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Arbeitnehmerempfang des SPD-Kreisverbandes Kreis Steinburg in Gl├╝ckstadt
Herausgeber: SPD-Steinburg am: 16.05.2016, 17:51 Uhr

 



 



Im Vorfeld des 1. Mai hat der SPD-Kreisverband Steinburg mit seiner Arbeitsgemeinschaft f├╝r Arbeitnehmerfragen (AfA) am 24. April 2016 in der Werkskantine der Firma Steinbeis in Gl├╝ckstadt seinen inzwischen schon traditionellen Arbeitnehmerempfang durchgef├╝hrt. In ihrer Eigenschaft als Kreisvorsitzende konnte die Bundestagsabgeordnete Karin Thissen zahlreiche Teilnehmer aus Partei, Gewerkschaften, Arbeitnehmervertretungen und Politik begr├╝├čen.



 In einer Einf├╝hrungsrede ging die AfA-Vorsitzende Karin Nordmann aus Gl├╝ckstadt auf die Geschichte und Bedeutung des 1. Mai ein und w├╝rdigte die Verdienste der Gewerkschaften in unserer Gesellschaft.



An diese Aussage schloss der DGB-Kreisvorsitzende Tobias Klaasen an und hob die Bedeutung der betrieblichen Mitbestimmung hervor. Insbesondere die Zunahme der Werkvertr├Ąge und die Leiharbeit nehmen als Missbrauch zu und fordern besondere Wachsamkeit bei Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretungen. Besonders betroffen ist hier die umsatzstarke fleischverarbeitende Industrie, die auch im Kreis Steinburg mit mehreren Betrieben ans├Ąssig ist. Hier haben der gr├Â├čte Teil der Mitarbeiter keinen Zugang zu Sozialleistungen und gerechter Bezahlung. Dar├╝ber hinaus sind die ausl├Ąndischen Mitarbeiter menschenunw├╝rdig untergebracht. Tobias Klaasen erinnerte in diesem Zusammenhang an die Grundrechte auf Asyl und an den Artikel 2 des Grundgesetzes, wonach die W├╝rde des Menschen unantastbar ist. Dies gilt insbesondere f├╝r die Arbeitswelt. In einer Initiative wirbt der DGB f├╝r eine freie, demokratische Gesellschaft und faire Arbeitswelt. Abschlie├čend fordert er zur Teilnahme an den Maikundgebungen am 1. Mai in Itzehoe, L├Ągerdorf und Wilster auf.



Als stellvertretender Kreispr├Ąsident ├╝bermittelte Volker Susemihl die Gr├╝├če des Kreises Steinburg und unterstrich ebenfalls, dass die Wertigkeit der Arbeit wieder erh├Âht werden muss.



Als Gastredner hielt Herr Skornia, Fachanwalt f├╝r Arbeitsrecht, aus Hamburg ein Referat ├╝ber das Tarifeinheitsgesetz. Ausl├Âser des Gesetzes waren die lang anhaltenden Streiks in den letzten Jahren bei der Bahn und im Luftfahrtgewerbe. K├╝nftig gilt in den verschiedenen Branchen immer der mit der mitgliederst├Ąrksten Gewerkschaften ausgehandelte Tarifvertrag. Spartengewerkschaften haben aber den Anspruch vorher angeh├Ârt zu werden. Die Funktionsf├Ąhigkeit der Tarifautonomie ist weiterhin gewahrt. Allerdings ist es fraglich, ob das Gesetz verfassungsrechtlich O.K. ist. In ca. 2 Jahren wird das Bundesverfassungsgericht eine Entscheidung f├Ąllen. Der Ausgang ist ungewiss. Die Juristen sind hier uneinig. RA Skornias Fazit: Das Gesetz ist wichtig, wegen der Solidarit├Ąt der gesamten Arbeitnehmerschaft in Betrieben und Verwaltungen.



In Ihrem Schlusswort nahm die SPD-Kreisvorsitzende Karin Thissen noch einmal als MdB Bezug auf den Stand beim Gesetzesvorhaben zur Bek├Ąmpfung der Leiharbeit. Durch das Gesetz, das derzeit in Arbeitsgruppen im Bundestag beraten wird, soll u.a. erreicht werden, dass die unterschiedliche Behandlung von Arbeitnehmern abgeschafft wird. Leiharbeit soll dann k├╝nftig nur noch f├╝r 18 Mt. vereinbart werden. Danach muss das Arbeitsverh├Ąltnis in eine Festanstellung umgewandelt werden. Dar├╝ber hinaus soll Leiharbeiter auch nicht mehr als Streikbrecher eingesetzt werden d├╝rfen. Die SPD-Bundestagsfraktion wird hier im Rahmen der Koalitionsvereinbarung hart verhandeln.



 


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