Eine weitere bittere Wahlniederlage

Veröffentlicht am 25.09.2017, 17:01 Uhr     Druckversion

Vorsitzender der SPD Schleswig, Henrik Vogt

Zu den Ergebnissen der Bundestagswahl nimmt der Ortsvereinsvorsitzende der Schleswiger SPD, Henrik Vogt, wie folgt Stellung:

„Das Wahlergebnis der SPD auf Bundesebene ist eine krachende Niederlage für die Sozialdemokratie in Deutschland. Trotzdem gilt der Dank den Bürgerinnen und Bürgern und vor allem den Schleswigerinnen und Schleswigern, die der SPD ihre Stimme und ihr Vertrauen geschenkt haben.

Martin Schulz hat einen engagierten Wahlkampf gemacht und an jeder Stelle versucht, die Kanzlerin inhaltlich zu stellen. Man muss jedoch zur Kenntnis nehmen, dass die thematischen Schwerpunkte, obgleich wichtige Aufgaben und Herausforderungen, nicht bei den Bürgerinnen und Bürgern angekommen sind. Die Schwierigkeit aus Regierungsverantwortung Wahlkampf zu bestreiten, mag wohl ein weiterer Punkt sein, der einen Wahlkampf schwierig gemacht hat. Die Gründe dieser Wahlniederlage sind vielfältig und müssen zeitnah in den entsprechenden Gremien aufgearbeitet werden. Die SPD-Basis hat ein Recht darauf, dass die SPD in Bund und Land ihre Konsequenzen aus diesem Debakel zieht. Die schnelle Entscheidung am Wahlabend, in die Opposition zu gehen, ist die richtige. Die große Koalition ist von den Menschen in diesem Land abgewählt. Dies sollte auch die CDU bei deren Verlusten zur Kenntnis nehmen.

Das gute Ergebnis der AfD im Bund und in den verschiedenen Bundesländern ist zudem eine noch größere Katastrophe. Im kommenden Bundestag werden nun Spalter, Populisten, Rassisten und Faschisten eine Stimme haben, die wir im Wahlkampf schon vernommen haben. Es muss die Aufgabe der SPD - so wie aller anderen demokratischen Parteien - sein, diesen Stimmen entschieden entgegenzutreten. Für die SPD ist dies eine historische Verantwortung. Wir werden dieses Land nicht denen überlassen, die plumpe Hetze gegen Minderheiten betreiben, noch sollte die SPD die Auseinandersetzung mit der AfD und ihren kruden Ansichten scheuen.

Gegen einen Bundestrend Wahlkampf zu machen ist nicht einfach und für die vielen engagierten Wahlkreisbetreuerinnen und Wahlkreisbetreuer, die Genossinnen und Genossen und für die Jusos nicht besonders motivierend, gerade wenn das Ergebnis dann so deutlich ausfällt. Leider sind die Ergebnisse auch in Schleswig nicht so wie gewünscht. Wobei wir doch über dem Bundesschnitt liegen. Auch das Ergebnis der AfD in Schleswig muss uns bei zukünftigen Überlegungen beschäftigen. Trotzdem und vor Allem gilt auch hier den Ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Dank. Ohne den Einsatz von so vielen wäre der Wahlkampf hier vor Ort für die SPD ein anderer, ein schwierigerer. Ein Dank auch an unseren Kandidaten Clemens Teschendorf. Für ihn hat es leider bisher nicht gereicht. Gratulation an die Kandidatin der CDU Petra Nicolaisen.

Die Schleswiger SPD hat nun fest die Kommunalwahl 2018 im Blick und wird mit einem starken Programm für Schleswig die Wählerinnen und Wähler zu überzeugen wissen.

Homepage: SPD-Schleswig


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