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Kappeln zu Besuch in Ustka

Veröffentlicht am 08.09.2018, 10:12 Uhr     Druckversion

Kappeln zu Besuch in Ustka

Anlässlich der Heringstage im Mai weilte auch eine Delegation aus unserer Partnerstadt Ustka/Polen in Kappeln. Bei der Heringswette wurde der stellvertretende Bürgermeister Bartosz Gwozdz-Sproketowski sogar Heringskönig. Vor der Rückreise nach Ustka sprachen Kappelns polnische Freunde bereits eine Gegeneinladung zu ihrem traditionellen Stadtfest im Sommer aus. Mitte August trat dann eine Delegation aus Kappeln den Weg nach Ustka an. Diese Delegation bestand aus dem neuen Bürgervorsteher Frank Nickel, seinen beiden Stellvertretern Helmut Schulz und Christian Andresen und dem Stadtvertreter Rainer Moll. Im Gepäck war neben kleinen Gastgeschenken auch eine Leihgabe von bildnerischen Arbeiten der Künstler Andrea Gose, Otto Neumeister, Marlies Rzadkiewicz und Thomas Stribick aus unserer Region. Diese Bilder werden etwa ein Jahr im Kunstmuseum von Ustka ausgestellt.Im Gegenzug nahmen die Kappelner Fotografien des polnischen Künstlers Waldemar Janiszewski mit zurück nach Kappeln. Diese Fotografien sind vornehmlich großformatige Luftaufnahmen von Ustka und seiner Region. Die Bilder werden im Herbst dieses Jahres im Rathaus ausgestellt.

Ustkas Bürgermeister Jacek Graczyk und einige seiner Stadtvertreter begrüßten die Kappelner Abordnung herzlich. Es gab die ersten interessanten Gespräche mithilfe eines Dolmetschers oder auch in Englisch.

Der nächste Trag begann mit einem gemeinsamen Marsch mit Fischern in traditioneller Kleidung durch die Stadt. Auf der voll besetzten Promenade wurde dann von Bürgermeister Graczyk auf einer Bühne die Kappelner Delegation vorgestellt und das Stadtfest eröffnet. Es folgte ein Rundgang über die ca. 2 Km lange Promenade und die Besichtigung von einigen Stationen wie z.B. das Kunstmuseum. Beim Spaziergang durch die Stadt fielen die vielfältigen Sanierungen und Neubauten von Straßen und Häusern positiv auf. Der Abend endete beim Abendessen mit vielen guten Gesprächen. Einer der Punkte war z.B. dass es in Polen offenbar nicht so viele bürokratische Hindernisse beim Bau von Straßen und Häusern gibt.

Der folgende Mittwoch (Mariä Himmelfahrt) ist im katholischen Polen ein Feiertag und traditionell der Tag der Armee und der Seeleute. Er begann mit einem Gottesdienst im Freien. Der Altar war auf dem Achterdeck eines polnischen Minensuchbootes an der Pier aufgebaut. Mehrere hundert Besucher verfolgten die Messe und das anschließende militärische Zeremoniell mit Niederlegung von Blumengebinden am Ehrenmahl. Der Bürgervorsteher und seine Vertreter legten für Kappeln Blumen in den deutschen Farben nieder. Die anschließend geplante Seefahrt zur Übergabe von Kränzen ins Wasser musste wegen zu starkem Seeganges leider ausfallen. Der Kommandant des Minensuchbootes nahm aber die Kränze an Bord, um sie während er Rückfahrt des Schiffes nach Danzig der See zu übergeben.

Am nächsten Morgen trat dann die Kappelner Delegation mit vielen neuen Eindrücken die Rückreise an.

 

Homepage: SPD-Kappeln


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