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Kommunalwahl 2013 - Programm

Programm für die Arbeit in der Reinbeker Stadtverordnetenversammlung 2013 bis 2018

(hier auch als PDF-Download - 102 KB)

 

Liebe Reinbekerinnen, liebe Reinbeker!

Am 26. Mai 2013, bei den gemeinsam durchgeführten Wahlen zum Stormarner Kreistag und zur Stadtverordnetenversammlung in Reinbek, entscheiden Sie mit Ihren Wählerstimmen über die Zusammensetzung der kommunalen Vertretungen in den nächsten fünf Jahren.

Das Programm der Reinbeker SPD für die kommende Wahlperiode steht unter dem Motto „SPD. Sozial. Gerecht. In Reinbek“. Wir stellen Ihnen dieses Programm auf den folgenden Seiten vor, damit Sie sich ein Bild von der Politik der SPD „vor Ort“ machen können - und sich dann dazu entscheiden, unseren Kandidatinnen und Kandidaten am 26. Mai 2013 Ihre Stimmen zu geben.

Die SPD ist die älteste demokratische Partei Deutschlands. Sie wurde am 23. Mai 1863 durch Ferdinand Lassalle als Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein gegründet, also vor genau 150 Jahren. Die SPD Reinbek ist auch immerhin schon 111 Jahr alt! Damals wie heute treten wir für Freiheit, Demokratie, Solidarität, soziale Gerechtigkeit und Wohlstand ein.

Vor allem das soziale Gleichgewicht ist in Deutschland in Schieflage geraten. Durch eine gewollte Umverteilung werden die Reichen reicher, und die Armen werden ärmer! Immer mehr Menschen rutschen trotz jahrzehntelanger Arbeit mit ihrer Rente unter das Existenzminimum.  Die SPD fordert deshalb für alle eine neue soziale Gerechtigkeit und ein neues gerechteres Abgaben- und Steuersystem!

Ganz besonders liegen den Sozialdemokraten die Themen Familie, Bildung, Umwelt und Gesundheit am Herzen. Mit Ihrer Unterstützung können wir mit unserer Kommunalpolitik dazu beitragen, dass diese Themenbereiche auch in Reinbek den ihnen gebührenden Stellenwert erhalten. Dazu zählen mehr Krippen- und Kindergartenplätze, schulische und soziale Betreuungsmöglichkeiten, das Abitur auch nach 13 Jahren und der Ausbau der Gesundheitsvorsorge.

Wir versprechen Ihnen mit unserem Wahlprogramm nichts, was wir nachher nicht halten können. Die Stadt Reinbek muss wie alle Gemeinden sparen. Allerdings muss die Kommune stark genug bleiben, um ihre Verantwortung insbesondere Schwächeren gegenüber weiterhin wahrnehmen zu können. Wir zeigen mit unserem Programm Wege auf, wie wir unser Reinbek in den kommenden Jahren durch die ohne Zweifel weiter anhaltend schwierigen Zeiten steuern können. Und wir rufen Sie auf, sich mit mehr Gemeinsinn in den zahlreichen Organisationen und Initiativen unserer Stadt ehrenamtlich zu engagieren und sich durch Ihre Mitarbeit für bessere Lebensbedingungen stark zu machen.

In enger Zusammenarbeit mit Hamburg und den benachbarten Städten und Gemeinden wollen wir die Weiterentwicklung der Metropolregion Hamburg, des Mittelzentrums Reinbek-Glinde-Wentorf und der Aktiv-Region Reinbek-Glinde-Wentorf-Oststeinbek-Barsbüttel fördern. Nur mit gemeinsamen Beschlüssen in den Regionen und durch eine sinnvolle Arbeitsteilung innerhalb der Verwaltungen lassen sich Steuern sparen und zugleich die soziale Infrastruktur erhalten und ausbauen.

