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Jakobskreuzkraut bekämpfen

Veröffentlicht am 10.06.2014, 22:28 Uhr     Druckversion

Foto: Robert Habeck (Olaf Barthke)

Vor dem Hintergrund des frühen Endes der Obst- und Rapsblüte hat das Umweltministerium alle öffentlichen Liegenschaftsverwaltungen wie Kreise, Gemeinden und öffentlich-rechtlichen Stiftungen angeschrieben und darum gebeten, geeignete Maßnahmen ergreifen, um die weitere Ausbreitung von Jakobskreuzkraut soweit wie möglich zu behindern. Darauf weist Martin Habersaat, Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Stormarn-Süd (Reinbek, Glinde, Barsbüttel, Oststeinbek und Wentorf) hin.

 

Habersaat: „Gegen das Jakobskreuzkraut kommen wir nur an, wenn alle für Flächen Verantwortlichen an einem Strang ziehen.“ Zudem weist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, die landesweit Naturschutzflächen besitzt, ihre Pächter nochmals auf die mit dem Jakobskreuzkraut verbundene Problematik hin. Sie wird darüber hinaus einen Fachmann benennen, der in den kommenden Monaten insbesondere für die Imkerinnen und Imker in Schleswig-Holstein als zentraler Ansprechpartner dient und dabei hilft, einvernehmliche Lösungen für Stiftungsflächen mit stärkerem Kreuzkrautbesatz zu entwickeln.

Das Jakobskreuzkraut beginnt in wenigen Wochen zu blühen; es wächst an Bahndämmen, Straßenrändern, landwirtschaftlichen Flächen oder auch Naturschutzflächen. Jakobskreuzkraut enthält sogenannte Pyrrolizidinalkaloide  (PA), die in hoher Anreicherung gesundheitsschädigend sein können. Es kann in Heu und Silage gelangen und daher  insbesondere bei Pferden Krankheiten verursachen. Zudem können Pyrrolizidinalkaloide über Bienen, die Jakobskreuzkraut als Pollen-und Nektarlieferant anfliegen, in Honig gelangen.  

Minister Habeck machte klar, dass vor allem die geringe Blütenvielfalt nach Ende der Raps- und Obstblüte in der Agrarlandschaft das eigentliche Problem für die Imkerei darstellt. „Das Land wird immer intensiver bewirtschaftet, es werden nur wenige Feldfrüchte angebaut. Blühflächen als Bienenweiden sind verloren gegangen“, sagte Habeck. Die Folge: Zwar gehört Jakobskreuzkraut nicht zu den bevorzugten Trachtpflanzen für Honigbienen, aber weil sie im Sommer immer weniger Alternativen haben, sind sie fast gezwungen, Standorte mit Jakobskreuzkrautvorkommen anzufliegen. So kann auch jede/r Gartenbesitzer/in durch einen blütenreichen Garten dazu beitragen, den Bienen eine Alternative zu bieten.

 

Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume hat im Mai 2013 die Broschüre zum „Umgang mit dem Jakobskreuzkraut – Meiden, Dulden, Bekämpfen“ mit einem entsprechenden Handlungskonzept aktualisiert herausgegeben. Die Broschüren finden Sie im Internet unter

http://www.schleswig-holstein.de/LBVSH/DE/DownloadPDF/broschLUR_juni13__blob=publicationFile.pdf

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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