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Olof-Palme-Friedenspreis 2019 geht nach Bargteheide

Veröffentlicht am 02.03.2019, 16:52 Uhr     Druckversion

Olof-Palme-Friedenspreis 2019

Frieden braucht Partizipation, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität:

In Bargteheide ist der Volkstrauertag ein Generationen-übergreifendes Ereignis. Dass das so ist, ist der Volkstrauertagsgruppe zu verdanken, die nun zum zweiten Mal seit 1987 mit dem Olof-Palme-Friedenspreis ausgezeichnet wurde – für „lebendige Erinnerungskultur“, wie Laudator Henning Görtz es auf den Punkt brachte. Seit Beginn ist Heidburg Behling Teil der Gruppe, die immer wieder Schülerinnen und Schüler in die Gestaltung des Volkstrauertages einbindet und sich stets neue Schwerpunktthemen für die Gestaltung des Tages einfallen lässt. Behutsam habe man es geschafft, den Volkstrauertag herkömmlicher Art, inklusive des Absingens von „Ich hat‘ einen Kameraden“, zu einem kulturellen Ereignis zu machen und dabei Erinnerung, Mahnung und Hoffnung in den Mittelpunkt zu stellen. Ebenfalls nominiert waren Walter Albrecht (Bad Oldesloe) für sein Engagement im Bündnis gegen Rechts, Marianne Lentz (Lütjensee) für ein Museumsprojekt zu Flucht und Vertreibung sowie Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule am Heimgarten (Ahrensburg) für ihr Forschungsprojekt zur jüdischen Familie Lehmann.

Solche Menschen brauche es für den Frieden, hatte zuvor Festrednerin Gesine Schwan betont. „Partizipation schafft Frieden. Wer sich engagiert, steht der Demokratie näher.“ Das sei wichtig, da heute der Frieden vor allem von innen bedroht sei. „Die Menschenrechte, das Grundgesetz, der Rechtsstaat - sie alle schienen sicher“, so Schwann, „doch dann kamen illiberale Demokraten.“ In Polen und Ungarn sind sie schon an der Macht, anderswo wollen sie dort noch hin. Als einen Grund für diese Entwicklung benannte Schwan den Neoliberalismus vergangener Jahre: „Die Idee, dass nicht Politik Frieden schaffe, sondern der Markt, hat viel Unfrieden geschaffen. Markt allein verschärft Diskrepanzen.“ Frieden brauche aber Politik, brauche Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Drei Maximen Immanuel Kants stellte Schwan an den Schluss ihrer Rede: Erstens müsse jeder selbst denken, zweitens müsse jeder mit sich selbst einstimmig denken – und etwaige Positionswechsel sorgfältig begründen. Drittens müsse jeder auch jederzeit an der Stelle des anderen denken, sich also in die Gegenposition hineinversetzen. Für ihre Rede bekam Gesine Schwan viel Applaus und ein spontanes Lob von Peggy Parnass, die seit vielen Jahren Gast der Preisverleihungen ist: „Gesine Schwan sagt immer Kluges, Ehrliches, Waches!“ Seit 1987 verleiht die SPD Stormarn den Olof-Palme-Friedenspreis an Menschen, die sich in diesem Sinne engagieren. In den ersten acht Jahren war Egon Bahr der Vorsitzende des Kuratoriums. Als Gast nahm 2019 seine Tochter Ariane Niehoff-Hack an der Verleihung teil, die extra aus Nürnberg angereist war. Heute besteht das Kuratorium aus Birgit Kassovic (Gründungs- und Vorstandsmitglied der Walter-Jacobsen-Gesellschaft e.V., Hamburg), Gisela Böhrk (Frauen- und Kultusministerin des Landes Schleswig-Holstein a.D.), dem Bargteheider Pastor im Ruhestand Cord Denker, Propst Matthias Bohl, Stormarns Landrat Dr. Henning Görtz (CDU), Pastorin Margit Baumgarten und Martin Habersaat, MdL. Das Preisgeld wird gestiftet von den Bundestags- und Landtagsabgeordneten der SPD Stormarn und der Walter-Jacobsen-Gesellschaft.

Wie in den Jahren zuvor organisierten Mitglieder der SPD Reinbek das Catering im Hintergrund, nur so sind Sektempfang und gemütliches Beisammensein im Anschluss an die Veranstaltung möglich. Dafür: Danke!

Foto: Birgit Kassovic, SPD-Kreisvorsitzender Tobias von Pein und Mitglieder der Bargteheider Volkstrauertagsgruppe.

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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