Die SPD-geführte Landesregierung will bis Ende 2014 rund 50 Millionen Euro für ein Wohnraumförderungsprogramm zur Verfügung stellen – damit die Kommunen den Neubau von preiswerten Mietwohnungen im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus voran treiben können. Wir treten dafür ein, dass auch Reinbek hiervon profitieren muss.

Liebe Reinbekerinnen, liebe Reinbeker! Gehen Sie am 26. Mai zur Wahl und geben Sie Ihre Stimmen für Kreis und Stadt den Kandidatinnen und Kandidaten der SPD Reinbek.

Bildung

Der Erhalt und die Fortentwicklung der Bildungseinrichtungen unserer Stadt haben für die Reinbeker SPD höchste Priorität.

Wir wollen das vorhandene Angebot an Kindertagesstätten für alle Altersgruppen erhalten und bedarfsgerecht erweitern. Hierzu gehört auch, dass die Kindertagesstätten mit ihren Öffnungszeiten auf den Wandel in der Arbeitswelt Rücksicht nehmen müssen. Aus pädagogischen Gründen und um Eltern zusätzliche Wege zu ersparen, treten wir dafür ein, dass in den Kindertagesstätten Kinder verschiedener Altersgruppen betreut und gebildet werden.

Kindertagesstätten sind ebenso wie Schulen Bildungseinrichtungen. Die personelle wie sachliche Ausstattung der Kindertagesstätten muss diesem Grundsatz Rechnung tragen. Wir wollen eine enge Verzahnung der pädagogischen Arbeit in den Kindertagesstätten mit den Schulen. Daher treten wir dafür ein, dass neue Kindertagesstätten in räumlicher Nähe zu Schulen errichtet werden.

Die Schulsozialarbeit wurde in den vergangenen Jahren mit Unterstützung der SPD zu einer wichtigen Hilfe für Kinder und Jugendliche, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer. Wir treten dafür ein, diese sinnvolle Arbeit fortzusetzen.

Wir wollen, dass sich die vier Reinbeker Grundschulen entsprechend ihrer unterschiedlichen Profile fortentwickeln können. Unser Grundsatz, dass Grundschulkindern lange Schulwege nicht zugemutet werden dürfen, gilt weiterhin. Wir werden keiner Schließung einer Grundschule zustimmen, solange die vom Land vorgegebene Mindestschülerzahl nicht dauerhaft unterschritten wird. Angesichts des gegebenen Bedarfs setzen wir uns dafür ein, zumindest eine Reinbeker Grundschule in den kommenden Jahren in eine gebundene Ganztagsschule umzuwandeln.

Wie in den zurückliegenden Jahren wird die Reinbeker SPD auch in Zukunft das städtische Gymnasium, die Sachsenwaldschule (G8), in ihrer vielfältigen pädagogischen Arbeit umfassend unterstützen.

Wir setzen uns dafür ein, dass sich die Gemeinschaftsschule Reinbek am Mühlenredder sinnvoll fortentwickeln kann. Daher treten wir dafür ein, in der Gemeinschaftsschule eine eigenständige gymnasiale Oberstufe (G9) einzurichten. So soll Jugendlichen in unserer Stadt die Möglichkeit gegeben werden, das Abitur auch nach 13 Schulbesuchsjahren abzulegen.

Stadtentwicklung

Reinbek ist durch die gewachsene Struktur seiner Stadtteile und die ausgedehnten Grün- und Freiflächen zwischen ihnen geprägt. Diese wertvollen charakteristischen Eigenschaften Reinbeks gilt es zu bewahren.

Demografischer und sozialer Wandel, Finanzprobleme, Wohnungsbau und die Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe sind Herausforderungen, denen sich die Stadt Reinbek immer wieder neu stellen muss. Das Stadtleitbild muss daher unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger fortgeschrieben und konkretisiert werden. Hierbei muss den Handlungsfeldern Wohnungsbau, Umwelt- und Klimaschutz, Naherholung, Verkehrsplanung, Wirtschaft und Arbeit besondere Beachtung geschenkt werden.

