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Wir wollen Chancengleichheit und längeres gemeinsames Lernen

Veröffentlicht am 23.08.2012, 14:36 Uhr     Druckversion

Foto: Martin Habersaat, MdL Landtagsrede vom 23. August 2012 zum Bericht der Landesregierung

Als Lehrer habe ich mich ber den Wissensdurst von Schlerinnen und Schlern gefreut, ber Nachfragen und Themenvorschlge. Heute als Abgeordneter freue ich mich ber desgleichen von Seiten der Opposition. Insofern ist es fr mich auch in Ordnung, dass wir heute eine Wiederholung des Bildungsausschusses vom 9. August erleben. Nur: Zuhren wre dann ein Gebot der Hflichkeit. Wie kann man heute einer Regierung vorwerfen, sie leiste der Leiharbeit Vorschub, wenn die Regierung die Zahl der unbefristeten Stellen im Gegenteil erhht und das hier und im Ausschuss erklrt.

Wir haben heute das erste Mal seit Langem einen Bericht einer Bildungsministerin gehrt, der Herz hatte und einen Blick fr die Schlerinnen und Schler. Vielen Dank dafr. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.

Nachdem die FDP das babylonische Exil an der Seite der CDU hinter sich gelassen hat, ist sie frei, sich in Sachen der 300 Lehrerstellen anders zu verhalten als vorher. Und auch zu ihren dubiosen Beschlssen in Sachen Vertretungsfonds sehe ich Absetzbewegungen. Vielleicht fhrt die neue Freiheit ja auch zu neuen Einsichten.

Unser Koalitionsvertrag will Chancengleichheit und lngeres gemeinsames Lernen. Das Ziel ist klar. Ich kann den rger der CDU verstehen, die erst Gemeinschaftsschulen einfhrt und dann, mit einem neuen Koalitionspartner, deren Konzepte aushhlt. Da rgert man sich ber die eigene Richtungslosigkeit.

Das Ziel ist klar. ber den Weg wird der Dialog gesucht, der alle Betroffenen einbezieht. Nun kann man den Streit suchen ber Einladungsverteiler und Tagesordnungen solcher Bildungskonferenzen, man kann vielleicht spter auch das Essen dort kritisieren. Aber eins ist klar: Jeder Dialog ist besser als kein Dialog, wie er unter der alten Regierung blich war.

Das Ziel ist klar. Wir werden mit den Betroffenen ber Wege reden und auch darber zu sprechen haben, wie wir solange Schritte in die falsche Richtung vermeiden.

Der Kollege Koch hat gestern zwei Facebook-Meldungen ber ,,Symbolpoitik" verffentlicht. Heute sollte eine dritte dazukommen, die sich mit dem Vertretungsfonds befasst. Er ist nicht ausgeschpft. Mehr Geld hilft nicht, wenn nicht die Lehrer da sind. Ab dem ersten Tag ist allein mit Geld kein Unterricht sichergestellt, solange dann nicht auch ein Lehrer vor der Klasse steht.

Wenn Frau Franzen nun heute und in Pressemitteilungen Trnen ber die schlechte Ausstattung der Regionalschulen vergiet, sei daran erinnert: Es ist die Ausstattung, die Sie beschlossen haben. Es ist Ihr Haushalt, unter dem die Schulen heute leiden.

An unseren Schulen, an allen Schulen, wird gut gearbeitet. Ich freue mich, dass wir den Schulen endlich wieder mit Wertschtzung begegnen, dass Dialog stattfindet. Das ist ein guter Weg.

(frei gehalten, daher Abweichungen vom Manuskript mglich)

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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