Schülerfahrten zu Gedenkstätten für NS-Opfer werden gefördert

Veröffentlicht am 15.01.2017, 17:26 Uhr     Druckversion

Das Ministerium für Schule und Berufsbildung und die Bethe-Stiftung fördern Fahrten von Schulgruppen aus Schleswig-Holstein zu den Gedenkstätten in den ehemaligen Konzentrationslagern der Nazis in Polen.

„Darüber freue ich mich sehr. Gleichzeitig möchte ich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte dazu ermutigen, dieses Angebot anzunehmen“, sagt die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies. Dabei übernehme die Stiftung die Anwerbung von Bundesmitteln zu diesem Zweck und fördere die Fahrten. Das Ministerium sorgt mit dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) für die gedenkstättenpädagogische Betreuung der Lehrkräfte.
„Ziel der Initiative ist es, Gedenkstätten noch mehr als Lernorte in den Blick rücken, damit mehr junge Menschen Gedenkstätten als Ort der intensiven Auseinandersetzung mit der Geschichte kennen und erleben lernen - für mich auch eine wichtige Form der politischen Bildung“, so Raudies weiter. Die neue Förderung verfolgt das Ziel, möglichst vielen Jugendlichen durch Zuschüsse eine Fahrt mit einem qualifizierten pädagogischen Konzept zu ermöglichen. Die Grundförderung beträgt bis zu 100 Euro pro Schülerin und Schüler. Es gibt außerdem eine pauschale Prämie von 150 Euro pro Klasse für Publikationen und weitere 100 Euro für eine öffentliche Veranstaltung nach der Fahrt.
Schleswig-holsteinische Schulen können sich bei Interesse und für weitere Informationen an das Ministerium für Schule und Berufsbildung wenden.

Übrigens: Fahrten zu den hiesigen Gedenkstätten und zum Jüdischen Museum in Rendsburg werden vom Kulturministerium des Landes seit 2014 ebenfalls gefördert. Ansprechpartner für Schulen ist hier die Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten.

Homepage: Beate Raudies, MdL


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