Veröffentlicht am 03.05.2026, 13:14 Uhr 
Gelungener Arbeitnehmer*innen-Empfang der Steinburger Sozialdemokraten
bei der Energiegenossenschaft PROKON in Itzehoe
am 26.04.2026
In diesem Jahr fand der traditionelle Arbeitnehmer*innen-Empfang auf dem Betriebsgelände der Energiegenossenschaft Prokon in Itzehoe statt.
Pünktlich um 11.00 Uhr konnten Tjark Wilts (Prokon) und Lothar Schramm (SPD) die mehr als 70 Teilnehmenden begrüßen, darunter als fachpolitische Referenten MdB Dr. Nina Scheer (energiepolitische Sprecherin der SPD Bundestagsfraktion) und MdL Marc Timmer (energiepolitischer Sprecher der SPD Landtagsfraktion) sowie Norbert Wagner vom DGB Steinburg.
Zwei Gruppen erkundeten dann den Energiepfad zur nachhaltigen Energiewirtschaft und die Werkhalle, in der Großkomponenten von Windkraftanlagen repariert werden. Die vielfachen Fragen der interessierten Gäste an die Prokon-Mitarbeiter Barbara Reich, Tobias Wolff und Philip Hogrebe brachten den Zeitplan ein wenig durcheinander.
Im Foyer ging es nach gut einer Stunde mit einem Grußwort von Norbert Wagner weiter. Er thematisierte besonders die Angriffe auf Arbeitnehmerrechte wie z. B. den „Acht-Stunden-Tag“, die aktuelle Entlassungswelle und die leidige Diskussion um das Rentenniveau.
Mit einem Videogrußwort wandte sich darauf Dr. Henning von Stechow (Vorstand der Prokon eG) an die Gäste. Er war persönlich leider verhindert und wünschte auf diesem Wege allen einen interessanten und guten Austausch an diesem Tag.
Danach ging es mit fundierten Informationen zur Prokon eG und der aktuellen energiepolitischen Großwetterlage weiter. Tjark Wilts und Christoph Rosengarten informierten über Prokon als Energiegenossenschaft, über Projektentwicklung im Windparkbau und über Schwierigkeiten und Stolpersteine in der aktuellen politischen Lage.
Dr. Nina Scheer und Marc Timmer nahmen zu den politischen Rahmenbedingungen und zur aktuellen energiepolitischen Weichenstellung aus dem Wirtschaftsministerium von Frau Reiche Stellung. Die Sorgen und die Verunsicherung in der erneuerbaren Energiebranche konnten beide sehr gut nachvollziehen. .
In folgenden Punkten waren sich die Prokon-Vertreter, die Referenten und die Gäste, was durch spontane Beifallsbekundungen deutlich wurde, einig:
Der Vorschlag der Ministerin Reiche eines kapazitätslimitierten Netzgebietes käme einem Stoppschild für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien gleich. Dies würde insbesondere Schleswig-Holstein betreffen. Vielmehr müssen wir uns auf die Möglichkeiten konzentrieren, die – neben dem weiteren Ausbau – die Netze entlasten.
Hierzu zählen: ???? Die Überbauung von bestehenden Netzanschlusspunkten (Photovoltaik und Wind ergänzen sich). ???? Die einfache und flexible Bereitstellung von Strom für die Wärmeversorgung, Elektromobilität und andere Anwendungen vor dem Netzanschluss. ???? Der schlaue, weil systemdienliche Einsatz von Speichertechnik und Batterien. ????Die weitere Digitalisierung der Netze und der Hausversorgung.
Das Netzpaket der Energieministerin verbunden mit dem geleakten Referentenentwurf zum neuen EEG vermitteln den Eindruck, das Ministerin Reiche die Energiewende ausbremsen will. Dabei sind die erneuerbaren Energien längst der entscheidende Faktor im Stromsystem.
Das neue EEG muss in jedem Fall so ausgestaltet werden, dass erneuerbare Energieprojekte sicher und damit kostengünstig finanziert werden können. Unkalkulierbare Risiken auf der Einnahmenseite sind Gift und benachteiligen insbesondere Bürgerenergieprojekte und genossenschaftliche Ansätze.
Wer angesichts der dritten wirtschaftlichen Krise und der damit verbundenen extremen Preisanstiege der fossilen Energieträger (nach der Ölkrise 1973, der Invasion Russlands in der Ukraine und eben jetzt) so wenig tut, um die energetische Unabhängigkeit zu fördern, der hat die Zeichen der Zeit leider nicht erkannt.
81 Milliarden Euro pro Jahr überweisen wir für den Import fossiler Energieträger. Das ist Geld, dass wir perspektivisch für die Energie-Unabhängigkeit und zum Schutze unseres Klimas einsetzen müssen.
Nach gut 2 Stunden geballter Information endete der diesjährige Arbeitnehmer*innen-Empfang der Steinburger SPD mit einem vom Ortsverein Itzehoe organisierten und vom „Café Königsberg“ zubereiteten schmackhaften Imbiss.
Wir bedanken uns bei der Geschäftsleitung und den Mitarbeiter*innen der Prokon eG, den Referenten, dem SPD-OV Itzehoe und dem Team vom „Café Königsberg!




Auch Wiebke Tischler und Niels Jurgons (die beiden Steinburger SPD-Kandidaten für die Landtagswahl 2027) nutzten die Gelegenheit, sich über die Energiegenossenschaft Prokon zu informieren.

Von links: Tjark Wilts (Prokurist PROKON), Lothar Schramm (SPD-Kreisvorsitzender), MdB Dr. Nina Scheer, MdL Marc Timmer, Christoph Rosengarten (Projektentwickler PROKON)
Homepage: SPD-Krempermarsch



