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„Bauen, bauen, bauen!“ - SPD-Politiker besuchten den Appener Schäferhof

Veröffentlicht am 13.06.2017, 23:29 Uhr     Druckversion

Wohnungsnot lässt sich nur durch sozialen Wohnungsbau bekämpfen – das war der Tenor beim Besuch des Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann auf dem Schäferhof in Appen. Die von der Diakonie betriebene Einrichtung kümmert sich mit zurzeit 52 Heimplätzen um Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind.

Rainer Adomat, der Leiter des Schäferhofs, die stellvertretende Leiterin Petra Mindermann und Bodo Schröder von der Stiftung Hamburger Arbeiterkolonie stellten gegenüber dem Abgeordneten besonders die veränderte Zusammensetzung in der Gruppe der Wohnungslosen heraus. „Die Betroffenen werden jünger. Der Anteil an Frauen wird größer. Die Wohnungslosen haben zu einem höheren Anteil eine geordnete Arbeit und ein eigenes Einkommen“, so die Experten.

Dabei wurde schnell deutlich, dass einer der Hauptgründe für Wohnungslosigkeit der momentan große Druck auf dem Wohnungsmarkt ist. „Bauen, bauen, bauen“, richtete Rainer Adomat deshalb auch als Aufforderung an die politisch Verantwortlichen vom Bund bis zu den Kommunen.

Große Probleme hierbei seien vor allem hohe Auflagen, die an sozialen Wohnungsbau gestellt werden würden. „Die Grundstückspreise für Geschossbebauung steigen noch stärker an als beispielsweise die für Einzelhausbebauung, was besonders Wohnungssuchende trifft“, so Adomat am Ende.

Rossmann fordert hierzu nicht nur eine deutliche Aufstockung für den sozialen Wohnungsbau, sondern auch neue Wohnangebote. „Wir brauchen mehr Einsteigerwohnungen für Wohnungslose. Land, Kreis, Wohnungsgesellschaften und Einrichtungen wie der Schäferhof müssen hierzu an einen Runden Tisch gebracht werden, um solche Projekte für die Zukunft zu planen. Denn das Problem wird größer werden“, so der Abgeordnete.

Grundsätzlich ist das Ziel der Arbeit des Schäferhofs, die Betroffenen wieder in Arbeit zu bringen und ihnen perspektivisch wieder den Zugang zu einer eigenen Wohnung zu ermöglichen. Hierzu mietet der Schäferhof hauptsächlich in Pinneberg sogenannte Trainingswohnungen an, in denen Personen ein halbes Jahr wohnen und die Räumlichkeiten anschließend selbstständig als Mieter übernehmen können.

 

Homepage: SPD-Pinneberg