Ein solch integriertes Stadtentwicklungskonzept ist notwendig, um eine tragfähige Planungsperspektive im Verbund mit den Nachbargemeinden des Mittelzentrums zu entwickeln. Dies kann nach Auffassung der SPD nur in einem bisher fehlenden Planungsausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt, Energie und Verkehr geschehen.

Das Zentrum Reinbeks muss gemeinsam mit Gewerbetreibenden und Grundstückseigentümern so zukunftsorientiert umgestaltet werden, dass es für die Bürgerinnen und Bürger als attraktiver Mittelpunkt der Stadt erlebbar bleibt. In gleicher Weise muss das Einkaufszentrum in Neuschönningstedt ein attraktiver Standort werden.

Wirtschaft und Arbeit

Die Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe und damit die Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze sind für eine zukunftsfähige Stadt unabdingbar. Reinbek wird für neue Betriebe und zuziehende Bürger aber nur dann attraktiv sein, wenn die Voraussetzungen für Wohnen, Bildung und Arbeit unter dem Motto „kurze Wege“ an einem Ort erfüllt werden. Aus diesem Grund sind auch das Fortbildungsangebot der Betriebe und eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Schulen  besonders zu fördern.

Die SPD fordert von der kommenden Stadtverordnetenversammlung einen Grundsatzbeschluss, dass die Stadt Reinbek als Arbeitgeberin und bei der Vergabe von Aufträgen dafür Sorge trägt, dass soziale Standards bei der Gestaltung von Arbeitsprozessen, beim Gesundheitsschutz, bei der Mitbestimmung sowie bei der Zahlung von Mindestlöhnen eingehalten werden.

Zusammen mit der Verwaltung der Stadt und der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS) wollen die Sozialdemokraten dafür sorgen, dass die in Reinbek ansässigen Betriebe weiterhin Ausbildungsplätze für die Schulabgänger zur Verfügung stellen und dass arbeitsplatzintensive Unternehmen aus Zukunftsbranchen nach Reinbek kommen, bei denen feste Arbeitsplätze und eine die Existenz sichernde Entlohnung gewährleistet sind.

Kultur und Sport

Die SPD Reinbek steht weiterhin für die Stärkung und Belebung von Kultur und Sport in unserer Stadt ein. Reinbek kann nur dann eine lebens- und liebenswerte Stadt bleiben, wenn sie die kreativen Potentiale ihrer Bürgerinnen und Bürger mit einem breit gefächerten Angebot sichert und unterstützt.

Dies gilt ebenso für den Sport. Die Förderung des Freizeitsports, der Ausbau der Gesundheitsvorsorge und die Stärkung des persönlichen Wohlbefindens durch sportliche Aktivitäten sind der SPD dabei besondere Anliegen. Sport dient zudem der Pflege sozialer Kontakte und fördert die Integration neu zugezogener Bürgerinnen und Bürger. Daher unterstützt die SPD auch weiterhin die Arbeit der Reinbeker Sportvereine.

Das  Ensemble des Reinbeker Schlosses soll als Kulturzentrum durch attraktive Veranstaltungen und Ausstellungen in der Metropolregion Hamburg und im Mittelzentrum besser vernetzt und noch stärker wahrgenommen werden.

Eine Möglichkeit zum Betrieb von kulturellen Veranstaltungen (wie z.B. Filmring) im Sachsenwaldforum ist durch Verhandlungen mit dem Besitzer zu entwickeln. Ebenso ist die Einrichtung einer „Initiative Kultur-Bus“ mit Fahrten zu Veranstaltungen und Ausstellungen in Städte der Metropolregion anzudenken.

