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„Energiewende vor Ort- Herausforderungen und Chancen“

Veröffentlicht am 06.04.2017, 15:17 Uhr     Druckversion

Podiumsmitglieder

Die letzte von landesweit vier Veranstaltungen der Diskussionsreihe „Energiewende vor Ort-

Herausforderungen und Chancen“ fand am 4. April im Cafe Schwarz statt. Moderiert wurde die

Runde von Birgit Herdejürgen, Landtagsabgeordnete und Kandidatin für d

Nach einer kurzen Einführung in das Thema durch die anwesenden Spezialisten und

Verantwortungsträger konnte das Publikum Fragen an das Podium stellen. Viele der zahlreichen

Fragen bezogen sich auf die Problematik des „Wegwerfstroms“, also der Windstrommengen, die

aufgrund fehlender Nachfrage oder Leitungskapazität zwar bezahlt werden müssten, aber gar nicht

erst erzeugt werden, weil der Stromnetzbetreiber diese Anlagen abschaltet. Dies geschieht

besonders dann, wenn es sehr windig ist, und gleichzeitig wenig Strom verbraucht wird, wie z.B. am

Wochenende.

Die Schirmherrin der Veranstaltungsreihe, SPD Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer, beklagte,

dass dieses Problem zurzeit als Totschlagargument für neue Windkraftprojekte missbraucht würde.

Dabei beträfe dies nur einen kleinen Anteil des Windstroms.

Außerdem werde mit Nachdruck an verschiedenen Lösungen gearbeitet, unter anderem dem Ausbau

der Stromleitungen.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer betonte, dass die Landesregierung ihre Arbeit in Sachen

Netzausbau erledigt hätte. Leider sei das südlich der Elbe nicht immer der Fall. Außerdem würde mit

der Initiative NEW 4.0 (Nordeutsche Energiewende 4.0) eine Plattform geschaffen, um Lösungen zu

erarbeiten, den überschüssigen Windstrom sinnvoll z.B. zur Wärmegewinnung oder Gaserzeugung zu

nutzen.

 

Der Schleswig-holsteinischen Wirtschaft böten sich große Chancen, erläuterte Ove Petersen,

Geschäftsführer der GP JOULE GmbH. Wichtig sei es jedoch, möglichst viele Bereiche der Energie-

Wertschöpfungskette hier bei uns im Norden zu halten oder Firmen anzusiedeln. Dies gelänge vor

allem dann, wenn die Netzentgelte, die jeder Stromverbraucher zahlt, deutschlandweit angeglichen

werden. Dann könnte ein günstiger Strompreis große Verbraucher anziehen, wie z.B. große

Rechenzentren. Zurzeit würden Schleswig-Holsteiner noch mit hohen Netzkosten belastet.

Zum Abschluss der Veranstaltung bedankt sich Birgit Herdejürgen bei allen Anwesenden und den

Podiumsmitgliedern für diese informative und spannende Disskussionsrunde.

Homepage: SPD-Steinburg


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