Demonstrieren, diskutieren oder ignorieren?

Veröffentlicht am 29.10.2016, 23:18 Uhr     Druckversion

Dr. Christian Meyer-Heidemann

Über den Umgang mit Rechtspopulisten. Tribüne e.V. lädt am 7. November um 19.00 Uhr ins Schloss Reinbek:

Das wichtigste Argument von Donald Trump im aktuellen Präsidentschaftswahlkampf in den USA ist seine Abneigung gegen „etablierte Politikerinnen und Politiker“. Er möchte die USA „wieder groß“ machen, indem er auf Abschottung setzt und eine Mauer an der Grenze nach Mexiko errichten will.

In Deutschland werden die im Bundestag vertretenen Parteien von einigen AfD-Vertretern geringschätzig als „Altparteien“ oder „Kartellparteien“ bezeichnet. Auch die AfD setzt auf Abschottung nach außen und konnte zuletzt in zahlreiche Landtage einziehen. In anderen europäischen Ländern gibt es rechtspopulistische Entwicklungen.   

Geht es hier noch um die Kraft des besseren Arguments oder bestimmen Gefühle einen Teil der politischen Auseinandersetzung? Wie sollen, wie können etablierte Parteien und ihre Vertreter auf solche Entwicklungen reagieren? Der Verein „Tribüne e.V.“ lädt am Montag, 7. November um 19.00 Uhr ins Schloss Reinbek, um diese und andere Fragen zu diskutieren. Als Gäste hat der Tribüne-Vorsitzende Martin Habersaat den Landdesbeauftragten für politische Bildung in Schleswig-Holstein, Dr. Christian Meyer-Heidemann, und die  CDU-Politikerin Christa Zeuke, von 2003 bis 2013 Kreispräsidentin des Kreises Stormarn, eingeladen. Martin Habersaat: „Was würden wir beispielsweise tun, wenn sich ein PEGIDA-Ableger in Reinbek treffen wollte? Vor der Tür demonstrieren, hinter der Tür diskutieren oder die Veranstaltung einfach ignorieren?“

Dr. Christian Meyer-Heidemann ist seit 1. Januar 2016 der erste gewählte Landesbeauftragte für politische Bildung in Schleswig-Holstein. Nach dem Studium der Fächer Wirtschaft/Politik und Mathematik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel war er an den Universitäten Kiel und Vechta als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Auf die Promotion zum Thema „Selbstbildung und Bürgeridentität“  folgte eine Professurvertretung für Politikdidaktik an der Leuphana Universität Lüneburg (2014). Zuletzt vertrat Meyer-Heidemann die Professur für Wirtschaft/Politik und ihre Didaktik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Neben seiner universitären Tätigkeit war er in den Jahren 2011-2013 als Leiter des Projekts „jung & wählerisch“ für die damalige Landeszentrale für politische Bildung tätig. Der Landesbeauftragte für politische Bildung ist politisch unabhängig und arbeitet überparteilich. Er berät die Landesregierung und den Landtag in Grundsatzangelegenheiten der politischen Bildung. Der Landesbeauftrage stellt politische Bildungsangebote für alle Bürgerinnen und Bürger bereit, um die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu stärken und die demokratische politische Kultur in Schleswig-Holstein zu beleben.

 

Der Verein „Tribüne – Vereinigung zur Diskussion der Probleme der modernen demokratischen Gesellschaft e. V.“ (abgekürzt „Tribüne e.V.“) widmet sich gemeinnützig der Förderung und Pflege der staatspolitischen Bildung. Er will ein Diskussionsforum für gesellschaftliche und staatliche Probleme der Zeit schaffen. Der spätere Landtagsabgeordnete Alfred Schulz gründete den Verein gemeinsam mit Freunden und Weggefährten 1967 .

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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