Die Entwicklung der Volkshochschule als wichtige Einrichtung der Weiterbildung und der Freizeitgestaltung ist durch Vernetzung mit den Nachbargemeinden zu einer regionalen „VHS Sachsenwald“ des Mittelzentrums voranzubringen.

Die Stadtbücherei soll am bisherigen Standort verbleiben, muss sich neuen bibliothekarischen Anforderungen anpassen können und ihre Effektivität durch Vernetzung mit den Büchereien des Mittelzentrums steigern.

Die SPD setzt ihre Unterstützung von Kulturveranstaltungen in dafür geeigneten Räumlichkeiten in allen Stadtteilen fort. Feste und Veranstaltungen in den Stadtteilen, die durch Privat- und Bürgerinitiativen oder ehrenamtlich von kulturell aktiven Vereinen organisiert werden, sind für das Zusammenleben in der Stadt unverzichtbar und finden daher auch weiterhin die Unterstützung der SPD.

Das unter maßgeblicher Beteiligung von Reinbeker Bürgerinnen und Bürgern entwickelte Betreibermodell für das Freizeitbad, das sehr erfolgreich arbeitet, ist fortzusetzen. Für Schulen, Vereine und eine breite Öffentlichkeit ist die Weiterführung des Schwimmbetriebs unverzichtbar.

Die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Sportvereinen, Schulen und sozialen Einrichtungen ist im Sinne von optimierten Angeboten für alle Altersgruppen fortzuentwickeln. Die Reinbeker SPD wird sich dafür einsetzen, dass zwischen den Sportvereinen der Stadt – auch aus finanziellen Gründen – eine sinnvolle Vernetzung bei der Auswahl ihrer Sportangebote und der Nutzung der Sportanlagen möglich wird.

Reinbeks Kommunalpolitiker müssen sich mittel- und langfristig Gedanken darüber machen, wie in den Stadtteilen Neuschönningstedt, Schönningstedt und Ohe in naher Zukunft Sport angeboten werden soll und welche Sporteinrichtungen dafür erforderlich sind. Wir unterstützen in diesem Zusammenhang Bemühungen, die Sportanlage Ohe an anderer Stelle neu zu bauen, da die bestehende erheblichen Sanierungsbedarf aufweist.

Die Bürgergesellschaft

Viele Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt engagieren sich dauerhaft oder auf Zeit in Vereinen und Verbänden, Kirchen oder anderen Organisationen – auch punktuell in Bürgerinitiativen zur Durchsetzung konkreter Ziele. In vielen Bereichen ist dieses ehrenamtliche Engagement unverzichtbar. Was würde Reinbek machen, gäbe es zum Beispiel nicht die Bereitschaft zur freiwilligen Mitarbeit in der Feuerwehr?  Wie kalt wäre unsere Stadt, wenn sich nicht tagtäglich Bürgerinnen und Bürger in den verschiedenen Sozialverbänden - insbesondere für ältere, einsame oder hilfsbedürftige Mitmenschen - einsetzten? Die Aufzählung ließe sich – wie das Ehrenamt in den Sportvereinen zeigt -  beliebig fortsetzen.

Die Reinbeker SPD unterstützt die ehrenamtliche Arbeit, wenn es um die Bereitstellung finanzieller Hilfen seitens der Kommune geht. Wir wollen dieses Engagement darüber hinaus auch durch die Schaffung eines Bürgerpreises stärker in das öffentliche Bewusstsein heben. Jährlich sollen einzelne Bürger oder Initiativen ausgezeichnet werden, um so beispielhaft die Bedeutung des Ehrenamts für das Gemeinwohl aufzuzeigen.

Wir unterstützen die Mitwirkungsmöglichkeiten der Beiräte in den kommunalen Gremien und werden uns allen Versuchen, diese einzuschränken, widersetzen. Allen Aktiven versprechen wir, mit ihnen in einen offenen Dialog einzutreten.

