SPD Ortsverein Bargfeld-Stegen

Jugend - Bildung - Arbeit

Veröffentlicht am 19.09.2014, 18:04 Uhr     Druckversion

Foto: Ostseeforum

OstseeForum in Lübeck

Der Ostseeraum war schon zu Zeiten der Hanse ein starker Wirtschaftsraum. Durch neue Transportwege und die europäische Integration entsteht ein gemeinsamer Arbeitsmarkt. Welche Chancen bietet das für junge Menschen aus dieser Region? Wie kann die berufliche Ausbildung international aufgestellt werden?

 

Zur Diskussion dieser und anderer Fragen trafen sich mehr als 50 interessierte Gäste und Experten nun auf Einladung des Julius-Leber-Forums der Friedrich-Ebert-Stiftung in Lübeck.

Auf dem Podium begegneten sich Susanna Holzer, eine Arbeitsmarktexpertin der schwedischen Gewerkschaften, Mette Lorentzen, bei der IHK-Flensburg für Aus- und Weiterbildung zuständig, Maibritt Errebo Sørensen, eine dänische Auszubildende in Schleswig-Holstein und Martin Habersaat, der bildungspolitische Sprecher und stellvertretende Vorsitzende der SPD Landtagsfraktion. Moderiert wurde der Abend vom Landtagsabgeordneten Tobias von Pein.

Aus dem Vortrag Susanna Holzers wurde deutlich, dass eine Kooperation im Interesse aller Beteiligten liegt und Angebot und Nachfrage in den Ländern zueinander passen. So gibt es in Schweden eine vergleichsweise hohe Jugendarbeitslosigkeit, während in Deutschland viele Unternehmen nach Auszubildenden suchen. An diesem Punkt setzt auch das Projekt von Mette Lorentzen an, die sich um die Entwicklung deutsch-dänischer Ausbildungsgänge bemüht. Eine der ersten, die grenzüberschreitend ausgebildet werden, ist die angehende Köchin Maibritt Errebo Sørensen. Sie entschied sich für eine Ausbildung in Deutschland ,obwohl diese nur ungefähr halb so gut vergütet wird wie in Dänemark. Ein ausschlaggebender Punkt: die Qualität der dualen Ausbildung in Deutschland.

Mit diesem Pfund könne man wuchern, fand auch Martin Habersaat. Er sagte den Podiumspartnerinnen zu, in der Praxis auftretende Probleme, sofern sie denn vom Gesetzgeber zu lösen seien, mit nach Kiel zu nehmen. So ist die Ausbildung in den skandinavischen Ländern nicht verbindlich betrieblich angebunden. Noch müssen Wege gesucht werden, schulische Anteile der Ausbildung im einen, den parktischen Teil im anderen Land absolvieren und im Optimalfall zwei Berufsabschlüsse erhalten zu können. Wie genau das gehen könnte, soll das Projekt der IHK Flensburg ermitteln. Fazit Habersaat: „Schleswig-Holstein und der Ostseeraum - das ist eine Erfolgsgeschichte, die wir gerne fortschreiben wollen.“

 

Foto: Tobias von Pein, Susanna Holzer, Maibritt Errebo Sørensen, Martin Habersaat, Mette Lorentzen, Stefan Chrobot (FES).

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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