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SPD-Verantwortliche im Kreis Rendsburg-Eckernförde positionieren sich zur weiteren Ausrichtung der imland Klinik ECK

Veröffentlicht am 13.01.2022, 18:52 Uhr     Druckversion

Grund- und Notfallversorgung sowie Geburtsstation am Standort Eckernförde sollen erhalten bleiben.

Die Menschen im ganzen Kreisgebiet müssen sich auf eine gute, verlässliche und erreichbare gesundheitliche Versorgung verlassen können - das beinhaltet auch die Geburtshilfe und die Notfallversorgung. 

Damit positionieren sich die SPD-Verantwortlichen im Vorfeld der erwarteten Medizinstrategie durch die Geschäftsführung zur Neuausrichtung der Kliniken.

„Wir stehen zu unserem Kreiskrankenhaus mit den beiden Standorten Rendsburg und Eckernförde. Eine weitere Aushöhlung des Standortes Eckernförde auf nur noch planbare Eingriffe wird es mit uns nicht geben. Unser Ziel ist es, die Grund- und Notfallversorgung inklusive der Geburtsstation am Standort Eckernförde zu erhalten“, so die SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag Iris Ploog. Dabei sei der SPD bewusst, dass aktuell nicht alle Abteilungen kostendeckend betrieben werden können. Man habe aber bereits bei der Schließung der Pädiatrie an der Ostsee den Vorschlag gemacht, bei politisch gewollten Angeboten einen Teil der ungedeckten Kosten aus Kreismitteln zu übernehmen. „Zu diesem Vorschlag stehen wir auch heute noch“, so Iris Ploog. Durch die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag ist darüber hinaus kurzfristig zu erwarten, dass die Bundesregierung für eine bedarfsgerechte auskömmliche Finanzierung für die Pädiatrie, Notfallversorgung und Geburtshilfe sorgt.

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und Bundestagsabgeordnete für Rendsburg-Eckernförde Sönke Rix verweist auch auf die bundespolitischen Reformpläne zur Krankenhausversorgung: „Die im Ampel-Koalitionsvertrag festgeschriebene Vereinbarung, kurzfristig für eine bedarfsgerechte Finanzierung für Pädiatrie, Notfallversorgung und Geburtshilfe zu sorgen, wird auch positive Auswirkungen auf die Krankenhausversorgung in Rendsburg-Eckernförde haben. Außerdem planen wir einen Bund-Länder-Pakt zur Krankenhauspolitik und wollen gemeinsam mit den Landesregierungen zu einer sektorenübergreifenden Versorgungsplanung kommen. Die Durchführung von mehr ambulanten Leistungen in Krankenhäusern zu ermöglichen, ist auch eine Chance für die imland Klinik. Ebenso wie die geplante Weiterentwicklung der Krankenhausfinanzierung, die auch  erlösunabhängige Vorhaltepauschalen beinhaltet."

SPD-Spitzenkandidat Thomas Losse-Müller erklärt: „Bei der Krankenhausfinanzierung haben wir ein strukturelles Problem. Nicht nur in Eckernförde ist eine wohnortnahe Versorgung in Gefahr. Auch andere Standorte im Land haben finanzielle Probleme. Krankenhäuser sind Teil der öffentlichen Daseinsversorgung. Bei einem Notfall zählt jede Minute auf dem Weg zum Krankenhaus. Die Ampel-Koalition hat deshalb vereinbart, dass es erlösunabhängige Vorsorgepauschalen geben wird, die sich auch am Kriterium der Erreichbarkeit orientieren. Ich sehe aber auch das Land in der Verantwortung. Trotz seiner Zusagen hat Ministerpräsident Daniel Günther viel zu wenig für den Standort Eckernförde getan. Eine von mir geführte Landesregierung wird für die Sicherung des Standortes auch finanziell eintreten.” 

Von der Geschäftsführung erwarte, insbesondere die SPD-Kreistagsfraktion, schnellstmöglich die Voraussetzungen zur Wiedereröffnung der Geburtsklinik in Eckernförde zu schaffen sowie ein tragfähiges Konzept vorzulegen, wie die Geburtenstation unter den strukturellen Risiken auch in den nächsten Jahren rechtssicher und durchgängig betrieben werden kann.

Homepage: SPD-Kreistagsfraktion Rendsburg-Eckernförde


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