Senioren

In Reinbek gibt es zahlreiche aktive Senioren, die durch ihre vielfältigen Aktivitäten in keiner Weise dem Klischee vom alten, betagten Menschen entsprechen. Diese Senioren leisten einen hervorragenden Beitrag für unser Gemeinwesen und verdienen unsere hohe Anerkennung.

Die demografische Entwicklung in Deutschland mit einem stetigen Anwachsen immer älter werdender Menschen zeigt sich auch in Reinbek. Hinzu kommt, dass die Zahl der vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheidenden Frauen und Männer zunimmt. Das schafft neue Herausforderungen und Chancen für unser Gemeinwesen.

Die SPD ist deshalb über die Arbeit der Organisationen in Reinbek, die mit der Unterstützung von aktiven Senioren anspruchsvolle Programme für Jung und Alt anbieten, sehr erfreut. Vor allem für diejenigen, die sich noch stark und tatkräftig fühlen, muss ein angemessenes Programm für ihre Lebensgestaltung entwickelt werden. Ihre vielfältigen Kompetenzen sowie ihre Lebenserfahrung gilt es auch für die Kommune zu nutzen. Die SPD möchte die hier tätigen Organisationen unterstützen und mit ihnen gemeinsame Wege für die Zukunft entwickeln.

Wohlfahrtspflege

Auch in Zukunft wird sich die SPD für die Aktivitäten der Organisationen der "Freien Wohlfahrtspflege" einsetzen.

Das hohe Engagement von Bürgerinnen und Bürgern im sozialen Bereich verdient große Anerkennung und somit auch die Unterstützung der Stadt. Die Frauen- und Mädchenberatung und die psychosozialen Beratung von Frauen und Männern durch die Südstormarner Vereinigung müssen dauerhaft gesichert werden. Ebenso muss es nach Auffassung der SPD einen Ausbau der Tagespflege für ältere Menschen geben.

Auch die Hilfe für die Menschen, die von Demenz bedroht sind, muss in eine feste Organisationsstruktur eingebunden werden. Der Weg in eine stationäre Einrichtung  sollte stets erst am Ende der Hilfskette erfolgen. Aus diesem Grund möchte die SPD auch hier die ambulanten Hilfen ausbauen.

Daneben müssen mit Unterstützung der Stadt neue Betreuungskonzepte, Wohnformen für ältere Menschen, generationsübergreifendes Wohnen oder begleitendes Wohnen durch geeignete ehrenamtliche Personen in Reinbek entwickelt werden.

In der offenen Arbeit in den täglichen Treffs im Rickertsen-Haus, in der Begegnungsstätte Neuschönningstedt oder in den Kirchengemeinden wird es aufgrund der bereits erwähnten Veränderung der Altersstruktur einen erhöhten Bedarf an Plätzen und an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geben. Auch hier wird sich Reinbek mit gezielt eingesetzten Mitteln helfend beteiligen müssen.

Jugend

Die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit ist für die SPD nach wie vor ein wichtiges Anliegen. Die offene Jugendarbeit in den Kinder- und Jugendeinrichtungen schafft Vertrauen und hilft dort, wo Hilfe und gezielte Angebote gebraucht werden. Die vorhandenen Angebote wollen wir sichern und weiterentwickeln. Dazu gehören auch die Pflege der Kinderspielplätze und die Angebote sowie Standorte der Jugendzentren.

Mit einer starken Jugendpolitik von Jugendlichen für Jugendliche wollen wir den besonderen Bedürfnissen junger Menschen Rechnung tragen. Deshalb wollen wir die Beteiligung des Stadtjugendringes ebenso wie das erfolgreiche Projekt „Jugend im Rathaus“ weiterhin fördern. Die SPD setzt sich für den Ausbau des internationalen Jugendaustausches ein.

