Standort: Startseite
Weihnachtsmarkt

SPD-Hütte auf dem Weihnachtsmarkt
Sa. und So. 02.+03.12.2017
Marktplatz,
Harrislee

Webmaster
Lebhafte und sehr gut besuchte Veranstaltung am 18. Januar 2011 in Steinberg

Veröffentlicht am 19.01.2011, 15:59 Uhr     Druckversion

Die Landschaft und die Artenvielfalt in Angeln bzw. im ganzen Kreisgebiet SL-FL hat sich durch den vermehrten Anbau von Mais und die und Agraranlagen schon sehr gewandelt. Die Akzeptanz für den weiteren Ausbau der regenerativen Energien und insbesondere der Biomassenutzung wird maßgeblich von den direkten und indirekten Auswirkungen auf Natur und Landschaft beeinflusst. In Angeln im Kreis SL-FL mehrt sich der Protest in der Bevölkerung gegen Agrarfabriken und es besteht großes Interesse an den Themen der Problematik Schweinemastbetriebe, Massentierhaltungen, Biogasanlagen, Kernwegenetze-Nutzung durch Schwerlasttransporter, Monokulturen und naturgerechte Lebensmittel.

Die Ortsvereine im Amtsverband Geltinger Bucht haben diese Themen aus der Bevölkerung aufgegriffen und zusammen mit dem Kreisverband Schleswig-Flensburg die Fachleute Lothar Hay, MdL und zuständig in der SPD-Landtagsfraktion für Agrarpolitik, Uwe Jensen, Rechtsanwalt und Bürgermeister in Borgwedel, Stefan Bolln, Landesvorstand und zuständig für Umweltpolitik, Rolf Vilaumi, Ortsvereinsvorsitzender Quern und den Kreisvorsitzenden SL-FL Ralf Wrobel im Rahmen einer Podiumsdiskussion für eine Veranstaltung am 18. Januar 2011 in Steinberg gewinnen können.

Mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, viele Landwirte, junge Leute, Umweltschützer und Bürger aus der ganzen Region im Kreis SL-FL nutzten die Gelegenheit, Fragen zu den o. a. Themen an die Fachleute zu stellen. Viele aber gaben Statements aus Sicht der Landwirte, Gemeinden und Umweltschutz ab.

Lothar Hay berichtete über die Initiativen der SPD-Fraktion z. B. die Genehmigung von weiteren Biogasanlagen zu beschränken, bestehende Biogasanlagen haben Besitzstandswahrung, Monokulturen zu verhindern, Auswirkungen der EU zur „Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 (GAP)“, Pachtverträge bei Maisanbau abzulehnen. Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik soll bis 2013 abgeschlossen sein. Nach einer breitangelegten öffentlichen Debatte hat die Kommission in der EU ein Papier vorgelegt, in dem Optionen für die künftige GAP dargestellt werden und die Debatte mit den anderen Organen und mit Interessengruppen eingeleitet wird.

Uwe Jensen wies darauf hin, dass Gemeindevertretungen den § 23 (3) des Straßen- und Wegenetzes in SH nutzen können, die Verursacher wegen der Abnutzung der Gemeindewege durch Schwerlasttransporter in Rechenschaft gezogen werden können!

Stefan Bolln berichtete über die Erarbeitung von Alternativen in der AG Umwelt in der SPD im Land SH als auch im Bund und appellierte an die Teilnehmer, gemeinsam zusammen mit Landwirten, Politik und NABU im Sinne der Umwelt nach Lösungen zu suchen. Die Verbraucher müssten ihren Lebensmittelkonsum überdenken. Politik fange in den Kommunen und Regionen an und die Veranstaltung sei ein Auftakt für weitere.

Dietrich Tramsen von der NABU prangerte an, dass die Landwirtschaft sich in den letzten 30 bis 40 Jahren sehr gewandelt hat und bat darum, statt Biogasanlagen das Wort Agraranlagen zu benutzen, da Biogasanlagen nichts mit „Bio“ zu tun haben. Er bat die anwesenden Landwirte und Grundbesitzer die häufige Schredderung der Knicks aus Umwelt- und Artenschutzgründen zu überdenken.

Da in vielen Wortbeiträgen das Thema Lebensmittelkonsum und Massentierhaltung erwähnt wurden, griff der Kreisvorsitzende Ralf Wrobel dieses zum Anlass auf, dass der Kreisverband eine weitere Veranstaltung zu diesen Themen anbieten wird.

Homepage: SPD-Schleswig-Flensburg


Kommentare
Keine Kommentare
 
Bundestag

Sönke Rix

Europaparlament
Unsere Partei

Der schnellste Weg in die Partei

Seite der Bundespartei