SPD Ortsverein Bargfeld-Stegen

Glinde - buntes Beispiel

Veröffentlicht am 18.03.2012, 13:49 Uhr     Druckversion

Foto: Ratzek, Zug, Habersaat Unter dem Motto „Glinde ist bunt“ demonstrierten abermals mehrere hundert Menschen gegen einen rechten Bekleidungsladen am Glinder Berg. Im Rahmen einer kleinen Kundgebung durfte für die SPD der Landtagsabgeordnete Martin Habersaat sprechen. Er wünschte sich, dass das Engagement der Glinder für eine bunte Gesellschaft anhält, wenn der Ladeneines Tages geschlossen werde. „Ich rechne nicht damit, dass wir noch einmal im Winter zur Mahnwache hier antreten müssen“, sagte er.

In der Folge unternahm er eine kleine Exkursion in die Glinder Geschichte.

So war Glinde in den 1970er-Jahren Standort des zweiten Ausländerparlaments in der Geschichte der Bundesrepublik. In den Räumen der Alten Schule, wo heute das Mühlencenter steht, tagten die Glinderinnen und Glinder, die meist als Gastarbeiter nach Norddeutschland gekommen waren, um ihre Interessen zu artikulieren. Neben diesem Beispiel erinnerte Habersaat auch an den Fall des Kirchenasyls einer mazedonischen Roma-Familie20 Jahre später. Die St. Johannes-Gemeinde Glinde erfuhr damals viel Unterstützung aus der Bevölkerung, es gab Solidaritätsaktionen auf dem Markt.

Auch ein Geschenk hatte der Abgeordnete dabei: Er überreichte Glindes Bürgermeister Rainhard Zug und Johannes Ratzek von der Bürgerinitiative drei Exemplare der Schilder, die in der Landeshauptstadt Kiel in den vergangenen Tagen an öffentlichen Gebäuden angebracht wurden. Darauf steht zu lesen: „Kein Ort für Neonazis“. Die Schilder seien ein Symbol, Taten müssten folgen, befand Habersaat.

Foto: Ratzek, Zug, Habersaat

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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