SPD-umWeltforum - online -

Nachhaltigkeit statt Wachstum
Seminar des umWeltforums und der Jusos Schleswig-Holstein in der SPD SH
am 4. und 5. Februar 2011

Immer noch schneller, höher und weiter?

Nachhaltigkeit statt Wachstum


www.heinemann-bildungsstaette.de
Die Orientierung auf Wachstum ist eine jahrhundertealte kulturelle Erbschaft der europäischen Moderne. Das war die Idee des Fortschritts. In den ersten Jahrzehnten der Nachkriegszeit gelang es, mehr Wachstum mit dem Ausbau des Sozialstaates zu verbinden. Heute stößt die Menschheit jedoch an ökologische, soziale und ökonomische Grenzen, die respektiert werden müssen.

Ganz gleich, ob wir es wahr haben wollen oder nicht: Ökologisch sind die Grenzen des herkömmlichen Wachstums erreicht, ökonomisch ist es immer weniger machbar und damit geraten auch die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik an Grenzen, solange sie von hohen Wachstumsraten abhängig bleiben. In der bisherigen Form ist Wachstum ein Substanzverzehr zu Lasten der Zukunft.

Unsere Zeit braucht ein gezieltes Wachsen und ein gezieltes Herunterfahren. Die Nachhaltigkeit muss wachsen, während natur- und sozialschädliche Formen von Produktion, Dienstleistungen und Konsum schnell schrumpfen müssen. Unser Land braucht einen Nationalen Wohlfahrtsindex, der Klarheit schafft.

Die drei ökologischen Ziele des Umbaus heißen Effizienz, Konsistenz und Suffizienz. Bei der Effizienz geht es um eine absolute Senkung des Energie- und Rohstoffverbrauchs, bei der Konsistenz um den Umbau in eine Solar- und Kreislaufwirtschaft, bei der Suffizienz um Genügsamkeit und immaterielle Lebensqualität. Nur so können der ökologische Fußabdruck und der ökologische Rucksack, die viel zu groß sind, verringert werden.

Die Alternative zum Wachstumszwang heißt Nachhaltigkeit. Nur sie ist in der Lage, den Anforderungen einer "überbevölkerten, ungleichen, verschmutzten und störanfälligen Welt" (Brundtland- Bericht) gerecht zu werden. Ihr Ausgangspunkt ist eine andere zeitliche Verantwortung in den politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen. Nachhaltigkeit ist neuer Fortschritt. Es geht nicht um einen grünen Anstrich des Bisherigen, sondern um den sozialökologischen Umbau. Die Debatte über die Grenzen des Wachstums muss ohne Scheuklappen geführt werden. Sie braucht einen offenen, lernfähigen und umfassenden Diskurs über die Zukunft. Von daher geht es um mehr Demokratie, Mitbestimmung und Teilhabe.

Das umWeltforum der SPD hat mit dieser Veranstaltung den Anstoß zur Debatte geben, Antworten zu suchen, wie wir morgen leben wollen und können.

Vorträge

Michael Müller, Staatssekretär a.D., Mitglied des Präsidiums des Deutschen Naturschutzrings, Mitglied der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität – Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft“ des Deutschen Bundestages, Vorsitzender der NaturFreunde Deutschlands.

"Ende des Wachstums – Ende der Politik?"

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Prof. Holger Rogall, Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin – "Netzwerk nachhaltige Ökonomie"

"Position einer nachhaltigen Ökonomie zum Wirtschaftswachstum"

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Wolfgang Baasch MdL, Sozialpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Mitglied im SPD Landesvorstand

"Wachstum und soziale Gerechtigkeit"

Benjamin Raschke, Jusos Schleswig-Holstein

"Welche Zukunft erwartet die jüngere Generation?"

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Weiterführende Links

Gesellschaft für Nachhaltigkeit, neue Umweltökonomie und nachhaltiges Umweltrecht
Kooperative Nachhaltige Ökonomie Sustainable Economics

 

 
Naturschutzverbände
BUND Schleswig Holstein
NABU Schleswig Holstein

.ausgestrahlt|gemeinsam gegen Atomenergie

zur Website von Greenpeace Deutschland e.V.

Naturfreunde Schleswig Holstein.

Club of Rome Deutschland