Die größtenteils von den Jugendlichen selbst organisierte Nutzung des Courvoisier-Hauses unterstützen wir auch nach dem Verkauf der Immobilie. Eine Verlegung dieses Standortes der Jugendarbeit ist nur in Absprache mit den Nutzerinnen und Nutzern denkbar. Außerdem müssen bei der Betrachtung möglicher alternativer Räumlichkeiten die bisherigen Voraussetzungen im Courvoisier-Haus als Mindeststandards gelten.

Umwelt- und Klimaschutz

Die Stadt Reinbek betrachtet zwar den Umwelt- und Klimaschutz als eine der vorrangigen kommunalen Aufgaben und hat dieses Ziel auch im Stadtleitbild verankert, setzt das verabschiedete Klimaschutzprogramm nach Meinung der SPD aber bisher zu wenig um.

Die Ersatzflächen, die im Zuge der Schaffung neuer Bebauungsgebiete in Reinbek als ökologischer Ausgleich eingerichtet wurden, müssen durch systematische Pflege und Aufforstung ihrem Anspruch auch gerecht werden. Nur durch eine nachhaltige Nutzung der Landschaft wird Reinbek seinem Anspruch, eine „Stadt im Grünen“ zu sein, gerecht. Daher lehnt die SPD auch einen weiteren Kiesabbau in unserer Stadt ab. Gleiches gilt für das Fracking. Die Trinkwasserversorgung muss öffentliche Aufgabe bleiben.

Der aus hohem Energieverbrauch resultierende Anstieg der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre bewirkt negative Veränderungen des Klimas. Zudem erweisen sich die steigenden Energiekosten zunehmend als sozial und wirtschaftlich unverträglich. Auf kommunaler Ebene kann durch zielgerechtes Klimamanagement und Controlling ein erheblicher Beitrag zur Begrenzung der CO2-Emission geleistet werden. Durch ihre Beteiligung am e-Werk Sachsenwald muss die Stadt Reinbek nach Auffassung der SPD ihre Möglichkeiten, auf eine ökologische Energiewende hinzuwirken, stärker nutzen. In bautechnisch sinnvoller Weise sind Prioritäten eines Sanierungskonzeptes für die öffentlichen Gebäude umzusetzen.

Wohnungsbau

Die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger hängt ursächlich auch mit ihrer Wohnsituation und ihrem Wohnumfeld zusammen. Nur in einem ausgewogenen Verhältnis zwischen jungen Familien mit Kindern und älteren Bürgern lässt sich der demografische Wandel auf solidarischem Weg bewältigen. Junge Familien müssen in Reinbek ebenso wie ältere Menschen ihren Lebensmittelpunkt finden können. Dies ist jedoch nur möglich, wenn es bezahlbaren Wohnraum gibt. Deshalb treten die Sozialdemokraten für einen sozialen Wohnungsbau in unserer Stadt ein. In diesem Sinne sind in sozial und ökologisch sinnvollem Rahmen neue Bebauungsgebiete auszuweisen.

In den letzten Jahren sind in Reinbek unter teilweise großen finanziellen Belastungen neue Eigenheime gebaut worden.  Dabei kommt es für die Anwohner oft zu einer bösen Überraschung, wenn die Wohnstraße saniert werden muss und hohe Ausbaukosten anfallen. Die SPD fordert daher, dass die Ausbausatzung der Stadt geändert wird und die Sanierungskosten in Zukunft in Form einer allgemeinen Bürgerumlage erhoben werden. Dadurch lässt sich eine gerechte Lastenverteilung zwischen Anwohnern und Nutzern erzielen.

Öffentliche Sicherheit

Reinbek braucht für seine Fußgänger – vor allem für Kinder und ältere Mitbürger - sichere Verkehrswege. Die SPD wird sich deshalb nicht nur für Geschwindigkeitsbegrenzungen vor Schulen und Kindertageseinrichtungen einsetzen, sondern auch für die ausreichende Beleuchtung von Fußwegen, Bushaltestellen sowie für die Sicherheit auf dem Täbyplatz.

