SPD Ortsverein Bargfeld-Stegen

Schleswig-Holstein f├Ârdert 100 Familienzentren

Veröffentlicht am 03.08.2014, 12:41 Uhr     Druckversion

Foto: Kristin Alheit

Habersaat: Flankierende Fördermöglichkeiten über die „AktivRegionen“ Familienministerin Kristin Alheit hat angekündigt, landesweit die Einrichtung von bis zu 100 Familienzentren zu unterstützen. Familienzentren bieten Hilfe- und Unterstützungsangebote für Familien und sind beispielsweise an Kitas angesiedelt, die entsprechend weiterentwickelt werden.  „Jetzt komme es darauf an, dass möglichst viele Städte und Gemeinden auch in Stormarn diese Chance nutzen“, findet Martin Habersaat.

Gerade über Kitas seien Eltern gut zu erreichen, Unterstützungsangebote hier gut angesiedelt.  

Für das Jahr 2014 werden für den Aufbau und Betrieb von bis zu 100 Familienzentren 1,3 Mio. € zur Verfügung gestellt. Ab 2015 sollen es jährlich 2,5 Mio. € sein. „Wer frühzeitig in Kinder und ihre Familien investiert, spart langfristig Reparaturkosten in sozialen Sicherungssystemen“, so Alheit zu der Entscheidung. „Die Weichen für einen erfolgreichen Bildungsweg werden im Kita-Alter gestellt. Familienzentren tragen dazu bei, dass Familien dort die notwendige Unterstützung erhalten, wo sie ohnehin täglich sind.“ Der Aufbau leiste auch einen Beitrag zur Steigerung der Kita-Qualität, dem weitere Schritte folgen werden.

Die Kommunen können  auf Basis der Analyse vorhandener Angebote und Bedarfe ein kommunales Gesamtkonzept erstellen und prüfen, wo beispielsweise Kitas oder Schulen zu Familienzentren weiterentwickelt werden können. Die neuen Zentren sollen Angebote in mindestens drei der folgenden Handlungsfelder entwickeln:

• Stärkung der Kompetenz durch individuelle Beratung und Begleitung der Eltern.

• Förderung einer bruchlosen Bildungsbiografie, z.B. durch Förderkurse.

• Stärkung des effektiven Übergangs von der Kita zur Grundschule.

• Förderung von sozial besonders benachteiligten Kindern.

• Stärkung der Erziehungskompetenz durch Elternbildung.

• Förderung der Integration (z.B. durch Sprachförderung).

• Unterstützung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, z.B. durch Ganztagsbetreuungsangebote.

 

Martin Habersaat, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion: „Bedarf gibt es auf allen Feldern, aber für viele Bereiche gibt es vor Ort schon gute Angebote. Werden diese vernetzt und ausgebaut, können neue oder auch bereits bestehende Familienzentren bis zu einer Höhe von 25.000 € pro Jahr gefördert werden. Ich freue mich, dass die Stadt Glinde bereits Interesse am Aufbau eines Familienzentrums bekundet hat uns hoffe, dass möglichst viele Städte und Gemeinden folgen und helfen, die Bildungschancen von Kindern zu erhöhen.“ In erster Linie sollen anteilige Personalkosten für Koordinierungsaufgaben erstattet werden. Außerdem können in den ersten Jahren die Mittel auch für Konzepterstellung, Prozessbegleitung und Beteiligungsverfahren eingesetzt werden. Es obliegt den Kreisen und kreisfreien Städten, die Mittel eigenverantwortlich an öffentliche und freie Träger weiterzuleiten.

Unterstützend beim Aufbau der Familienzentren können gegebenenfalls auch EU-Mittel im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum (EPLR) des Umweltministeriums für Bildung und Nahversorgung genutzt werden. Der Ansatz von 14 Mio. € in der laufenden Förderperiode ist für investive Vorhaben und konzeptionelle Vorarbeiten einsetzbar von Städten und Gemeinden mit einer Einwohnerzahl unter 35.000. Flankierende Fördermöglichkeiten könnten sich für die „AktivRegionen“ in Schleswig-Holstein über den“ LEADER-Ansatz“ ergeben.

 

Weitere Informationen: www.sozialministerium.schleswig-holstein.de, „Familienzentren“

 

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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RE: Schleswig-Holstein f├Ârdert 100 Familienzentren, Marlies Bell, (09.08.2014, 17:42 Uhr)