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Schulfrieden wahren und konstruktiv nutzen

Veröffentlicht am 22.11.2015, 17:43 Uhr     Druckversion

Foto: Martin Habersaat, MdL

Landtagsrede zum Versuch der FDP, das Schulsystem wieder zu verändern.

Wie stehen wir zu dieser FDP-Initiative? Liebe FDP, ein Teil meiner Antwort könnte Sie jetzt verunsichern. „Wir erkennen an, dass die Fraktion der FDP sich mit aktuellen schul- und bildungspolitischen Debatten in den Ländern auseinandersetzt und viele Wünsche auch von Eltern und Schülern sehr ernst nimmt. Wahlfreiheiten am Gymnasium würden aber zu einem Flickenteppich in der bildungs- und schulpolitischen Landschaft in Schleswig-Holstein führen.

 

Wir brauchen Ruhe in Fragen künftiger Strukturen. Wir haben uns in der Vergangenheit stets dafür eingesetzt, dass die Verbesserung von Qualität und Unterricht Vorrang vor Strukturveränderungen hat. Wir setzen daher auf starke Gymnasien mit G8 und starke Gemeinschaftsschulen mit G9.“

Weise Worte, nicht von mir. Diese pädagogisch ausgesprochen einfühlsam eingeleitete Stellungnahme, die das Bemühen des leistungsschwachen Schülers um größere Erfolge würdigt, stammt nicht von einem der üblichen Verdächtigen an der Seite sozialdemokratischer Bildungspolitik. Sie stammt vom UV Nord, es war die Stellungnahme zu diesem FDP-Gesetzentwurf.

Wir haben vor der Schulgesetzänderung den größten Bildungsdialog durchgeführt, den dieses Land je gesehen hat. Über die Empfehlungen zum Schulgesetz wurde auf einer großen Bildungskonferenz abgestimmt. Manche Beschlüsse erfolgten einstimmig, etwa der, aus den Regionalschulen Gemeinschaftsschulen zu machen. Die knappste Abstimmung gab es bei G8/G9. Aber auch hier gab es eine Mehrheit.

Und es gab wichtige Stimmen, es beim einmal beschlossenen System, G8 an Gymnasien, G9 an Gemeinschaftsschulen, zu belassen. Etwa vom Landeselternbeirat der Gymnasien oder von der LandesschülerInnenvertretung. Gleichzeitig wurde ein Bestandsschutz für G9- und Y-Gymnasien empfohlen, was wir uns im Wahlprogramm eigentlich anders vorgestellt hatten.

Hildegard Hamm-Brücher hat einmal gesagt: „Zwar muss man im Lauf eines langen politischen Lebens manche Kröte schlucken, aber man darf nicht selbst zur Kröte werden.“ Früher war Hildegard Hamm-Brücher ein wichtiges Aushängeschild für die FDP in Deutschland. Heute scheint es die Witwe Bolte zu sein, die dafür besonders schwärmt, wenn Altes wieder aufgewärmt...

Meine Damen und Herren, der Bildungsdialog hat stattgefunden. Es gab Ergebnisse. Alle Seiten mussten Kröten schlucken. Aber nun haben wir ein Ergebnis, wir haben den lange ersehnten Schulfrieden. Lassen Sie uns dieses Ergebnis akzeptieren und diesen Schulfrieden konstruktiv nutzen!

 

Es gilt das gesprochene Wort!

Landtagsrede zum Versuch der FDP, das Schulsystem wieder zu verändern:

http://m7k.ltsh.de/embed.php?b=1447858825&e=1447859140

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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