Wir unterstützen Reinbeks erfolgreich und mit großem Engagement arbeitende Freiwillige Feuerwehren in Alt-Reinbek, Schönningstedt und Ohe. Das bedeutet für die SPD, dass der Neubau einer Feuerwache dringend erforderlich ist und auch die Modernisierung der Hilfsmittel sowie des Fahrzeugparks zeitnah erfolgen muss.

Verkehrsplanung

Reinbek darf als wachsende Stadt im Mittelzentrum die Entwicklung eines bedarfsgerechten Verkehrskonzepts nicht verschlafen. Eine vollständige verkehrstechnische Überplanung der Stadt mit ihrer Einbettung in das Mittelzentrum ist hierzu nach Auffassung der SPD erforderlich. Dazu gehören eine bessere Vernetzung des Bus- und S-Bahn-Verkehrs und der Ausbau von Park and Ride-Möglichkeiten an zentralen Stellen wie Haidkrug und Bahnhof. Die SPD fordert vom HVV die Wiederherstellung des 10-Minuten-Taktes im S-Bahnverkehr.

Der Verkehrslärm in den Wohngebieten muss durch verkehrsberuhigende Maßnahmen gesenkt werden. In den innerörtlichen Bereichen Reinbeks muss es zu einem Verbot von Schwerlastverkehr kommen. Die SPD wird ihre Bemühungen intensivieren, dass an der K80 ein Lärmschutzwall zum Schutz der dort wohnenden Bürgerinnen und Bürger errichtet wird.

Aufgrund neuer Gewerbe- und Nahversorgungsgebiete ist das Verkehrsaufkommen in Reinbek punktuell und generell stark gestiegen, ohne dass die verkehrstechnische Planung diesem Zustand bislang ausreichend Rechnung trägt. Verkehrsschwerpunkte müssen deshalb analysiert und durch den Bau von Kreisverkehren, Verkehrsleitsystemen und Umgehungsstraßen bewältigt werden. Darüber hinaus kann durch viele kleinere Maßnahmen die ÖPNV-Nutzung durch Busbuchten verbessert werden. Auch die barrierefreie Gestaltung ist zu beachten, um so behinderten Bürgern die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu erleichtern.

Naherholung

Die Attraktivität Reinbeks wird in starkem Maße von ihren Naherholungsgebieten geprägt. Diese Gebiete sollen den Menschen eine intakte Umwelt bieten. Die Naherholungsgebiete Reinbeks befinden sich teilweise in einem problematischen Zustand. Insbesondere muss neben einzelnen gezielten Sanierungsmaßnahmen ein weit reichendes, moderneres Gestaltungskonzept entwickelt werden, das den Bedürfnissen der Bevölkerung und dem erreichbaren Freizeitwert gerecht wird. Ein erster Schritt sollte die Erarbeitung einer Freizeitkarte Reinbek mit konkreten Hinweisen auf Wanderwege und besondere Sehenswürdigkeiten sein.

Stadtverwaltung, Mittelzentrum

Der durch den ehemaligen Bürgermeister Detlef Palm eingeschlagene Weg, aus der Stadtverwaltung ein modernes Dienstleistungszentrum zu machen, soll intensiviert werden. Verwaltungshandeln und Kommunalpolitik müssen dabei für Bürgerinnen und Bürger transparent bleiben.

In Zusammenarbeit mit den anderen Städten des Mittelzentrums muss weiter nach geeigneten Möglichkeiten der gemeinsamen Organisation von Verwaltungsleistungen gesucht werden, um Mehrfacharbeit zu verhindern. Bürgernahe Dienste, zu denen die Bürger also direkt kommen, müssen dabei selbstverständlich vor Ort im eignen Rathaus verbleiben. Die Öffnungszeiten der Bürgerbüros wie aller öffentlichen Einrichtungen müssen sich der veränderten Arbeitswelt anpassen.

 
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