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25 Jahre Walter-Jacobsen-Gesellschaft

Veröffentlicht am 02.07.2012, 11:47 Uhr     Druckversion

Foto: 25 Jahre WJG Gefördert werden Politische Bildung, Politische Psychologie und auch der Olof-Palme-Friedenspreis der SPD Stormarn
Die Walter-Jacobsen-Gesellschaft (WJG) wurde am 5. Juni 1987 in Hamburg als gemeinnützige wissenschaftliche Vereinigung gegründet. Initiator und siebzehn Jahre lang Erster Vorsitzender war der Hamburger Sozialpsychologe Helmut Moser. Walter Jacobsen stiftete das Gründungsvermögen.
Mit diesen Mitteln fördert die WJG seit 1987 Projekte, Tagungen und Publikationen zu Fragestellungen der Politischen Bildung und Politischen Psychologie. Dazu zählen vor allem regelmäßige Workshops zu aktuellen politischen Problemen (Umwelt, Arbeitsmarkt, Friedenssicherung, Folgen der Wende, politische Skandale usw.). Aus Mitteln der WJG wurde auch die „Zeitschrift für Politische Psychologie“ (1992-2006) materiell unterstützt.

Ganz im Geiste Walter Jacobsens sieht die WJG ihre Aufgabe auch in der Förderung sozialer Verantwortung und der Verständigung zwischen den Kulturen. Daher stiftet sie seit 1988 einen nicht unerheblichen Teil des Preisgeldes für den „Olof-Palme-Friedenspreis“, mit dem die SPD Stormarn alljährlich beispielhafte soziale und humanitäre Projekte und Initiativen ehrt. Für die Preisträger konnten bisher stets namhafte Festredner gefunden werden, u.a. Egon Bahr, Hans Jochen Vogel, Henning Voscherau, Olaf Scholz. Birgit Kassovic, Großnichte des Stifters und Gründungsmitglied der WJG, ist seit Beginn des Jahres auch Vorsitzende des Kuratoriums für die Vergabe des Olof-Palme-Friedenspreises. Ihr war es daher eine besondere Freude, zur Feier WJG-Jubiläums auch den langjährigen Vorsitzenden der SPD Stormarn, Martin Habersaat, begrüßen zu können.


Walter Jacobsen (1895-1986), geboren in Altona, erwarb seinen Doktorgrad an der Universität Hamburg bei William Stern und arbeitete danach als Psychologe in der Berufsberatung. In der NS-Zeit war er aktiv im liberalen Widerstand gegen das Regime und musste 1936 nach Schweden emigrieren, wo er ebenfalls in der Eignungsdiagnostik tätig war. Nach dem Krieg arbeitete er als erster - und lange Zeit einziger - Psychologe am Aufbau der Bundeszentrale für Politische Bildung mit. Bereits 1946 war Walter Jacobsen Gründungsvorsitzender des Berufsverbands Deutscher Psychologen (BDP). Auf seine Initiative geht auch die Bildung der Sektion „Politische Psychologie“ im BDP zurück. Darüber hinaus legte er mit seinen Mitteln den materiellen Grundstock für den „Forschungsfonds Psychologie der politischen Bildungsarbeit“, der bis heute von der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung verwaltet wird. Die Walter-Jacobsen-Gesellschaft führt sein Lebenswerk fort.


Die WJG will auch weiterhin Politische Bildung und Engagement im Dienste von Integration und Völkerverständigung fördern und ist daher für materielle Unterstützung durch Spenden* dankbar.
Kontaktadresse: birgit.kassovic@t-online.de

Weitere Informationen sind auch der Homepage der WJG zu entnehmen: www.wjg.kulturserver-hamburg.de

*Spenden zu Gunsten der Walter-Jacobsen-Gesellschaft bitte auf das
Konto-Nr. 1201112222 bei der Haspa, BlZ 20050550

Foto v.l.:
Martin Habersaat, Birgit Kassovic, Rainer Krieger, Bernhard Claußen, Frank Hüttmann, Helmut Moser, Siegfried Preiser.


Homepage: SPD-Stormarn


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