SPD Reinbek

Olof-Palme-Preis 2016

Am 28. Februar 2016 wurde im Schloß Reinbek der diesjährige Olof-Palme-Friedenspreis vergeben. Die SPD Reinbek ist traditionsgemäß Gastgeberin dieser Veranstaltung und kümmert sich um die Organisation vor Ort. Die SPD Stormarn veröffentlichte dazu folgenden Text; auf ihrer Homepage sind zudem einige Bilder von der Preisverleihung zu finden.

 

Vor 30 Jahren, am 28. Februar 1986, wurde der schwedische Ministerpräsident Olof Palme auf offener Straße erschossen. Zum Gedenken an sein Bemühen, den Menschen ein Leben in demokratischer Freiheit zu verschaffen, seinen Kampf gegen Unrecht und Rassismus, für die Verbesserung der Situation in der Dritten Welt sowie sein Eintreten für Frieden und Sicherheit durch Partnerschaft und Abrüstung verleiht die SPD Stormarn seit 1987 den Olof-Palme-Friedenspreis an Vereine, Verbände und Menschen aus Stormarn, die sich besonders für ein friedliches Miteinander und ein menschenwürdiges Dasein für alle engagieren. 2016 ging der Preis an den Verein Pryvit um Wulf Garde, der Kindern aus der Region um Tschernobyl hilft.

Knapp 200 Gäste konnte die Stormarner SPD-Kreisvorsitzende Susanne Danhier im Reinbeker Schloss begrüßen. Festrednerin war Aydan Özoğuz, stellvertretende SPD-Parteivorsitzende und Staatsministerin für Integration. Sie freute sich, an einer Veranstaltung teilnehmen zu können, bei der engagierte Menschen aus dem Kreis Stormarn ebenso gewürdigt werden wie der Namensgeber des Preises. Özoğuz erinnerte in ihrer Rede an eine Radioansprache Olof Palmes von 1965, in der er den Weg zu „einem anderen Schweden“ skizzierte und mahnte, keine Angst vor Menschen mit anderer Kultur oder anderer Hautfarbe zu haben. Dass es eine moralische Verpflichtung sei, Menschen in Notsituationen zu helfen. Eine ähnliche Rede sei vom aktuellen deutschen Verkehrsminister eher nicht zu erwarten, stellte sie augenzwinkernd fest.

Manchen scheine es zu überraschen, so die Staatsministerin für Integration, dass die Flüchtlinge es überhaupt bis Deutschland schafften. Wichtig sei heute, den „gutgelaunten Teil“ der Bevölkerung zu unterstützen, der sich um Integration bemühe und versuche, die Fehler, die nach 1955 mit den Gastarbeitern in Deutschland gemacht wurden, nicht zu wiederholen. Sie warb für Haltung, warnte vor einer Aufspaltung Europas in nationale Egoismen und erinnerte an den alten SPD-Leitspruch: „Ein besseres Land kommt nicht von allein!“ Besonders gewürdigt wurde an diesem Abend der im vergangenen Jahr im Alter von 93 Jahren gestorbene Bundespolitiker Egon Bahr, der vom damaligen SPD-Vorsitzenden Franz Thönnes für die ersten Jahre des Preises als Kuratoriumsvorsitzender gewonnen werden konnte. Bahrs Tochter, Ariane Niehoff-Hack, nahm an der Veranstaltung teil und war extra aus Nürnberg angereist.

Das Kuratorium, dem auch der Reinbeker Landtagsabgeordnete Martin Habersaat angehört, entscheidet über die Vergabe des Preises. Heutige Vorsitzende ist Birgit Kassovic, die mit der Walter-Jacobsen-Gesellschaft zusammen mit den Stormarner SPD-Bundes- und Landtagsabgeordneten in jedem Jahr das Preisgeld stiftet. Aus sieben Nominierungen wurde 2016 Pryvit ausgewählt, ein Verein, der 2011 vom Ahrensburger Wulf Garde gegründet wurde. Jeden Sommer sind 18 hilfsbedürftige Kinder aus der Region um das ehemalige Atomkraftwerk in Tschernobyl zu Gast in Großhansdorf, dürfen Ferien erleben und werden medizinisch versorgt. Garde schilderte in seiner Dankesrede eindrucksvoll die „gottverlassene Gegend“ um Tschernobyl und die Hilfsbedürftigkeit der Menschen dort. Neben dem lobenswerten Projekt selbst hob Kuratoriumsmitglied Cord Denker besonders hervor, dass im Vorstand des Vereins Deutsche, Ukrainer und Russen völkerverständigend zusammen arbeiten.

