Allianz für Integration

Veröffentlicht am 15.02.2016, 17:12 Uhr     Druckversion

Land, Bund, Kommunen und Gewerkschaften wollen dieses Jahr bis zu 2000 Flchtlinge in Arbeit und Ausbildung bringen - in Reinbek gibt es solche Bemhungen schon lnger:

Um einen Teil der derzeit rund 35.000 Flchtlinge in Schleswig-Holstein rasch in Ausbildung oder Arbeit zu bringen, startet im Juni ein zweistufiges Pilotprojekt, das bis zu 2.000 Frauen und Mnner auf eine Einstiegsqualifizierung, eine Berufsausbildung oder eine sozialversicherungspflichtige Beschftigung vorbereiten soll:

Das vom Land und der Bundesagentur fr Arbeit aufgesetzte und gemeinsam finanzierte Programm BFAA.SH (Begleiteter bergang fr Flchtlinge in Arbeit und Ausbildung) wurde am 11. Februar auch von Vertretern der Wirtschaft, der Kommunen und den Gewerkschaften unterzeichnet. Damit verpflichten sich die Partner zugleich, unter anderem mindestens 1.200 Jobs oder Ausbildungspltze fr erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen des Programms bereit zu stellen.

Martin Habersaat, Landtagsabgeordneter aus Reinbek und stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion: Das ist ein breiter Schulterschluss fr eine wichtige Aufgabe und eine gute Ergnzung zu vorhandenen regionalen Projekten. Beispielsweise gebe es in Reinbek bereits die Erfassung der Ausbildungen und Fhigkeiten von Flchtlingen und  eine Jobbrse fr Asylbewerber. Geleistet wird die Erfassung von zwei Minijob-Krften, die aus Spenden finanziert werden. 100 Menschen konnten in Reinbek 2015 so erfasst werden. 25 Gewerbetreibende kamen jngst im Rickertsen-Haus zusammen, um sich ber Beschftigungsmodelle und Regeln bei der Beschftigung von Flchtlingen zu informieren. Untersttzt wird die Stadt von der Bundesagentur fr Arbeit, dem Jobcenter und der Auslnderbehrde.   

Arbeitsminister Reinhard Meyer sagte bei der Unterzeichnung der landesweiten Initiative: Wir wollen mit diesem Programm in diesem Jahr dazu beitragen, dass Integration in den Arbeitsmarkt gelingt. Ich freue mich ber die breite Untersttzung, die wir fr unser Programm erfahren. Das Programm kann nur ein Erfolg werden, wenn sich alle nach Krften einbringen." In der ersten Frderrunde 2016 stellen Bundesagentur und Land dafr zunchst rund sechs Millionen Euro bereit. Wie Meyer weiter sagte, solle BFAA.SH flchendeckend in Schleswig-Holstein angeboten werden. Die dafr ntige Frderrichtlinie mit der Aufforderung an Trger, sich zu beteiligen, werde voraussichtlich noch im Mrz verffentlicht. Zielgruppe sind Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive derzeit vor allem Menschen aus Eritrea, Irak, Iran und Syrien sowie so genannte Geduldete mit Arbeitsmarktzugang und Asylberechtigte oder anerkannte Flchtlinge, sofern sie die Schulpflicht erfllt haben.

Bildunterschrift:

Von links sitzend: Michael-Thomas Frhlich (UV-Nord), Minister Reinhard Meyer, Margit Haupt-Koopmann (BA), Claus Heller (Landwirtschaftskammer); stehend: Heiko Grpler (DGB), Jrg Orlemann (IHK), Dr. Johannes Reimann (Landkreistag), Jrg Blow (Gemeindetag), Jochen von Allwrden (Stdteverband), Jrn Arp (Handwerkskammer)

Quelle: MWAVT

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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