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Kämpferische Reden zum Arbeitnehmerempfang

Veröffentlicht am 30.04.2012, 16:48 Uhr     Druckversion

Inzwischen ist es zur Tradition geworden: Am Sonntag vor dem 1. Mai fand auch in diesem Jahr wieder der Arbeitnehmerempfang des SPD-Kreisverbandes Steinburg statt. Bei strahlendem Sonnenschein machten sich ber 50 Gste zum Planet Alsen nach Itzehoe auf.Der SPD-Kreisvorsitzende Rudolf Riep begrte zusammen mit den beiden Landtagskandidaten Birgit Herdejrgen (MdL) und Stefan Bolln die Anwesenden. Als Gastredner konnten der SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner (MdL) und den AfA-Bundesvorsitzende Ottmar Schreiner (MdB) gewonnen werden.
Musikalisch begeleitet wurde der Empfang vom Klarinettenquintett der Musikschule Glckstadt, die u.a. das alte sozialdemokratische Lied Brder zur Sonne, zur Freiheit vertonten und zum Mitsingen einluden.
Ralf Stegner hielt eine packende Wahlkampfrede und betonte, dass eine groe Koalition das Letzte sei, was man wolle. Wer eine Rot-Grne Mehrheit im Land will, der muss auch mit der Erststimme die beiden Steinburger SPD-Kandidaten whlen und mit der Zweitstimme auch am besten SPD oder Grne oder SSW. Stimmen fr andere Parteien sind verschenkt, so Stegner deutlich.
Ottmar Schreiner griff in seiner Rede die bevorstehende Landtagswahl ebenfalls auf und zeigte sich verwundert ber die neuen CDU-Plakate, die mit einer stabiler Regierung statt Dnenampel werben. Bedenkt man, dass die CDU-Mehrheit im Land zweimal zu vorgezogenen Neuwahlen gefhrt hat, kommt einem dies zumindest merkwrdig vor. Ottmar Schreiner stammt aus einer Region Deutschlands, in der es historische Grenzkonflikte und Fremdenhetze gegeben hat. Im Saarland ist die historische Auseinandersetzung mit den Franzosen das Gegenstck zu unserer Nachbarschaft mit den Dnen. Hier wie dort gilt es unter Demokraten als gesichert, dass gute Nachbarschaft nicht nur genannt sondern auch gelebt wird. Die SPD will eine gute und produktive Nachbarschaft mit den Dnen und den Nachbarn im Sden erreichen.
Ottmar unterstrich in seiner Rede, dass ein gesetzlicher Mindestlohn die Mindestvoraussetzung fr eine sozial gerechte Gesellschaft ist. Arbeit hat immer ihren Wert und muss angemessen entlohnt werden. Dabei ist das gerne von der FDP vorgetragene der minderwertigen Arbeit von z.B. Frisrinnen und Reinigungskrften nicht zulssig. Wenn alle Toilettenfrauen in Deutschland fr eine Woche streiken wrden, wren wir ein Seuchennotstandsgebiet, befand Ottmar und weiter: Minderwertige Arbeit gibt es nicht!.
Eine Politik fr die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist das Kerngeschft der SPD. Der Bundestagsabgeordnete brachte auch den Zusammenhang zwischen Geringverdienst und drohender Altersarmut. Deutlich herausgestellt wurden von Ottmar auch die Unterschiede zwischen den sozialdemokratischen Positionen und den Mogelpackungen die von der Union und so genannten christlichen Gewerkschaften angeboten werden. In Deutschland hat es in den letzten 15 Jahren keinen Zuwachs bei den Reallhnen gegeben. Insofern sind die Forderungen der Gewerkschaften nach deutlichen Lohnerhhungen mehr als gerechtfertigt. Deswegen ist es wichtig, dass wir alle ein Signal geben und am 1. Mai auf die Strae gehen, schloss Ottmar seine Rede, die hufig von Applaus unterbrochen wurde.
Fr alle Gste stand danach fest, welchen Wert die Arbeit im Land hat und dass die SPD wieder fest an der Seite der Gewerkschaften und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stehen will und wird.

Bilder vom Arbeitnehmerempfang finden Sie hier.

Niels Jurgons

Homepage: SPD-Steinburg


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