zu verarbeiten, eine Möglichkeit des ethischen Umgangs mit diesem Problem dar“, so Rodust abschließend.

Homepage: Ulrike Rodust, MdEP


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