SPD-Kreisverband Stormarn

AfB der SPD Stormarn: Unsere Schulen – Fit für die Zukunft? mit Britta Ernst

Veröffentlicht am 29.04.2017, 08:39 Uhr     Druckversion

Unsere Schulen -Fit für die Zukunft mit B. Ernst, GEW u. KSV

Britta Ernst, Tim Grammerstorf und Johannes Basler (Kreisschülervertretung), Heiko Winckel-Rienhoff (Kreisvorsitzender GEW) sowie der Bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat, und die SPD-Direktkandidatin des Wahlkreises Stormarn-Nord, Susanne Danhier, stellten sich am 24.04.2017 abends in der Mensa der Ida-Ehre-Schule in Bad Oldesloe dieser Frage.

Zu Beginn begründete Britta Ernst, wie wichtig es sei, dass persönliche Herkunft und finanzielle Mittel nicht über den Bildungsweg entscheiden dürften, und zeigte anhand verschiedener Beispiele auf, was aktuell in der Bildungspolitik erreicht wurde, damit soziale Gerechtigkeit alle Bildungswege ermögliche. Ein Schwerpunkt in der abgelaufenen Legislaturperiode waren die Ressourcen. „Heute gibt es 2.000 Lehrerinnen und Lehrer mehr an den Schulen, als CDU und FDP das geplant hatten. Darauf sind wir stolz. Ich will mir aber ehrlicherweise gar nicht vorstellen, wie es ohne diese Kräfte heute an den Schulen aussehen würde“, sagte Ernst. Grundschulen wurden zudem mit 600 Schulassistenzkräften unterstützt, das Land hat seine Mittel für Schulsozialarbeit massiv aufgestockt. 

Ein Gutachten kam 2016 zu dem Ergebnis, das für die Umsetzung der Inklusion in Schleswig-Holstein, die bereits seit 1990 in kontinuierlichen Schritten umgesetzt wird, noch 500 Stellen fehlen. Die ersten 50 dieser Stellen kommen 2017, die restlichen folgen in den nächsten Jahren. Neben dem Ausbau von Ganztagsschulen werde auch die Digitalisierung von Schulen vorangetrieben. Aktuell habe es zwei Wettbewerbe im Land gegeben, aus denen im Ergebnis 113 Modellschulen hervorgegangen sind, die durch die Umsetzung von Unterrichtskonzepten zur Stärkung der Medienkompetenz von Schüler/-innen überzeugten.

Ein gelingender Übergang von Schule in den Beruf sei wichtig, zudem beneide man Deutschland um die duale Ausbildung, die Qualität in der Berufswelt sichere, so Ernst weiter. Hierbei erfolgten Hinweise um die Planungen eines Azubi-Tickets, die ersten bereits begründeten Jugendberufsagenturen oder die Planungen zur Erstellung von Wohnmöglichkeiten für Auszubildende analog zu den Wohnungen des Studentenwerkes für Studenten. Ernst: „Uns geht es nicht darum, mit Gewalt die Abiturquote zu erhöhen. Uns geht es darum, dass junge Menschen ihre Potentiale bestmöglich entfalten können. Dafür brauchen wir gute allgemeinbildende und gute berufliche Schulen.“

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung zeigte sich eine hohe Themenvielfalt, die durch die interessierten Bürger/-innen und Teilnehmer/-innen des Podiums eingebracht wurde. So wurde über den Umfang von Inklusion an Gymnasien ebenso debattiert wie über die Reife von Schülern am Ende ihrer schulischen Laufbahn. Weiter wurden die Förderkonzepte im Bereich von Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und die Wege der Integration von jungen Menschen mit Fluchterfahrung angesprochen. Die Kapazitäten von Studienplätzen und die Möglichkeiten Schleswig-Holsteins, fertige Lehrkräfte zu gewinnen, wurden beleuchtet, da es manchen Schulen nicht gelinge, freie Stellen zu besetzen. Die Vorzüge und Unterschiedlichkeiten der drei Wege zum Abitur auf einer Gemeinschaftsschule, einem Gymnasium oder einem Beruflichen Gymnasium wurden diskutiert. Die Mehrheit der Teilnehmer war sich darin einig, am jetzigen Schulsystem festhalten zu wollen.

Der Austausch über die Digitalisierung von Schulen und die für die Schüler/-innen gewinnbringende Anwendung der digitalen Medien im Unterricht eröffnete den Blick auf die Anforderung der Arbeitswelt und Wandlungspflicht der Schulen z. B. hinsichtlich des Industriestandards 4.0. Es zeigte sich weiter, dass die Forderung nach Erhöhung des Wirtschaft/Politikunterrichtes nur zu Lasten anderer Fächer gehen könnte und wie wichtig es sei, weg vom Denken in Fächern hin zur Entwicklung in Kompetenzbereichen zu gelangen. Weiter zeigte Britta Ernst auf, dass man der Forderung nach einer einheitlichen Mindestbesoldung von Lehrkräften derzeit als einzelnes Bundesland nicht nachkommen könnte, aber man Kontakt in der Kultusministerkonferenz aufnehme, wie man bundesweit der Forderung nachkommen könnte.

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Johannes Kahlke

Kreisvorsitzender der AfB in der SPD Stormarn

Homepage: AfB Stormarn


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