Links zu den Preisträgern und den anderen Nominierten:

Pryvit

Sönke-Nissen-Park Stiftung (Glinde)

JuZ Reinbek

German Folk and Gospel Choir (Bargteheide)

Cotranga (Ahrensburg)

Runder Tisch Ahrensburg

Freundeskreis Flüchtlinge (Großhansdorf)

Am 28.2.2016 wurde im Reinbeker Schloß der diesjährige Olof-Palme-Friedenspreis vergeben. Die SPD Reinbek richtet traditionsgemäß die Veranstaltung aus und kümmert sich um die Organisation vor Ort. Die SPD Stormarn, die den Preis verleiht, hat auf ihrer Webseite folgenden Bericht veröffentlicht und dort auch einige Fotos als Impressionen von der Veranstaltung bereit gestellt.

 

Vor 30 Jahren, am 28. Februar 1986, wurde der schwedische Ministerpräsident Olof Palme auf offener Straße erschossen. Zum Gedenken an sein Bemühen, den Menschen ein Leben in demokratischer Freiheit zu verschaffen, seinen Kampf gegen Unrecht und Rassismus, für die Verbesserung der Situation in der Dritten Welt sowie sein Eintreten für Frieden und Sicherheit durch Partnerschaft und Abrüstung verleiht die SPD Stormarn seit 1987 den Olof-Palme-Friedenspreis an Vereine, Verbände und Menschen aus Stormarn, die sich besonders für ein friedliches Miteinander und ein menschenwürdiges Dasein für alle engagieren. 2016 ging der Preis an den Verein Pryvit um Wulf Garde, der Kindern aus der Region um Tschernobyl hilft.

Knapp 200 Gäste konnte die Stormarner SPD-Kreisvorsitzende Susanne Danhier im Reinbeker Schloss begrüßen. Festrednerin war Aydan Özoğuz, stellvertretende SPD-Parteivorsitzende und Staatsministerin für Integration. Sie freute sich, an einer Veranstaltung teilnehmen zu können, bei der engagierte Menschen aus dem Kreis Stormarn ebenso gewürdigt werden wie der Namensgeber des Preises. Özoğuz erinnerte in ihrer Rede an eine Radioansprache Olof Palmes von 1965, in der er den Weg zu „einem anderen Schweden“ skizzierte und mahnte, keine Angst vor Menschen mit anderer Kultur oder anderer Hautfarbe zu haben. Dass es eine moralische Verpflichtung sei, Menschen in Notsituationen zu helfen. Eine ähnliche Rede sei vom aktuellen deutschen Verkehrsminister eher nicht zu erwarten, stellte sie augenzwinkernd fest.

Manchen scheine es zu überraschen, so die Staatsministerin für Integration, dass die Flüchtlinge es überhaupt bis Deutschland schafften. Wichtig sei heute, den „gutgelaunten Teil“ der Bevölkerung zu unterstützen, der sich um Integration bemühe und versuche, die Fehler, die nach 1955 mit den Gastarbeitern in Deutschland gemacht wurden, nicht zu wiederholen. Sie warb für Haltung, warnte vor einer Aufspaltung Europas in nationale Egoismen und erinnerte an den alten SPD-Leitspruch: „Ein besseres Land kommt nicht von allein!“ Besonders gewürdigt wurde an diesem Abend der im vergangenen Jahr im Alter von 93 Jahren gestorbene Bundespolitiker Egon Bahr, der vom damaligen SPD-Vorsitzenden Franz Thönnes für die ersten Jahre des Preises als Kuratoriumsvorsitzender gewonnen werden konnte. Bahrs Tochter, Ariane Niehoff-Hack, nahm an der Veranstaltung teil und war extra aus Nürnberg angereist.

Das Kuratorium, dem auch der Reinbeker Landtagsabgeordnete Martin Habersaat angehört, entscheidet über die Vergabe des Preises. Heutige Vorsitzende ist Birgit Kassovic, die mit der Walter-Jacobsen-Gesellschaft zusammen mit den Stormarner SPD-Bundes- und Landtagsabgeordneten in jedem Jahr das Preisgeld stiftet. Aus sieben Nominierungen wurde 2016 Pryvit ausgewählt, ein Verein, der 2011 vom Ahrensburger Wulf Garde gegründet wurde. Jeden Sommer sind 18 hilfsbedürftige Kinder aus der Region um das ehemalige Atomkraftwerk in Tschernobyl zu Gast in Großhansdorf, dürfen Ferien erleben und werden medizinisch versorgt. Garde schilderte in seiner Dankesrede eindrucksvoll die „gottverlassene Gegend“ um Tschernobyl und die Hilfsbedürftigkeit der Menschen dort. Neben dem lobenswerten Projekt selbst hob Kuratoriumsmitglied Cord Denker besonders hervor, dass im Vorstand des Vereins Deutsche, Ukrainer und Russen völkerverständigend zusammen arbeiten.

Links zu den Preisträgern und den anderen Nominierten:

Pryvit

Sönke-Nissen-Park Stiftung (Glinde)

JuZ Reinbek

German Folk and Gospel Choir (Bargteheide)

Cotranga (Ahrensburg)

Runder Tisch Ahrensburg

Freundeskreis Flüchtlinge (Großhansdorf)

 
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